„Wenn viele geben, wird Unglaubliches möglich“ | Verein Little Flower unterstützt Leprakranke und ihre Familien in Indien

„Wenn viele geben, wird Unglaubliches möglich“ – mit diesen Worten bedanken sich Claudia Wilanek und Waltraud Martius namens des Vorstands des Vereins „Little Flower“ für großzügige Spenden. Einem Aufruf folgend wurden innerhalb eines Monats 21.200,00 € an Corona – Hilfe für die Leprakranken und ihre Familien in Indien gespendet. „Wir konnten damit vieles bewirken und den dringlichsten Bedarf an Grundnahrungsmittel und Hygienemaßnahmen in den Dörfern abdecken. Die Bilder, die mich aus den Kolonien erreichen, sind wirklich erschütternd. Kaum zu glauben, dass es heute noch Menschen geben muss, die in so viel Armut und verlassen von der Welt leben müssen.“ So die beiden im einem Dankesschreiben. Die Aktivitäten des Vereins „Little Flower“ werden auch vom Land Salzburg unterstützt.

Mehr zur Arbeit von Little Flower gibt es auf Videos: https://youtu.be/hg2X8V_G72k und https://youtu.be/k-Zyv2iyXtU).
Foto: Verein Little Flower

Kaufen ohne Ende? Konsumkritische Stadtspaziergänge | Nächste Ausgabe am 25. Juni, 15-17 Uhr

Ein konsumkritischer Stadtspaziergang ist ein informativer und interaktiver Rundgang durch Salzburg, der fairen und nachhaltigen Konsum in den Mittelpunkt stellt. Anhand von verschiedenen Stationen erfahren die Teilnehmer*innen mehr über die Produktionsschritte von Waren und wo man in Salzburg „anders“ essen, einkaufen und „selber machen“ kann.


Themen: Elektronik, Macht der Konzerne & Fleischkonsum, Bekleidung, Fairer Handel 

Treffpunkt: ARGEkultur, Ulrike-Gschwandtner-Straße 5 (vorm Eingang), Ende: Weltladen Linzergasse

Dauer: ca. 2 Stunden. Kostenlos!
Anmeldung erforderlich: 0662/841413-­13, office@aai­salzburg.at

Für die Teilnahme ist die 3G-Regel und der 1m-Abstand einzuhalten

Veranstaltet vom Afro-Asiatischen Institut Salzburg, A3W, INTERSOL, Referat für Weltkirche, Südwind;

In Kooperation mit: EZA Fairer Handel

Erster Zwischenbericht: Integrierte Gemeindeentwicklung in Borana, Äthiopien

Eines der Projekte des Länderschwerpunkts „Äthiopien“ der Salzburger Entwicklungszusammenarbeit wird von der „Sei so frei“ und „SCORE“ umgesetzt. Nun gibt es einen ersten Zwischenbericht des Vorhabens „Integrierte Gem4eindeentwicklung in Borana“. Hier die deutschsprachige Kurzfassung:

„Das Projekt ging am 1. Juli 2020 inmitten der ersten Welle der COVID19 Pandemie in die Umsetzung. Von den kriegerischen Unruhen in der nördlichen Provinz Tigray, über die auch in Österreich in den Medien richtet wurde, ist das Projekt nicht betroffen. Der Projektpartner SCORE hatte im Borana Distrikt in den Jahren zuvor bereits Vorarbeiten geleistet. So wurden in den Bezirken Yabello, Dubluq, Gomole, Elwaye und Dillo erfolgreich zwei Nothilfeprojekte zu Bekämpfung der Dürre durchgeführt. Diese Projekte verfolgten hauptsächlich „Cash-for-Work“ Aktivitäten
zur Sanierung von Weideland und von Dämmen.

Aufbauend auf diese Nothilfeprojekte geht SCORE nun zunehmend zu langfristigen Entwicklungsmaßnahmen über – das gegenständliche Projekt, das vom Land Salzburg und von SEI SO FREI Salzburg finanziert wird, ist eine solche langfristige Maßnahme. Die Hauptkomponenten des Projekts zielen auf die Erhöhung des Familieneinkommens, die
Verbesserung der gemeindebasierten Gesundheitsversorgung, die Erweiterung der Bildungsmöglichkeiten und die Verbesserung von Stabilität und Sicherheit durch friedensstiftende Maßnahmen ab.

