Franz Rohrmoser, Pionier der Salzburger Entwicklungszusammenarbeit, bei den „Lebensgesprächen“

In „Lebensgesprächen“ steht das Leben zweifach im Mittelpunkt, einerseits als Biographie des geladenen Gastes und dann als Bühne, um sich für eine solidarische und zukunftsfähige Welt zu engagieren.

Was bringt Menschen dazu, sich für so etwas wie „Dritte Welt“ oder „eine gerechtere Welt“ zu engagieren? Was lässt sie auch in schwierigen Phasen über viele Jahre hinweg weitermachen? Lassen sich daraus Lehren für die Zukunft ziehen, und wenn ja, welche?

Diese Fragen stellt Jean-Marie Krier von KommEnt Personen, die die österreichische Entwicklungs- und Umweltpolitik der letzten 30 Jahre maßgeblich mitgeprägt haben.

Am 25. September ist Franz Rohrmoser, einer der Pioniere der Salzburger Entwicklungszusammenarbeit, zu Gast. Beginn: 19 Uhr, Elisabethstraße 2.

Infos und Anmeldung

Foto: privat

17. Entwicklungspolitische Hochschulwochen an der Universität Salzburg mit Südwind Salzburg

Die 17. Entwicklungspolitischen Hochschulwochen thematisieren globales Denken und einen nachhaltigen Lebensstil als Ansatz für die Reduktion von globaler Ungleichheit. Ziel ist es, sich aus verschiedenen Perspektiven mit globalen Fragen und deren Wechselwirkungen auf der lokalen und individuellen Ebene auseinander zu setzen. Das Thema Globale Ungleichheiten (SDG 10) zieht sich als Leitfaden durch alle Veranstaltungen, wobei Nachhaltiger Konsum und Produktion (SDG 12) mit Beiträgen zur Elektronikindustrie darin einen Schwerpunkt bildet. Darüber hinaus geht es u.a. um den Umgang mit den SDGs in autoritären Regimen und den Austausch von Studierenden aus China und Salzburg; die Bedeutung von Zahlen und Statistiken in Bezug auf globale Ungleichheiten und einen Einblick zur aktuellen Lage Österreichs und die Erfüllung der Ziele werden behandelt. Eine Lesung bietet einen literarischen Zugang.

Vom 5.-22. November 2019 gibt es zahlreiche Vorlesungen an verschiedenen Fachbereichen der Universität.

Das genaue Programm gibt es demnächst hier.

Bischof Erwin Kräutler mit neuem Buch in Salzburg | Vergabe des Erwin Kräutler-Preises 2019

Die riesigen Brände im Regenwald Amazoniens in diesem Sommer zeigen, wie problematisch die agroindustrielle Zerstörung der Natur durch Monkulturen ist. Am Mittwoch, 2. Oktober 2019, ist Erwin Kräutler, em. Bischof von Xingu in Brasilien, zu Gast im Saal der Salzburger Nachrichten, wo er sein gemeinsam mit Josef Bruckmoser verfasstes neues Buch präsentieren wird. Er wird auf die dramatische Lage der Indios in den durch die Regnwaldbrände zerstörten Gebieten eingehen. Die Fotos zum Buch hat Wolfgang Heindl von Sei so frei beigesteuert. Beginn:  19.00 Uhr Anmeldung erforderlich.

Am 8. Oktober 2019 wird der Erwin Kräutler Preis 2019 an den aus Nordnigeria stammenden Priester und Theologen Gideon Pwakim vergeben.
Ort: Hörsaal 101 der Katholisch-Theologischen Fakultät der Paris Lodron-Universität
Salzburg. Mehr dazu im Link.

Bischof Erwin Kräutler wird im Anschluss an den Salzburg-Besuch nach Rom zur Amazonien-Synode reisen. Bei dieser Synode stellen Vertreter/innen (der Kath. Kirche) des 9 Staaten umfassenden Amazoniens vom 6.10.-26.10.  diese besondere Region mit ihren besonderen Herausforderungen in den Mittelpunkt.

Direkt nach der Synode kommt ein weiterer Projektpartner nach Salzburg:  Dom Roque Paloschi (Erzbischof von Porto Velho, Rondonia/Brasilien – wo die Brände am schlimmsten gewütet haben). Er ist Nachfolger Bischof Kräutlers beim Rat für die indigenen Völker der brasilianischen Bischofskonferenz (Cimi) – einer der wichtigsten Einrichtungen Brasiliens (bzw. nach der Entmachtung der FUNAI wahrscheinlich überhaupt die wichtigste Einrichtung). Er wird mit anderen (z.B. Prof. Paulo Suess) vom 30.10.-31.10. bei einer „Nachsynodalen Tagung“ in St. Virgil sein.

