FRAUENRECHTSAKTIVISTIN ILSE HANAK ERHÄLT SÜDWIND-AUSZEICHNUNG „DIE SEGLERIN“

Mit der Auszeichnung „Die Seglerin“ prämiert die Menschenrechtsorganisation Südwind herausragende Persönlichkeiten der Entwicklungszusammenarbeit und ihr Engagement für eine bessere Welt. Der im Rahmen des Südwind Straßenfestes in Wien zum sechsten Mal verliehene Preis geht an Dr.in Ilse Hanak für ihr langjähriges Engagement  für Frauenrechte in Ländern des Globalen Südens. „Wir sind von Ilse Hanaks unermüdlichem Einsatz für die Menschenrechte und den globalen Dialog sehr beeindruckt. Es braucht Menschen wie sie, die Ungerechtigkeiten aufzeigen, Veränderung anstoßen und andere mobilisieren, sich für ein gutes Leben für alle stark zu machen“, sagte Lisa Kolb-Mzalouet, Obfrau von Südwind Wien bei der Preisverleihung.

Wir kennen Ilse Hanak seit vielen Jahren als politisch äußerst wache und engagierte Frau. Sie thematisiert Ungerechtigkeit, wo immer sie diese wahrnimmt, und mobilisiert zu Aktionen. So war sie kürzlich die treibende Kraft, um über WIDE weitere Organisationen zu erreichen und zu einer gemeinsamen Stellungnahme zu den frauenfeindlichen und rassistischen Sagern des (inzwischen suspendierten) Justiz-Sektionschefs Pilnacek in einem Chat über zwei weibliche Mitglieder des Verfassungsgerichts zu bewegen“, so WIDE-Koordinatorin Claudia Thallmayer bei der Preisverleihung.

Ilse Hanak zeigt sich erfreut über die Ehrung und ist überzeugt: „Wenn wir gesund und nachhaltig leben wollen, müssen wir alle Menschen auf der Welt mit ins Boot holen – gerade auch bei der Bekämpfung der heutigen Krisen!“

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Foto: Südwind

Karin Fischer: Die Welt von den Rändern her denken. Vortrag beim Katholischen Akademiker/innenverband 8.11.

Wir nehmen die Welt in der Regel so wahr, wie wir sie kennen. Globale Soziologie und kritische Entwicklungsforschung nehmen sich vor, das, was „an den Rändern“ gedacht und geforscht wird, ins Zentrum zu holen. Karin Fischer hat das Studium der Internationalen Entwicklung an der Universität Wien mitbegründet und war mehr als ein Jahrzehnt Obfrau des Mattersburger Kreises, der die Thematik „Globaler Süden/Globaler Norden“ an den Universitäten verankern will. Sie macht deutlich, dass monodisziplinäre, nationalstaatliche und eurozentrische Zugänge die Analyse gesellschaftlicher Entwicklungsprozesse behindern, und zeigt anhand konkreter Beispiele was es heißt, die Welt von den Rändern her zu denken.

Referentin: Mag. Dr. Karin Fischer, Leiterin des Arbeitsbereichs Globale Soziologie und Entwicklungsforschung am Institut für Soziologie, Johannes Kepler Universität Linz
Moderation: Univ.-Prof. DDr. Franz Gmainer-Pranzl

Termin: Montag, 8. Nov. 2021 | 19.30 Uhr
Ort: Hörsaal 107, Katholisch-Theologische Fakultät, Universität Salzburg, Universitätsplatz 7, Zugang über die Hofstallgasse und den Universitätsplatz

Anmeldung: Katholischer Akademiker/innenverband Salzburg, Tel. 0662 8047-7516, kav@bildungskirche.at

In Kooperation mit der Robert-Jungk-Bibliothek Salzburg

(Ein)Treten für Klima und fairen Handel | Biketour „Fit für 2050“ | Abschluss im Schloss Mirabell 16.9. 16.30

