Land Salzburg plant Erhöhung der EZA-Mittel auf eine Million Euro | Unsere Gespräche zeigen Wirkung

Die Gespräche von Mitgliedern des Entwicklungspolitischen Beirats der Salzburger Landesregierung mit LH Wilfried Haslauer, der für Entwicklungszusammenarbeit zuständigen Landesrätin Andrea Klambauer sowie mit Mitgliedern der Landtagsklubs waren von Erfolg gekrönt. Laut Regierungsbeschluss wird die Landesregierung die Mittel für Entwicklungszusammenarbeit 2019 auf eine Million Euro erhöhen, was einer Verdreifachung entspricht. Mehr siehe die untenstehende Presseerklärung.  Salzburg schließt damit im Bundesländer-Ranking der EZA-Mittel pro Kopf knapp zu Oberösterreich und Tirol auf und überholt Vorarlberg (s. Grafik). Dank gilt insbesondere Amelie Höring, die als Vorsitzende des Beirats in beharrlicher Manier die Politiker*innen-Gespräche vereinbart hat.

Entwicklungszusammenarbeit: Mehr als nur Lippenbekenntnisse
Die Landesregierung versteckt sich auch nicht vor Verantwortung und erhöht die Entwicklungshilfe signifikant von 330.000 auf eine Million Euro. "Nachhaltige Hilfe an Ort und Stelle ist der beste Weg, um Fluchtursachen zu verhindern und in den Fluchtregionen von heute Partner von morgen zu gewinnen. Es ist unsere moralische, ethische und - ganz ökonomisch betrachtet - auch unsere soziale und wirtschaftliche Verantwortung, vor Ort zu helfen. Dafür werden konkrete Projekte und Gemeinden ausgewählt, mit denen wir zusammenarbeiten werden," so Landesrätin Klambauer, deren Ressort auch das der Entwicklungszusammenarbeit umfasst. "Ich freue mich insbesondere über die zugesagte Unterstützung des Landeshauptmanns, dem ehrliche Entwicklungszusammenarbeit ein genauso großes Anliegen ist wie mir, und mit dem gemeinsam ich in die Umsetzung gehen werde. (PRESSEERKLÄRUNG LR Andrea Klambauer 23.10.2018)

Umfangreicher Salzburger Band über „Theologie der Befreiung heute“ erschienen.

Ein von Franz Gmainer-Pranzl, Sandra Lassak und Birgit Weiler herausgegebener Band der Reihe „Salzburger Theologische Studien“ beleuchtet die vielfältigen Aspekte von Befreiungstheologie heute im Kontext von Politik und Gesellschaft, Kultur und Gender, Kirche und Pastoral sowie Theologie und Wissenschaft. Beiratsmitglied Hans Eder unterwirft in seinem Beitrag die klassische Entwicklungspolitik einer kritischen Analyse.

Einführung der Herausgeberinnen zu dem im Tyrlia-Verlag erschienenen Band:

Die „Theologie der Befreiung“ wird gegenwärtig von den einen für tot erklärt, von anderen mit einer gewissen Nostalgie hochgehalten, von vielen jedoch kaum wahr- und ernstgenommen. Der große Aufbruch der Befreiungstheologie, der spätestens seit der Dritten Generalversammlung der lateinamerikanischen Bischöfe 1968 in Medellín zu einer neuen Problemwahrnehmung in der kirchlichen Pastoral und in der theologischen Reflexion, vor allem aber zu einer neuen, befreienden Praxis der Glaubensverkündigung geführt hatte, scheint heute vergessen.

Die enormen gesellschaftlichen Umbrüche und globalen Transformationen ebenso wie kirchenpolitische Entwicklungen haben neue befreiungstheologische Praxen hervorgebracht, die bisher kaum in die theologische Reflexion eingeflossen sind. Außerdem entstanden Basisbewegungen, Initiativen und Aufbrüche jenseits traditioneller Kirchen- und Gemeindestrukturen, die das Potential befreiungstheologischen Denkens auf unterschiedliche Weise umsetzten und auch weiterentwickelten – innerhalb und außerhalb kirchlicher Kontexte. Dieses Buch, an dem AutorInnen aus Europa, Afrika und Lateinamerika mitwirkten, macht deutlich, inwiefern Anstöße der Befreiungstheologie in unterschiedlichste gesellschaftliche Bereiche hineinwirken und sich mit Fragen der Wirtschaft, der Politik, der Globalisierung und Urbanisierung, der Ökologie und der Situation der Frauen auf kritisch-kreative Weise auseinandersetzen.