Herzliche Einladung. Infos und Anmeldung

OEAD – Österreichischer Austauschdienst Preis für Entwicklungsforschung

Der Österreichische Preis für Entwicklungsforschung besteht aus einem Haupt- und einem Nachwuchspreis und wird vom Österreichischen Austauschdienst (OeAD) aus den Mitteln des Bundesministeriums für Bildung, Wissenschaft und Forschung (BMBWF) an wissenschaftlich tätige Personen bzw. Institutionen verliehen, die eine besondere Leistung in Bezug auf Forschung für Entwicklung erbracht haben (Publikationen, Projekte und Initiativen).

Von 24.04. – 11.09.2019 können Nominierungen für den Hauptpreis angemeldet oder Artikel für den Nachwuchspreis eingereicht werden.

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Ringvorlesung an der Universität Salzburg zum Thema „Die Welt retten? Ein kritisch-interdisziplinärer Blick auf die Sustainable Development Goals“.

Im Wintersemester 2019 gibt es eine Ringvorlesung an der Universität Salzburg zum Thema „Die Welt retten? Ein kritisch-interdisziplinärer Blick auf die Sustainable Development Goals (SDGs)“. Die Vorlesungsreihe findet wöchentlich am Donnerstag ab 17.15 im Unipark Nonntal statt. 13 spannende Vorträge stehen am Programm. Hier eine Auswahl: Gestartet wird am 10. Oktober 2019 mit einem Vortrag von Andreas Exner von der Universität Innsbruck mit einer Einführung in die SDGs.  Am 17. Oktober ist die renommierte Klimawissenschaftlerin Helga Kromp-Kolb zu Gast, sie fragt nach der Rolle der Universitäten im Kontext von Klimaschutz (SDG 4). Am 24. Oktober spricht Meike Bukowski von der Universität Salzburg über „Armut in Österreich“ zu SDG 1 („Armut überwinden“), am 31. Oktober Markus Meister vom Welthaus Graz über SDG 2 („Hunger überwinden“).

Am 7. November geht  es um „nachhaltige Produktion und Konsum“ (SDG 12) mit Matthias Haberl von Südwind, am 14. November informiert Karin Kuranda über SDG Watch Austria. Am 12. Dezember referiert  Hans Holzinger von der Robert-Jungk-Bibliothek zu „Nachhaltiges Wirtschaftswachstum – eine Quadratur des Kreises?“, in dem er sich speziell mit SDG 8 „Menschenwürdige Arbeit und nachhaltiges Wirtschaftswachstum“ auseinandersetzt. Am 19. Dezember geht es um SDG 13 „Klima“: Gabi Spilker und Isabelle Uhl-Hädicke sprechen über Barrieren für wirksamen Klimaschutz. Den Abschluss bildet die Vorlesung am 16. Jänner 2020 mit Franz Gmainer-Pranzl, Universität Salzburg, und Barbara Schellhammer, Hochschule für Philosophie, München, zum Thema „Perspektiven einer friedlichen, inklusiven und gerechten Welt“.

Jeweils Donnerstag, 17.15 – 18.45, Unipark Nonntal, HS E.002. Freier Zutritt auch für Nicht-Studierende. Kooperationspartner sind Südwind Salzburg und KommEnt. Mehr

Programm zum Download

Ausschreibung: Stipendienprogramm für Eine Welt

Im Rahmen des AAI-Stipendienprogrammes werden Master- und PhD-Studierende aus Entwicklungsländern mit Teilstipendien unterstützt. Voraussetzung für die Förderung ist eine entwicklungspolitisch relevante Schwerpunktsetzung im Studium bzw. im Rahmen der Abschlussarbeit. Bitte um Weiterleitung an interessierte Studierende. Die Bewerbungsfrist endet am 31. Juli 2019.

Weitere Details zum Stipendienprogramm finden Sie hier.

 

„Konsumkritischer Spaziergang“ von Salzburger NGOs als Highlight der Österreichischen Aktionstage Nachhaltigkeit ausgezeichnet

Ein konsumkritischer Stadtspaziergang ist ein informativer und interaktiver Rundgang durch Salzburg, der fairen und nachhaltigen Konsum in den Mittelpunkt stellt. Anhand von verschiedenen Stationen erfahren die TeilnehmerInnen mehr über die Produktionsschritte von Waren und wo man in Salzburg ‚anders‘ essen, einkaufen und ‚selber machen‘ kann. Die konsumkritischen Spaziergänge werden von Südwind Salzburg, Afroasiatisches Institut und Intersol organisiert. Das Projekt wurde als Highligt 2019 der Österreichischen Aktionstage ausgezeichnet. Wir gratulieren herzlich! mehr

Global Citizenship Education – Politische Bildung für die Weltgesellschaft | Neuer Lehrgang startet

Global Citizenship Education (GCED) ist – kurz gefasst – Politische Bildung, die den Erfordernissen einer sich globalisierenden Welt Rechnung trägt. Ausgangspunkt ist nicht mehr der „methodische Nationalismus“, der Politik aus der Sicht des Nationalstaats betrachtet, sondern die weltbürgerliche Sicht. Dabei geht es besonders darum, die komplexen Zusammenhänge zwischen dem Lokalen, dem Nationalen und dem Globalen zu erkennen und zu berücksichtigen.

