Coronakrise in Partnerländern (1) | Bericht vom Indienprojekt Maher

Seit vielen Jahren wird das von Sr. Lucy geführte Projekt Maher in Indien gefördert. In einem Brief an die Vorsitzende des Entwicklungspolitischen Beirats Amelie Höring schreibt Sr. Lucy, dass sie angesichts der Coronakrise „workshops“ zu  der Notwendigkeit von wiederholtem, gründlichen Händewaschen gehalten und entsprechende Waschgelegenheiten vor den Häusern aufgestellt haben. Zusätzlich haben sie  Lebensmittelvorräte angekauft. Womit sie NICHT gerechnet haben sind die Tausenden von bettelnden & gestrandeten Wanderarbeiter, die ihre Arbeit verloren haben und sich über hunderte Kilometer zu Fuß auf den Heimweg gemacht haben, weil keine Züge mehr fahren.

 

Dear Amelie,

How are you doing? As you all know India is shut down. Medicines and food grains are available in some places The prices of food grains have gone up very much. At Maher we had prepared ourselves for the closing down of India , we had filled our store room with food grains and toilalateries. But we had not foreseen the needs of migrant workers who stay around Maher. Some of them have already approached us for food grains .Maher was able to help them through this difficult time. All of us are safe at Maher so far . No one is allowed to get out of Maher and no one is allowed to come in . But through police some women we were forced to take in as they had no other place to go .

Life is a challenge but we are coping up with joy and love for everything . Pray much for us .

Attached are a few photos

Love in Plenty
Sr Lucy

Und hier der zweite Brief von Sr Lucy:

Dear Friends,

 ‘Coronavirus has taken us away from our churches, temples and mosques but is bringing us closer to the Divine within us and nature around us.’

The deadly virus has made us feel frightened and insecure. Yet it does have a silver lining. The ever smiling and hopeful Maher children have come up with 10 most beautiful thoughts and it will be soothing to pay heed to them. 

I am listing them in their own words:

1)    The world became more sympathetic to each other as the virus is not sparing anyone.

2)    People all over the world are united in their struggles and problems.

3)    Pollution has reduced and nature is happy and people started working a little more with mud, trees, plants & animals.

4)    Everyone has become more disciplined and learned to stay at home

5)    Love & compassion has increased for one another and people have learnt to share

6)    People stopped fighting for their religion and caste now. Solving hunger problems has become the priority. Hunger has no caste and no religion. People have learnt to   worship the Divine.

7)    Quality time with family and close ones has increased.

8)    We don’t see leftover food thrown on the streets anymore.

9)    All are enjoying home cooked food and health has become priority

10) Shopping madness has stopped.

Maher has been busy not only reaching out to those who live with us but reaching out to the migrant workers, the beggar’s community, slum dwellers and the pavement dwellers. All that people need now is food & toiletries. Our social workers are trying to reach out to them from all centers as the divine has kept us safe till now.

 Maher is grateful to all its friends like you who have always volunteered to help the needy and poor around us. It would not have been possible without you dear friends.

I am lighting a lamp for you.                                                                                                         Hoping to emerge stronger and more loving,

You
rs sincerely,Sister Lucy Kurien

Stipendien des Afro-Asiatischen-Instituts, finanziert vom Land Salzburg, in der ORF-Sendung Orientierung

Man schrieb das Jahr 1969, als der erste Mensch den Mond betrat, das legendäre Woodstock-Festival über die Bühne ging – und das ORF-Religionsmagazin „Orientierung“das Licht der Sendewelt erblickte. Seit einem halben Jahrhundert bietet das mittlerweile dienstälteste TV-Magazin des ORF Woche für Woche aktuelle und hintergründige Berichterstattung aus der Welt der Religionen.

In der Jubiläumssendung vom 15.12.2019 gab es auch einen Bericht über die Stipendien des Afro-Asiatischen Instituts, die das Land Salzburg finanziert. Wolfgang Heindl von Sei so frei berichtete über einen der Stipendiaten,  den Peruaner Dr. Francisco San Martín, der die Entwicklungsorganisation MINKA für peruanische Bauern und Bäuerinnen aufgebaut hat.