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Verleihung des Oscar Romero-Preises 2018 an Francisco San Martin

Erzbischof Oscar Arnulfo Romero von San Salvador wurde am 24. März 1980 wegen seines gesellschaftspolitischen Engagements für soziale Gerechtigkeit ermordet.
Der Preis wurde bei der Herbstkonferenz der KMBÖ 1980 in Würdigung dieses Engagements eingeführt.

Durch die Vergabe dieses Preises wird das gesellschaftspolitische und soziale Engagement des Preisträgers anerkannt und gestärkt. SEI SO FREI verleiht jährlich den wichtigsten Preis für Menschenrechte in Österreich, der mit 10.000 EURO dotiert ist.

Der Preisträger 2018 Dr. Francisco San Martín kommt aus Peru. Er wird für seinen Einsatz zur Armutsbekämpfung und Entwicklung ausgezeichnet – dort, wo vor 200 Jahren zu Weihnachten das erste Mal das Lied „Stille Nacht“ erklang.
Der FESTAKT MIT PREISVERLEIHUNG findet am 15. November 2018 19 Uhr, in der AULA DER SPORTMITTELSCHULE OBERNDORF „LEOPOLD KOHR“ statt.

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50 Jahre Partnerdiözesen der Erzdiözese Salzburg | 30 Jahre Afro-Asiatisches Institut Salzburg | Wir gratulieren

Das Referat Weltkirche der Erzdiözese Salzburg feiert heuer 50 Jahre Partnerdiözesen. Aus diesem Anlass kommen vom 18. bis 24. September Delegationen aus den drei Partnerdiözesen Ziel ist, die Partnerschaft zu vertiefen und zugleich auf die Zukunft auszurichten. Aufbauend auf die persönlichen Kontakten, die seit Jahrzehnten von Salzburg aus bestanden, hat die Erzdiözese Salzburg bereits auf ihrer Diözesansynode 1968 beschlossen, partnerschaftlich mit den (Erz-) Diözesen Bokungu-Ikela in der Dem. Rep. Kongo, San Ignacio de Velasco in Bolivien und Daegu in Südkorea zusammenzuarbeiten. Im Austausch mit anderen Ortskirchen, vor allem mit unseren Partnerdiözesen, sollen Glaubens-, Solidar- und Lerngemeinschaften praktiziert werden. mehr

Das Afro-Asiatische Institut Salzburg besteht seit mittlerweile 30 Jahren. In Vorträgen, Workshops und Projekten wie den konsumkritischen Spaziergängen oder dem „Kompass für eine faire Welt“ setzt das AAI entwicklungspolitische Akzente. Bewährt haben sich die Stipendienprogramme für jungen Menschen aus Afrika und Asien, die auch vom Land Salzburg gefördert werden. mehr

 

LH Wilfried Haslauer spricht sich für Erhöhung der Mittel für Entwicklungszusammenarbeit des Landes aus

Nach dem Antrittsbesuch bei der für Entwicklungszusammenarbeit zuständigen LR Andrea Klambauer gab es am 9. August 2018 ein wohlwollendes Gespräch des Entwicklungspolitischen Beirats mit LH Wilfried Haslauer. Die Vorsitzenden Amelie Höring und Hans Holzinger berichteten über die Arbeit des Beirats als Beratungsgremium des Landes Salzburg und den aktuellen Stand der Förderung von Projekten durch das Land.

Landeshauptmann Wilfried Haslauer informierte über die Absicht der neuen Landesregierung, die Mittel für Entwicklungszusammenarbeit höher zu dotieren, was von den Beiratsmitgliedern sehr begrüßt wurde. Salzburg sollte zum Durchschnitt der westlichen Bundesländer Tirol, Vorarlberg und Oberösterreich aufschließen, die pro Kopf deutlich mehr in Entwicklungszusammenarbeit investieren, so der Beiratswunsch.

 LH Haslauer meinte, dass es bei der derzeitigen Förderhöhe in der Tat „Luft nach oben“ gäbe und er eine Erhöhung der Mittel für Entwicklungszusammenarbeit unterstützt.