Zehn Tage ist die Seekirchnerin Karin Hörmanseder als Botschafterin für Klimaschutz und fairen Handel mit ihrem Lastenrad unterwegs. Auf verschiedenen Stationen baut sie die mitgeradelte Kaffeemaschine auf und motiviert Menschen, sich in Ihrer Gemeinde für Klimaschutz und Fairen Handel einzusetzen. Die 2. Biketour dieses Jahres führt Hörmanseder bis nach Krimml und wieder zurück in die Stadt Salzburg. Sie endet am 16. September am Robert-Jungk-Platz mit Infoständen von Partnerorganisationen der Biketour. Danach wird ins Schloss Mirabell geradelt, wo es eine Abschlussfeier mit LHStv. Heinrich Schellhorn und Bürgermeister Harald Preuner mit der Stadt Salzburg als „Faire Gemeinde“ gibt.  16.30 Uhr. Ihr seid alle herzlich eingeladen!  Mehr in dieser Presseaussendung

Anmeldung via Mail: karin.hoermanseder@biofairconnection.at

Wer ist und was macht die AG Globale Verantwortung?

Die Globale Verantwortung, Arbeitsgemeinschaft für Entwicklung und Humanitäre Hilfe, vertritt als Dachorganisation national und international die Interessen von 34 österreichischen Nichtregierungsorganisationen, die in den Bereichen Entwicklungszusammenarbeit, entwicklungspolitische Inlandsarbeit, Humanitäre Hilfe sowie nachhaltige globale wirtschaftliche, soziale und ökologische Entwicklung tätig sind.

Auf der Homepage findet man die Mitglieder, aktuelle Projekte und Stellungnahmen sowie einen Link zum informativen wöchentlichen Newsletter, der über Projekte, Veranstaltungen, Jobausschreibungen u.a.m. berichtet. Hier zu bestellen: https://www.globaleverantwortung.at/woechentlicher-newsletter

Mit Appellen tritt die AG Globale Verantwortung an die Öffentlichkeit sowie die politischen Entscheidungsträger:innen. Zuletzt wurde etwa ein Appell „Wir sind erst sicher, wenn alle sicher sind. COVID-19 global bekämpfen: Impfen“ an die österreichische Bundesregierung veröffentlicht.

Interessant ist auch die Projektlandkarte, die sämtliche aktuellen Projekte der Entwicklungszusammenarbeit der Mitgliedsorganisationen enthält.

Mit GofairSalzburg verfolgen wir das Ziel, die über 60 Initiativen der Entwicklungszusammenarbeit in Salzburg zu vernetzen.

Entwicklung wohin? Kontinuitäten unterbrechen – Nord-Süd verbinden – Neues verhandeln | 18. Entwicklungspolitische Hochschulwochen 8.-30.11

Vom 8.-30.11.2021 finden die 18. Entwicklungspolitischen Hochschulwochen in Salzburg statt. Diese bewährte Kooperation zwischen Südwind und der Universität lädt zu einer spannenden Veranstaltungsreihe unter dem Titel Entwicklung wohin? Kontinuitäten unterbrechen – Nord-Süd verbinden – Neues verhandeln ein. In Anbetracht aktueller Krisen diskutieren wir aus unterschiedlichen Perspektiven – sozial, kulturell, ökologisch, wirtschaftlich, politisch, richten den Blick richten auch auf den globalen Süden und führen einen Diskurs zu Alternativen – in Österreich und anderswo. Ein Vorgeschmack zu unseren Gästen: Boniface Mabanza (Literaturwissenschaftler, Philospoh, Theologe), Payal Arora (digitale Anthropologin), Michael Braungart (Mitbegründer von Cradle to Cradle), Nina Hansen (Sozial- und Kulturpsychologin).

Das umfangreiche und spannende Programm ist im Link aufzurufen.