Jubiläumsfeier zu 25 Jahre Regionalkooperationen mit Singida und San Vicente

Bewegt und informativ war der Infoabend zu den Regionalkooperationen des Landes Salzburg mit Singida  und San Vicente, der am 28. November 2019 im Salzburger Stadtwerk stattfand. Die Jubiläumsfeier mit zahlreichen Gästen bildete den Abschluss eines umfangreichen Programms mit Vorträgen, Diskussionen, Filmen, anlässlich des 25-jährigen Bestehens der Regionalkooperationen. u. a. mit Gästen aus El Salvador. Im Titelbild oben Landesrätin Klambauer mit Amelie Höring, Entwicklungspolitischer Beirat, Maria Koidl und Hans Eder von INTERSOL sowie Andrea Rainer und Dieter Rachbauer von der Regionalkooperation mit Singida.

Einführende Worte durch Landesrätin Andrea Klambauer, Amelie Höring vom Entwicklungspolitischen Beirat, Maria Koidl, Prädidentin von INTERSOL und Gernot Himmelfreundpoitner vom Vorstand der Regionakkooperation mit Singida.

Seit 25 Jahren bestehen Regionalkooperationen mit San Vicente in El Salvador und Singida in Tansania, die mit dem Land Salzburg als verlässlichem Partner immer wieder neue Initiativen umsetzen.„Dies ist unser Beitrag zur internationalen Friedens­-, Umwelt­- und Sozialpolitik und damit auch eine Investition in unsere Zukunft in einer globalisierten Welt“, betonte Landesrätin Andrea Klambauer in ihrer Begrüßung. Als „Geburtstagsgeschenk“ überreichte die für Entwicklungszusammenarbeit zuständige Landesrätin je einen Scheck über 4000,- € für Frauenprojekte beider Regionalkooperationen.

Maria Koidl, Präsidentin von INTERSOL, und Gernot Himmelfreundpointner, Vorstandsmitglied der Regionalkooperation mit Singida, bedankten sich für die langjährige Unterstützung von Projekten durch das Land Salzburg. Für den Entwicklungspolitischen Beirat gratulierte die Vorsitzende Amelie Höring zum 25-jährigen Bestehen. Sie betonte die Pionierarbeit Salzburgs in der Entwicklungszusammenarbeit, da das Land vorwiegend Projekte von Salzburger Initiativen unterstützt, die sich seit vielen Jahren engagieren und in direktem Austausch mit ihren Projektpartner stehen.

 

25JahreGesprächsrundeSingida

Dieter Rachbauer, Judith Schröcksnadel und Andrea Rainer von der Regionakooperation Salzburg – Singida im Gespräch mit Moderator Hans Holzinger vom Entwicklungspolitischen Beirat über ihre Arbeit.

25JahreGesprächsrundeSanVicente

Initiator und Begleiter der Regionalkooperation mit San Vicente Hans Eder, seine INTERSOL-Kolleginnen Lisa Buchner und Birgit Almhofer sowie Bianca Mayer, die in El salvador einen Personaleinsatz absolvierte berichten über ihre Arbeit

Der Schwerpunkt der Regionalkooperation mit San Vicente liegt auf Biolandbau, Frauen- und Jugendförderung, aber auch Projekte zu sauberem Trinkwasser und zur Abwasserentsorgung gehören zum Programm. Die genossenschaftlich organisierten Landwirtschaftsbetriebe produzieren für die Eigenversorgung mit gesunden Lebensmittlen und den regionalen Markt. Zusätzlich werden Cashew-Kerne und solargetrocknete Ananas und Mangos für den solidarwirtschaftlichen Export produziert. Diese werden in Österreich von INTERSOL u. a. über Foodcoops vertrieben

In Singida liegt der Schwerpunkt auf den Bereichen Gesundheit, Bildung und Dorfentwicklung. Frauen und Mädchen werden besonders gefördert. Maßnahmen rund um Mütter- und Kleinkindergesundheit, Fortbildungen für Gesundheits- und Lehrpersonal und einkommensschaffende Projekte sowie Zugang zu Wasser werden in direkter Zusammenarbeit mit den Dorfgruppen umgesetzt.