Die neue Regierung habe daher die Erhöhung der Mittel in die Koalitionsvereinbarung aufgenommen, für die Budgetverhandlungen im Herbst liege bereits ein Vorschlag in diese Richtung vor. Neben der Unterstützung der vielen Projekte, die von Salzburger Initiativen umgesetzt werden, sowie der Fortführung der Regionalkooperationen sollte jährlich ein Schwerpunktprojekt gefördert werden, so der Wunsch Haslauers. Er bat den Beirat hierfür um Vorschläge. Das weitere Vorgehen wird mit LR Klambauer abgesprochen.

Mittlerweile liegt ein Landtagsantrag zur Erhöhung der EZA-Mittel vor, der im Herbst im Finanzausschuss beraten wird.

 Foto: LH Wilfried Haslauer mit den Beiratsmitgliedern Amelie Höring, Hans Holzinger, Joe Erbler sowie Beirats-Geschäftsführer Franz Wasner

 

Antrittsbesuch des Entwicklungspolitischen Beirats bei LR Andrea Klambauer

In einem konstruktiven Gespräch informierten die Vorsitzenden des Entwicklungspolitischen Beirats der Salzburger Landesregierung Amelie Höring und Hans Holzinger sowie GF Franz Wasner die neue für Entwicklungszusammenarbeit zuständige Landesrätin Andrea Klambauer (NEOS) über die Arbeit des Beirats sowie das breite zivilgesellschaftliche Engagement, das es im Bereich Entwicklungszusammenarbeit in Salzburg gibt.

Betont wurde, dass mit den Regionalpartnerschaften zu San Vicente in El Salvador und Singida in Tansania seit vielen Jahren zwei Schwerpunktregionen gefördert werden, darüber hinaus aber auch die vielen zivilgesellschaftlichen Initiativen, die mit beträchtlichen Eigenmitteln Projekte fördern, unterstützt werden können. Hingewiesen wurde auch auf Salzburgs besondere Rolle im Bereich des fairen Handels sowie die Wichtigkeit von Bewusstseinsbildung, die durch verschiedene Vereine in Salzburg geleistet wird. Auch sie werden vom Land Salzburg gefördert. Über 60 EZA-Initiativen listet die Homepage GOFAIRSALZBURG mittlerweile auf.

Nicht zuletzt konnte erneut der Wunsch nach Erhöhung der EZA-Mittel durch die Landesregierung, wie im neuen Koalitionsvertrag vereinbart, angesprochen werden. Salzburg sollte wieder zu den anderen westlichen Bundesländern Tirol, Vorarlberg und Oberösterreich aufschließen. Die Verpflichtung auch der Länder und Gemeinden, zur Umsetzung der Sustainable Development Goals beizutragen, sollte dabei ein Ansporn sein.

LR Klambauer informierte darüber, dass ein erster Budgetvoranschlag vorliegt und dieser bis zum Herbst mit den einzelnen Ressorts abgestimmt werde. Ein am 27. Juni 2018 von den Grünen eingebrachter Landtagsantrag wurde dem Finanzausschuss zugewiesen, der im Herbst wieder tagen wird. Klambauer bekräftigte ihre Unterstützung für mehr EZA-Mittel, verwies aber zugleich darauf, dass ihr für den Bereich „Gesellschaft“ insgesamt nicht mehr Mittel zur Verfügung stünden. Wichtig sei daher auch, den größeren Regierungspartner ÖVP zu überzeugen.

In diesem Sinne ist bereits ein Gespräch mit Landeshauptmann Wilfried Haslauer vereinbart, das Anfang August stattfinden wird.

Regierungsübereinkommen verspricht Erhöhung der Mittel für Entwicklungszusammenarbeit

Salzburg ist in Bezug auf die Mittel für Entwicklungszusammenarbeit (EZA) vom einstigen Spitzenplatz ins Mittelfeld abgerutscht. Die Bundesländer Tirol, Vorarlberg und Oberösterreich berappen pro Kopf gerechnet ein Mehrfaches für  EZA wie Salzburg. Wir berichteten darüber. Die Gespräche des Entwicklungspolitischen Beirats mit VertreterInnen der Landtagsparteien vor der Landtagswahl dieses Frühjahr zeigten offensichtlich Wirkung. „Wir werden die Entwicklungshilfe auf neue Beine stellen und besser dotieren“ – so steht es im neuen Koalitionsvertrag 2018-2023. Und auch: „Wir treten dafür ein, dass der Anteil fair gehandelter Produkte im landeseigenen Bereich erhöht wird“. Kleine Erfolge im Engagement für Salzburgs Beitrag zu einer fairen Welt.

