.Wir kennen die Berichte aus den Medien über die Zuspitzung der Pandemie in Indien. Angesichts der stark steigenden Infektionszahlen, denen eine vergleichsweise schlechte medizinische Versorgung gegenübersteht, kann man ermessen, wer einmal mehr die Leidtragenden sind. – Natürlich die, die immer schon vergessen wurden, so Claudia Vilanek im aktuellen Newsletter von Little Flower, eine Hilfsorganisation aus Salzburg, die auch vom Land Salzburg unterstützt wird.
„Die Berichte in den Medien sind für uns Menschen ohne Namen. In Little Flower bekommen die vielen für mich Namen und Gesichter, ich kenne ihre Geschichten, die Familien, ihre Freuden und ihr Leiden seit mehr als 30 Jahren“, so Vilanek weiter. Sie zitiert einen Bericht ihres Projektpartners Shiv Shanker den wir hier gerne wieder geben:
„…Ich leide seit Tagen an hohem Fieber und körperlichen Schmerzen, 80% der Dorfbevölkerung leidet an diesem Fieber, und viele davon haben sich mit Corona infiziert. Einige sind sehr krank, brauchen Sauerstoff und werden im Krankenhaus behandelt. Jeder Tag Spitalsaufenthalt kostet 9000 INR/ca. 100,00€, eine Summe, die sich keine Familie von uns leisten kann.
In den Nachrichten hören wir die täglich steigenden Zahlen an Corona Infizierten in Indien. Ärzte und Pflegepersonal weinen vor den Regierungsbeamten und betteln um Medizin und Sauerstoff, es sind erschütternde Bilder, die Situation in unserem Land ist wirklich sehr, sehr schwierig für alle von uns!
Viele Colleges haben wieder geschlossen und unsere Studenten und Studentinnen kommen wieder nach Hause. Auch sie bräuchten dringend einen Test, denn einige haben hohes Fieber.“
Covid-19 hat auch Tansania erreicht. Die Vorhersagen, dass Afrika härter als alle anderen getroffen werden wird, haben sich zum Glück nicht erfüllt. Was in Singida passiert ist, wie es den Kindern geht und wie in den Dörfern damit umgegangen wird, erfahren Sie in der aktuellen Ausgabe der Singida News.
„Am 19. März wurden sämtlicher Unterricht und Prüfungen abgesagt, zuerst bis Ende April, nun bis auf weiteres verlängert. Unser Freund Jay Prakash Pal, Schulleiter in Kathmandu, meint, dass frühestens im September wieder Präsenzunterricht erlaubt sein wird. Am 24. März trat der nationale Lockdown in Kraft, mit strengen Beschränkungen jeglichen Personenverkehrs. Wir wissen immerhin, dass alle unsere Kinder und Jugendlichen bei ihren Familien und wohlauf sind. In den letzten Tagen sind die Ansteckungszahlen massiv in die Höhe gegangen; heute am 1.6. steht Nepal bei 1,811 bestätigten Infizierten (neue Fälle heute: 239, Tote bisher: 8). Interessant ist die Alterszusammensetzung der Infizierten: ca. 40% gehören zur Altersgruppe 20-30 Jahre, über 50 Jahre alt sind nur ca. 5% der Infizierten. Das dürfte, ebenso wie die bisher geringe Mortalität, mit der sehr jungen Bevölkerung Nepals zusammenhängen.“