Das Projekt begann am 1. Juli 2020 in Äthiopien während des ersten Lockdowns. Alle Aktivitäten mussten rasch an die COVID19 Realität angepasst werden – so konnte nur mit kleinen Gruppen gearbeitet werden, große Meetings und Veranstaltungen konnten nicht stattfinden, weiters konnte die unter Resultat 2 geplanten Aktivitäten nicht umgesetzt werden. In den ersten sechs Monaten wurde das Projektteam rekrutiert, die Dorfgemeinschaften über die Projektinhalte informiert und die Daten aktualisiert. Weiters wurden erste Gruppen und Kooperativen aufgebaut und erste Maßnahmen umgesetzt:

Resultat 1: Reduktion der Armut durch Erhöhung des Familieneinkommens in 1.170 Haushalten 59 von geplanten 200 Haushalten wurden in Gruppen organisiert und 20 Zuchtbullen bereitgestellt. In der Ziegenzucht wurden einer Pilotgruppe von 15 Frauen 30 Ziegen zur Verfügung gestellt. Aufbauend auf diese Pilotgruppen werden die Aktivitäten sukzessive ausgeweitet.

Resultat 2: 2.400 Kinder an 4 Schulen und 150 Erwachsene haben Zugang zu qualitätsvoller Bildung Im Rahmen dieses Resultates wurde vorbereitente Erhebungen und Abstimmungen mit den Schulen vorgenommen. Aufgrund der durchgängigen Schulschließungen konnten die Maßnahmen bislang nicht umgesetzt werden.

Resultat 3: Verbesserte Gesundheitsversorgung von 2.500 Haushalte durch Zugang zu präventiven und kurativen Gesundheitsdiensten sowie Gewährleistung der Wasserversorgung für 125 Haushalte. Hier wurden neben der Aktualisierung der Bedarfsermittlung zur Renovierung von fünf Gesundheitsposten eine Bewusstseinsbildungskampagnen („Open Defactation Free“) zur Sensibilisierung der Bevölkerung zu Hygienemaßnahmen in zwei Gemeinden des Bezirks Dillo, nämlich in Bilala und Kancharo, durchgeführt.

Resultat 4: Die Häufigkeit von Konflikten nimmt ab und das friedliche Zusammenleben zwischen Dorfgemeinschaften wird gestärkt Im Rahmen der Komponente Friedensbildung und Förderung der Koexistenz wurde ein Forum zur Konfliktbeilegung zwischen zwei verfeindeten Gruppen im Grenzgebiet zwischen Äthiopien und Kenia
eingerichtet. Darüber hinaus nahmen insgesamt 2.500 Menschen an „Community Conversations“ teil. Im Rahmen dieser Maßnahme wurden auch Schilder und Plakate mit Friedensbotschaften aufgestellt.“

Rückfragen gerne an Wolfgang Heindl.

„Eine Erde für uns alle. Gaisberg 1287 Klimasschutz-Challenge“ | Angebot an Schulen, Bildungsprojekte einzureichen

„Eine Erde für uns alle“ -unter diesem Motto wurde vor kurzem die Aktion „Gaisberg 1287 Klimaschutz-Callenge“ gestartet, die zu Klimaschutzaktivitäten und globaler Solidarität im Schuljahr 2021/22 aufruft. Den Start machte die Private Mittelschule Goldenstein, die ein Semester lang zum Thema gearbeitet hat und am 29. Juni die Aktion mit ihrer „Gaisbergwanderung“ eröffnet. Hier einige Projektergebnisse.

