INTERSOL-Vorträge

hanseder Dr. Hans Eder, Intersol

Solidarität bewegt: EU-Solartechnologie, Armutsbekämpfung und innovative Nord-Süd-Solidarität in Bolivien.
Lokalaugenschein: bolivianisches Altiplano. eine weitreichende Hochebene, so gross wie Großbritanien. Die  wirtschaftliche, soziale, politische Lage der Landbevölkerung (Urus, Aymaras) ist trotz der Regierung Morales sehr unbefriedigend, von materielle Armut gekennzeichnet. Aber auch von Menschen mit sehr viel Wissen und Weisheiten. Ihr Potenzial ist enorm – und: schließlich kommen von dort unsere „Erchtling“ (Erdäpfel). Mit dem systematischen Einsatz von Solartechnologie, sind massive Verbesserungen im den Bereichen: Energie, Umwelt, Soziales, Kultur, Politik, Wirtschaft möglich. Das hat der Complejo Solar Oruro (INTERSOL ist Mitinitiator und Mit-Träger dieses Vereins) eindrucksvoll bewiesen. V.a. auch weil es möglich ist von der Landesregierung, Solidaritätsgruppen, Gemeinden und Betrieben einige Förderungen zu bekommen – und: weil sehr engagierte Zivilersatzdiener mit den bolivianischen Kolleginnen sehr gut zusammenarbeiten.

Bergbau abc: Der bolivianische  Bergbau, Konzerne, unsere verzinkten Autos, Balkone und Stadien
Wer kennt schon die Zink-Kette? Wahrscheinlich nur die letzten Glieder: Verzinkereien und verzinkte Autos (…). Die intellektuelle Redlichkeit legt nahe, uns mit den Anfangs-gliedern zu beschäftigen. Damit mit den Arbeits- und Lebensbedingungen der Bergleute, z.B. am und im Cerro Rico („Reicher Berg“) von Potosi, Bolivien. Die Lebenserwartung: 35 Jahre; 80% der ca. 15.000 Arbeiter sind unversichert. Die Witwen mit ihren Kinder in ausgesprochen prekären Lebensverhältnissen lebend. Das ist unakzeptabel und ein Skandal! INTERSOL sucht mit der bolivianischen Partnerorganisation MUSOL nicht nur die Not zu lindern, sondern mit den Frauen Widerstand und neue Lebensperspektiven zu fördern. Damit sind auch Studentinnen und spez. Fachkräfte aus Österreich im Einsatz. Die Veranstaltungen dienen auch dazu: die div. Fördermaßnahmen zu erläutern und zur Solidarität zu motivieren.

David gegen Goliath. Kampf gegen Gentechnik in Bolivien und wie du dich daran beteiligen kannst.
1,3 Mio. Ha gentechnisch verändertes Soya in Bolivien! – Wo liegt das Problem – für uns? Was in Bolivien an Gen-Soya  erzeugt wird, landet über kurz oder lang grossteils in den Sau-mägen der Massentierhalter in Europa (v.a. 200 km rd. um Rotterdam) – und damit als Fleisch/Wurst in unseren Supermarktregalen und in unseren Mägen. Dafür sorgt allein Hr. Tönnjes von Schalke 04: der im Jahr ca. 15 Mio Schweine verarbeitet. Die Situation ist klar: Die Kette beginnt in Bolivien – auch der Profit der Konzerne Monsanta, der Grossgrundbesitzer, der internationalen Banken, Transportunternehmer. Wer verliert dort: die Menschen die verdrängt werden (statt: Reis, Mais, Bohnen verlangt der Weltmarkt: Soya) , die Umwelt, die BioDiversität, der Boden, die Mutter Erde. Deshalb haben wir – INTERSOL – uns dem Kampf für die „Semilla Nativa“ (das regionale Saatgut, Artenvielfalt) angeschlossen. und laden zur Solidarität mit uns und unseren bolivianischen Partnern  (Probioma, Frauenorganisationen, Gemeinden) ein.

Regionalkooperation Salzburg – San Vicente/ El Salvador: Beispiel für innovative solidarische Nord-Süd-Zusammenarbeit. Fokus: Biolandbau, Wasserwirtschaft
Die Regionalkooperation Salzburg – San Vicente/El Salvador ist eine der innovativsten und erfolgreichsten Nord-Süd-Kooperationsformen in Salzburg und Österreich. Die Erweiterung durch die Zusammenarbeit mit den Gemeinden der Osterhorngruppe wird dem weitere Impulse verliehen.  Die inhaltlichen Schwerpunkte beziehen sich v.a. auf den Bereiche: Ökologisierung der Landwirtschaft/ BioLandbau/ Permakultur und Wasserwirtschaft (Quellfassungen, Wasserreinigungssysteme) – aber auch: Bildung, Ausbildung, Gesundheit und Politik. Unsere (Träger: INTERSOL) Beiträge beziehen sich auf: konzeptuelle Mitarbeit, finanzielle Beiträge (v.a. Land Salzburg/ Gemeinden), Personaleinsätze (Studis, Zivis, spez. Fachkräfte) und Stärkung der systematischen Zusammenarbeit auf der technischen bis politischen Ebene. Dabei bleibt noch vieles zu tun… heisst: die Regkoop ist ein offenes System für partizipative Mitarbeit in den o.e. Bereichen. – Auch technische Expertisen sind gefragt – desgleichen gilt die Einladung, sich an Fachdelegationen zu beteiligen.

Referenten: Dr. Hans Eder, Direktor von INTERSOL, Universitätslektor, zahlreiche Aufenthalte in den Partnerländern von INTERSOL, Mitglied des Entwicklungspolitischen Beirats der Salzburger Landesregierung [alle Themen]; Mathias Wetzelhütter, Mitarbeiter von INTERSOL [David gegen Goliath], Heinz Bayer [Regionalpartnerschaft]
Zielgruppen: Erwachsenenbildung, Gemeinden, Schulen
Dauer: 2 Stunden
Informationen und Buchung: hans.eder@intersol.at

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