GCED setzt sich zum Ziel, Lernende mit Fragen der globalen Gerechtigkeit, einer nachhaltigen Wirtschafts- und Lebensweise sowie eines friedlichen Zusammenlebens in Gleichberechtigung zu befassen und sie zu einer lösungsorientierten wissenschaftlichen Auseinandersetzung damit zu befähigen. GCED ist ein konstitutiver Bestandteil der Bildungsaufgaben innerhalb der Sustainable Development Goals (SDGs), der Nachhaltigen Entwicklungsziele der UNO.

Der Universitätslehrgang (ULG) der Alpen-Adria-Universität Klagenfurt findet in Kooperation mit KommEnt und Pädagogischer Hochschule Kärnten statt und wird durch das BMFWF und ADA gefördert. Der ULG bietet im Sinne eines „Train the Trainer“-Programmes eine theoriebasierte Weiterbildung zu Global Citizenship Education (GCED) mit Master-Abschluss. mehr

Projekte in 15 Ländern gefördert | Schwerpunkt Syrien | Bildungsarbeit im Inland ebenfalls wichtig

Das Land Salzburg hat 2019 seine Mittel für Entwicklungszusammenarbeit auf eine Million Euro erhöht, was einer Verdreifachung gegenüber 2018 entspricht. Dies schlug sich auch in der Anzahl der eingereichten Projekte wieder. 43 Projektansuchen – so viele wie nie zuvor – hatte der Entwicklungspolitische Beirat in seiner Sitzung am 18. März 2019 zu begutachten. 33 Projekte wurden nach ausführlicher Beratung dem Land Salzburg zur Förderung vorgeschlagen: 21 Auslandsprojekte in insgesamt 15 Ländern und 10 Inlandsprojekte zur Förderung von Bewusstseinsbildung und Globalem Lernen. Zudem wurden Mittel für die Evaluierung der Regionalkooperation mit San Vicente sowie für das Jubiläum 25 Jahre Regionalkooperationen reserviert.

Das Schwerpunktprojekt 2019 mit 500.000 € wurde vom Land Salzburg an das Rote Kreuz für ein Trinkwasseraufbereitungsprojekt nahe Damaskus in Syrien  vergeben. Die Regionalkooperationen mit Singida in Tansania und San Vicente in El Salvador erhielten jeweils 70.000 €. Diese drei Ländern führen die Vergabestatistik an (s. Grafik).

Die geförderten Projekte und die Höhe der Projektsumme sind hier einzusehen. 

Die Vereine, die bisher Projektförderungen des Landes erhalten haben, finden Sie hier.

Antragsrekord bei Entwicklungszusammenarbeit | Schwerpunkt Syrien

(LK) Die Landesregierung hat heuer das Budget für die Entwicklungszusammenarbeit auf eine Million Euro verdreifacht. 500.000 Euro davon sichern die Trinkwasserversorgung für 30.000 Menschen in der Nähe von Damaskus in Syrien. Welche Projekte mit der restlichen Summe gefördert werden, entscheidet sich demnächst. 42 Anträge sind eingelangt, fast doppelt so viele wie 2018.

„Ich freue mich besonders darüber, dass die Zahl der Einreichungen so stark gestiegen ist. Das zeigt, wie viele Initiativen es bereits in Salzburg gibt und wie dringend das Geld gebraucht wird“, betont Landesrätin Andrea Klambauer. Die halbe Million Euro für das Syrien-Projekt kommt über eine bereits erfolgte öffentliche Ausschreibung des Entwicklungspolitischen Beirats zur Vergabe. Bis Ende März ist mit einer Entscheidung über die restliche Zuteilung des Jahres 2019 zu rechnen.

Foto: v.l. Anton Holzer (Rotes Kreuz), LH Wilfried Haslauer, Sabine Kornberger-Scheuch (Rotes Kreuz), LR Andrea Klambauer, Amelie Höring (Entwicklungspolitischer Beirat) und Saleh Kaddura. Foto: Land Salzburg Franz Neumayr 21.2.2019

Salzburger Landeskorrespondenz, 18.03.2019
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