Wir laden Schulen ein, sich an der Aktion zu beteiligen. Möglich sind Workshops mit Südwind zu Nord-Süd-Themen und/oder Klimabündnis Salzburg zu Klimagerechtigkeit sowie ein Workshop mit dem Initiator der Aktion Willi Schwarzenbacher,  Arzt und Betreuer der Streuwiesen am Gaisberg, in der Schule zum Thema  „Wie geht demokratische Mitbestimmung?“ z. B. Anfrage, Brief an politische Funktionsträger, Demonstration, Klimaklage, oder im Rahmen einer Wanderung auf den Gaisberg zu Wiederaufforstung u.a. Hans Holzinger von der Robert Jungk-Bibliothek steht für einen Vortrag „Zero Emission. Wie wir die Klimawende schaffen und wer was hierfür zu tun hat“ zur Verfügung. Teil des Unterrichtsprojekts könnten Benefizaktionen für  ein Wiederaufforstungsprojekt in Äthiopien von Menschen für Menschen sowie für das Projekt Kindern eine Chance in Uganda sein. Mehr dazu weiß auch Willi Schwarzenbacher. 

Wir schlagen vor, dass sich Schulen bzw. Schulklassen ein Projektmenü aus den Angeboten zusammenstellen. Kontaktaufnahme jeweils über den Link. Möglich sind auch Exkursionen etwa zu Ernährung (Biobauern), Kreislaufwirtschaft (Siggerwiesen) oder Mobilität (z. B. Mooncity) Interessierte Schulen können für die Finanzierung der Workshops um Förderung beim Entwicklungspolitischen Beirat des Landes ansuchen. Einreichfrist für Herbst 2021 ist der 30. August 2021, für Frühjahr 2022 der 28. Februar 2022. Hier geht es zur Einreichung.

Förderung des Landes für Entwicklungszusammenarbeit 2021 | Ergebnisse des ersten Call

In der Sitzung am 22. März 2021 hat der Entwicklungspolitische Beirat der Salzburger Landesregierung über die eingebrachten Förderanträge für 2021 beraten. 30 der insgesamt 32 Anträge wurden als förderungswürdig empfunden und dem Land Salzburg zu Unterstützung empfohlen. Per Umlaufbeschluss wurde ein weiteres Projekt in Nepal zur Förderung empfohlen. Die Liste der geförderten Projekte findet man hier. 23 der empfohlenen Projekte beziehen sich auf Maßnahmen der Entwicklungszusammenarbeit, 6 Anträge auf entwicklungspolitische Bildungsarbeit in Salzburg, zwei auf die Vergabe von Stipendien. Mit der von Landesrätin Andrea Klambauer mittlerweile gutgeheißenen Empfehlung des Beirats konnten insgesamt an die 700.000 Euro an Mitteln vergeben werden. Darunter die beiden Regionalpartnerschaften Salzburgs mit Singida (Tansania) und San Vincente (El Salvador). Für den Länderschwerpunkt Äthiopien wurden vorerst zwei eingereichte Projekte genehmigt, über ein weiteres Projekt wird in der nächsten Sitzung des Beirats am 17. Juni 2021 beraten.

In einem zweiten Call für Inlandsarbeit können weitere Einreichungen erfolgen. Frist ist der 30. August 2021. Diese werden in der Sitzung des Beirats am 23. September beraten. Insbesondere laden wir auch Salzburg Schulen ein, Projekte einzureichen. Hier geht es zur Einreichung.

Ausstellung Made in Africa & Podiumsgespräch

Vom Laufschuh Enda aus Kenia zum Mara Phone aus Ruanda, von den farbenfrohen Afrisocks aus Ghana zum stylischen Modelabel Butterpudding aus Südafrika – Produkte aus unserem Nachbarkontinent machen immer häufiger von sich reden.

Dennoch liegt Afrikas Anteil am Welthandel immer noch bei marginalen zwei Prozent. Afrikanische Politiker*innen setzen daher ihre Hoffnung auf die Afrikanische Kontinentale Freihandelszone (AfCFTA), die mit 54 Ländern als größter Handelsblock der Welt gilt. Durch den Abbau von Zöllen und anderen Handelshemmnissen soll vor allem der innerafrikanische Handel forciert werden.