Das Motto der Jubiläumsfeier „25 Jahre – 3 Kontinente“ zeigte an, dass es sich bei den Regionalkooperationen um eine Partnerschaft auf gleicher Augenhöhe handelt. Wie das geht erfuhren wir an diesem Abend in Wort und Bild, musikalisch umrahmt von Marietta Veliz aus Kuba. Durch den Abend führte Hans Holzinger, stellvertretender Vorsitzender des Entwicklungspolitischen Beirats. Er bedankte sich bei den vielen engagierten MithelferInnen der Regionalkooperationen. Als Ehrengäste konnte er Prof. Dr. Heinz Rotbucher, unter dessen Beiratsvorsitz die Regionalkooperationen gegründet wurden, und Prof. Illi Hannak, langjähriges Mitglied des Beirats begrüßen.

25JahrePublikumMusik

Zahlreiche Gäste verfolgten den informativen Abend zu den Regionalkooperationen, hier im Bild mit Marietta Veliz, die mit musikalischen Reisen nach Lateinamerika und Afrika begeisterte.

Bericht: Hans Holzinger (Entwicklungspolitischer Beirat), Fotos:  Diana Hoffmann (Praktikantin bei INTERSOL)

Globale Ungleichheiten im Fokus | LR Andrea Klambauer eröffnet 17. Entwicklungspolitische Hochschulwochen

(LK) Die 17. Entwicklungspolitischen Hochschulwochen boten bis zum 22. November ein vielfältiges Programm zum Thema globale Ungleichheiten. 13 Veranstaltungen thematisierten aus verschiedenen Perspektiven globales Denken und einen nachhaltigen Lebensstil als Ansatz für die Reduktion von weltweiter Ungleichheit. „Salzburg setzt ein starkes Zeichen bei der Entwicklungszusammenarbeit und hat die zur Verfügung stehenden Mittel verdreifacht“, betonte Wissenschaftslandesrätin Andrea Klambauer bei der Eröffnung am 5. November 2019 in Salzburg.

„Wichtig ist eine starke Verbindung von Menschen in Salzburg mit den unterstützten Projekten, damit die Wirkung sichtbar und spürbar wird. Die Entwicklungspolitischen Hochschulwochen beschäftigen sich mit unterschiedlichen Ansätzen der Zusammenarbeit und leisten einen wichtigen Beitrag zur Verbesserung“, so Klambauer weiter. Veranstalter sind die Universität Salzburg, der Verein Südwind und lokale Initiativen. Südwind setzt sich seit 40 Jahren als entwicklungspolitische Nichtregierungsorganisation für eine nachhaltige globale Entwicklung, Menschenrechte und faire Arbeitsbedingungen weltweit ein. Bei den Hochschulwochen wurde auch das runde Jubiläum des Vereins gefeiert. Unter den Ehrengästen war auch Vizebürgermeister  Bernhard Auinger

Foto (LMZ): Eröffnung der 17. Entwicklungspolitische Hochschulwochen in Salzburg, Verein Südwind feiert 40-Jahre-Jubiläum,im Bild: Anita Rötzer, Harald Madlmayr (beide Verein Südwind), Vize.-Bgm. Bernhard Auinger und LR Andrea Klambauer 05.11.2019

25 Jahre Regionalkooperationen Salzburgs mit San Vicente und Singida | Festveranstaltung am 28.11.

Vor 25 Jahren begann das Land Salzburg eine langfristige Zusammenarbeit mit zwei Regionen in El Salvador und Tansania. Mit den Partnerorganisationen vor Ort konnte so eine Vielzahl an wichtigen Initiativen zur Stärkung der Zivilgesellschaft und Verbesserung der Lebensqualität umgesetzt werden. Es handelt sich um eine modellhafte Form der internationalen Zusammenarbeit – nachhaltig, professionell und auf Augenhöhe.

Aus diesem Anlass laden die Trägerorganisation der Regionalkooperation Salzburg-San Vicente/El Salvador gemeinsam mit der Städtepartnerschaft/Regionalkooperation Salzburg-Singida/Tansania zur Jubiläumsfeier ein. Es erwartet Sie eine thematische Reise durch drei Kontinente und 25 Jahre Zusammenarbeit zwischen dem Land Salzburg und den Regionen San Vicente/El Salvador & Singida/Tansania.