In einem per Mail ergangenen Schreiben an Finanzlandesrat Dr. Stöckl, LR Mag.a Klambauer sowie die LAbg. Mag.a Berthold und MBA Hirschbichler drückt die Vorsitzende des Entwicklungspolitischen Beirats, Mag.a Amelie Höring, die Freude darüber aus, dass die neue Landesregierung die Mittel für Entwicklungszusammenarbeit zu erhöhen gedenkt. Zudem informiert sie über die Arbeit des Beirats sowie über die bisherige Praxis der Mittelvergabe, die exakt den Wünschen des neuen Koalitionsvertrags entspricht.  SchreibenHöringzuKoalitionsvertrag

Salzburger Aktionstage für eine faire Welt

Salzburger Gemeinden anzuregen, sich mit Themen wie Fairer Handel, Entwicklungszusammenarbeit oder nachhaltige Entwicklung auseinanerzusetzen, ist Ziel der Salzburger Aktionstage für eine faire Welt.

2018 finden diese vom 1.-12. Oktober statt. Wir freuen uns über Aktivitäten in vielen Gemeinden. Bitte senden Sie diese über GOFAIRSALZBURG ein.

Das Salzburger Bildungswerk erstellte für die Gemeinden kostengünstige Angebote – von Filmen über Vorträge bis Workshops. Geplant ist auch eine Exkursion zur EZA Fairer Handel in Weng. Bio Fair-Connection ist ebenfalls Partner.

Infos: Mag. Christa Wieland, 0662-872691-17, christa.wieland@sbw.salzburg.at

Politische Gespräche zur Erhöhung der Salzburger EZA-Mittel

Laut Austria Development Agency (ADA) ist Salzburg im Bundesländervergleich stark zurückgefallen. Spitzenreiter sind Tirol  und Vorarlberg gefolgt von Oberösterreich.

Die Vorsitzende des Entwicklungspolitischen Beirats, Amelie Höring, hat gemeinsam mit weiteren Beirats-Mitgliedern in Gesprächen mit Landesfinanzreferent Josef Stöckl (ÖVP), der für die EZA zuständigen LR Martina Berthold (Grüne) sowie LAbg. Heidi Hirschbichler (SPÖ) und Marlene Svavek (FPÖ) eine Erhöhung der Landesmittel für EZA auf das Durchschnittsniveau der westlichen Bundesländer gefordert.

Zumindest sollen wir als wirtschaftlich stärkstes Bundesland in einem ersten Schritt wieder auf die früheren 0,9 € pro Kopf kommen – derzeit sind es 0,6 €/Kopf, was 0,001 Prozent des Landesbudgets entspricht. Nach der erfolgten Bildung der neuen Landesregierung werden weitere Gespräche – u.a. mit LH Wilfried Haslauer – folgen.

Geförderte Projekte 2018

27 Projektanträge wurden im Rahmen der Ausschreibung 2018 gestellt.  21 Anträge konnten auf Vorschlag der Sitzung des EPOL-Beirats vom 15.3.2018 mit den verfügbaren Mittel in Höhe von 324.900 € positiv beschieden werden.

Je 59.980 € gehen an die Regionalpartnerschaften mit Singida (Tansania) und San Vicente (El Salvador), 111.960 € konnten an Projekte in den Ländern Äthiopien, Bhutan, Ghana, Indien, Kenia, Peru, Senegal, Philippinen, Südsudan, Tansania und Uganda vergeben werden.

59.980 € wurden für Bildungs- und Informationsarbeit in Salzburg vergeben. 30.000 € schließlich ergehen an Stipendienprogramme der Tourismusschule Kleßheim sowie des Afro-Asiatischen Instituts.  Alle EZA-Projekte sind in Salzburg verankert und weisen beträchtliche Eigenmittel durch Spenden u.a. auf.

Hier können die genehmigten Projektanträge eingesehen werden.

Projektanträge für 2019 können bis 28.2.2019 hier gestellt werden.