Die Veranstaltungsreihe „Made in Africa“ rückt die europäischen Handelsbeziehungen mit Afrika ins Zentrum. In der Ausstellung werden ausschließlich in Afrika endgefertigte Produkte präsentiert. Begleitet wird die Produkt-Messe durch die informative Online-Kampagne: madeinafrica.at

Auf Wunsch wird eine kostenfreie Führung angeboten.
Donnerstag 17. bis Sonntag 20. Juni 2021, jew. 10-14 Uhr
Afro-Asiatisches Institut, Philharmonikergasse 2, 5020 Salzburg
Anmeldung an office@aai-salzburg.at oder 0662/841413-13

Rahmenprogramm: Online Podiumsdiskussion Made in Africa – Chancen und Herausforderungen für afrikanische Marken in Europa

Welche Chancen bietet “Made in Africa” für afrikanische Produzent*innen? Und: Welche Herausforderungen sind in den Handelsbeziehungen zwischen der EU und afrikanischen Ländern zu bewältigen? Das sind nur zwei Fragen, die wir mit Expert*innen in unserem Online Talk diskutieren möchten. Afrikas Anteil am Welthandel liegt immer noch bei marginalen zwei Prozent. Afrikanische Politiker*innen setzen daher ihre Hoffnung auf die Afrikanische Kontinentale Freihandelszone (AfCFTA), die mit 54 Ländern als größter Handelsblock der Welt gilt. Durch den Abbau von Zöllen und anderen Handelshemmnissen soll vor allem der innerafrikanische Handel forciert werden.

Die Veranstaltungsreihe „Made in Africa“ rückt die europäischen Handelsbeziehungen mit Afrika ins Zentrum. In der Podiumsdiskussion diskutieren Expert*innen aus Wirtschaft und Entwicklungspolitik.

Donnerstag, 17. Juni 2021, 19 Uhr, AAI-Online-Raum, www.aai.plus/webinar/
Gesprächspartner*innen: Rita Isiba (Moderation), Gunter Schall (ADA), Alexandra Ngandeu (Manuyoo GmbH), Adiam Emnay (Dubaruba), Paul Schreilechner (BioTan), Andrea Reitinger (EZA Fairer Handel GmbH)

In Kooperation mit: afrika.info, Dubaruba, EZA Fairer Handel GmbH, KIKOI, Manuyoo GmbH

Förderung von Schulprojekten zu Klimagerechtigkeit und Nord-Süd-Kooperationen

Über den Entwicklungspolitischen Beirat des Landes Salzburg werden auch Bildungsprojekte von Schulen gefördert. Wenn eine Schule ein passendes Unterrichtsprojekt oder eine Schulpartnerschaft mit einer Schule in einem Land des Globalen Südens durchführt, kann hier um Projektförderung eingereicht werden. Die Einreichung müsste für 2021 bis spätestens 15.9. erfolgen (für 2022 bis 28. 2.2022).

Um Förderung angesucht werden könnte auch für die Mitwirkung an der Aktion „Gaisberg 1287 Klimaschutz-Callenge„, die zu Klimaschutzaktivitäten im Schuljahr 2021/22 aufruft. Möglich wären Workshops mit Südwind Salzburg (Kontakt:  sonja.schachner@suedwind.at ) und/oder Klimabündnis Salzburg (Kontakt:  brigitte.drabeck@klimabuendnis.at) sowie ein Workshop  im Rahmen einer Wanderung auf den Gaisberg mit Willi Schwarzenbacher, Arzt und Betreuer der Streuwiesen am Gaisberg (Kontakt: willi.schwarzenbacher@gmail.com). Hans Holzinger von der Robert Jungk-Bibliothek steht für einen Vortrag „Zero Emission. Wie wir die Klimawende schaffen und wer was hierfür zu tun hat“ zur Verfügung  (Kontakt: hans.holzinger@jungk-bibliothek.org). Teil des Unterrichtsprojekts könnten Benefizaktionen für  ein Wiederaufforstungsprojekt in Äthiopien von Menschen für Menschen sowie für das Projekt Kindern eine Chance in Uganda sein.