Das Programm der Jubiläumsfeier: Beiträge von Landesrätin Andrea Klambauer, Amelie Höring, Entwicklungspolitischer Beitrat, Johann Padutsch, Städtepartnerschaft mit Singida, Hans Eder, InterSol u.a.m.; Kurzfilme über die Regionalkooperationen, Podiumsgespräch, Musik von Marietta Velis, gemütlicher Ausklang bei Getränken und Häppchen aus den Regionen.
Moderation: Hans Holzinger, JBZ

Ort: Strubergasse 26, 5020 Salzburg. Eintritt frei.
Anmeldung bis 22.11.2019 unter: office@intersol.at oder singida@tanzania.at

25 Jahre – 3 Kontinente | Jubiläumsfeier zu den Regionalkooperationen mit San Vicente und Singida am 28. November 2019

Unter dem Motto „25 JAHRE – 3 KONTINENTE“ laden die Regionalkooperationen mit San Vicente und Singida gemeinsam mit dem Land Salzburg und dem Entwicklungspolitischen Beirat zur Jubiläumsfeier ein. Diese findet am 28. November 2011 ab 19 Uhr im Saal Prisma des Stadtwerks, Strubergasse 26, statt.

Und erwartet eine thematische Reise durch drei Kontinente und 25 Jahre Zusammenarbeit mit El Salvador und Tansania. Am Programm stehen Videopräsentationen über die Projekte, eine historische Rückschau sowie ein Podiumsgespräch mit LR Andrea Klambauer und AkteurInnen der Regionalkooperationen. Und natürlich feiern wir mit Getränken und Häppchen aus den Regionen. Eintritt frei.

Um Anmeldung wird gebeten: office@intersol.at oder singida@tanzania.at

Singida_Frauen

Hier finden Sie das Programmheft aller Veranstaltngen.

25 Jahre Regionalkooperation mit San Vicente | Gelungener Themenabend von INTERSOL mit zahlreichen Gästen

Vor 25 Jahren begann das Land Salzburg, in Kooperation mit INTERSOL, eine langfristige Zusammenarbeit mit der Region San Vicente in El Salvador. Die Gegend war durch den kurz zuvor beendeten Bürgerkrieg stark gezeichnet. Ziel war es, die Zivilgesellschaft zu stärken und neue Perspektiven für die Bevölkerung und besonders auch die ehemaligen Widerstandskämpfer*innen gegen die Militärdiktatur zu schaffen. Mittlerweile sind daraus viele erfolgreiche Initiativen und Programme entstanden, die die Lebensgrundlagen und den sozialen Zusammenhalt in der Region Schritt für Schritt verbessern.

Am Freitag, 25.10. hat INTERSOL zu einem Themenabend – mit Videos, Gesprächsrunden, Musik und Kulinarik – geladen, um ein Vierteljahrhundert gelebter regionaler Solidarität Revue passieren zu lassen. Aus El Salvador waren Azucena Ortiz von der Frauenrechtsorganisation MAM und Alex Flores von der Bio-Genossenschaft Aprainores vertreten. Sie gaben einen lebhaften Einblick in die Herausforderungen und Erfolge ihrer Arbeit, zu der INTERSOL und das Land Salzburg einen kleinen, aber wichtigen Beitrag leisten.

Gudrun Danter und Elisabeth Buchner führten durch den Abend. Sie befragten INTERSOL-Direktor Hans Eder, den „Vater“ der Regionalkooperation, über die Anfänge der Zusammenarbeit wie auch über die Visionen für die kommenden Jahre. In drei Themenrunden wurden die aktuellen Schwerpunkte der Regionalkooperation – Biolandbau, Wasserversorgung und Frauenrechte – mit den salvadorianischen Gästen und österreichischen Wegbegleiter*innen präsentiert. Mehrere ehemalige Zivildiener, Praktikant*innen und Fachkräfte ließen die Gäste an ihren Erfahrungen aus ihrer Zeit in San Vicente teilhaben. Im Unterstützungsnetzwerk der Regionalkooperation sind auch Salzburger Betriebe und Gemeinden beteiligt. Stellvertretend für vielen Salzburger Partner*innen berichteten der Biobauer Andreas Hofer und der Wassertechniker Josef Sperrer von ihrer Einbindung in die Regionalkooperation und den Beweggründen für ihr internationales Engagement.

Marietta Delgado sorgte mit lateinamerikanischen Rhythmen für eine mitreißende musikalische Umrahmung. Mit lebhaften Gesprächen bei Bio-Häppchen und süßen Leckereien aus den salvadorianischen Cashews von Aprainores fand der Abend einen gelungenen Abschluss. Unter den zahlreichen Gästen waren auch mehrere Mitglieder ds Entwicklungspolitischen Beirats der Salzburger Landesregierung.

Text: INTERSOL