Frauen in den Alpen & Frauen im Himalaya. Eine Ausstellung von Erika und Irmtraud Hubatschek

Das Bhutan-Netzwerk lädt zu einer Fotoausstellung im Lungau „Frauen in den Alpen & Frauen im Himalaya“ ein. 16.8.-27.8.2021 im Gemeindehaus in Tamsweg.

Was haben nun Frauen in den Alpen und Frauen im Himalaya gemeinsam? Vielleicht mehr, als man auf den ersten Blick glauben könnte…

Quer durch beide Kulturkreise – den katholisch geprägten alpinen und den buddhistisch geprägten des Himalaya – ziehen sich zeit- und ortsversetzte Parallelen, die gerade in der bildlichen Gegenüberstellung förmlich ins Auge springen.

Diese für Schloss Kuenburg neu zusammengestellte Ausstellung von Erika und Irmtraud Hubatschek, möchte durch das dreifache Überkreuzen von Orts-, Zeit- und Kulturachse den Blick schärfen für die bergbäuerliche Lebenswelt der Frauen hier in den Alpen und auf 3000 bis 5000m Höhe im Himalaya.

Die Bilder von Erika Hubatschek (1917-2010) sind alle zwischen 1939 und 1959 entstanden; diejenigen von Irmtraud Hubatschek (*1960) zwischen 1984 und 2016 im indischen Himalaya (Ladakh, Spiti, Kinnaur, Lahaul, Kangra), in Nepal (Langtang, Kali Gandaki und Dolpo) sowie in Tibet.

Appell an die Bundesregierung: Wir sind erst sicher, wenn alle sicher sind. COVID-19 global bekämpfen: Impfen

COVID-19 kennt keine Grenzen. Die Auswirkungen der Pandemie und der Lockdowns sind nicht nur bei uns dramatisch, sondern ganz besonders in Ländern des Globalen Südens. Ihnen fehlen oft die nötigen Ressourcen und Strukturen, um die Pandemie zu bekämpfen, ihre wirtschaftlichen und sozialen Folgen abzumildern sowie ihre BewohnerInnen zu impfen. COVID-19 zeigt bestehende soziale und wirtschaftliche Ungleichheiten nicht nur auf, sondern vergrößert sie. Während in vielen Ländern des Globalen Nordens bereits großflächig geimpft wird, ist dies in Ländern mit niedrigem oder mittlerem Einkommen nicht der Fall – mit der logischen Folge steigender Infektionszahlen, auch durch neue Mutationen. Wurden in der EU 50,17 Dosen pro 100 Personen verabreicht, sind es in Asien 19,25 und in Afrika gar nur 2,13 Dosen. Arme Länder, wie Äthiopien (1,44) und Mosambik (1,26) zählen zu den Schlusslichtern, im Jemen sind es lediglich 0,06 Dosen pro 100 Personen.1 Das ist nicht nur eine moralische Tragödie, sondern gesundheitlich und wirtschaftlich fahrlässig. Es gilt, diese Schieflage zu beenden.

In einem Appell der AG Globale Verantwortung wird die österreichische Bundesregierung aufgefordert, unter anderem umgehend zusätzliche 200 Mio. Euro zur Bekämpfung von COVID-19, insbesondere für Impfprogramme, zur Verfügung zu stellen.

1 Our World in Data (Stand 25.05.2021): COVID-19 vaccine doses administered per 100 people

„Wenn viele geben, wird Unglaubliches möglich“ | Verein Little Flower unterstützt Leprakranke und ihre Familien in Indien

„Wenn viele geben, wird Unglaubliches möglich“ – mit diesen Worten bedanken sich Claudia Wilanek und Waltraud Martius namens des Vorstands des Vereins „Little Flower“ für großzügige Spenden. Einem Aufruf folgend wurden innerhalb eines Monats 21.200,00 € an Corona – Hilfe für die Leprakranken und ihre Familien in Indien gespendet. „Wir konnten damit vieles bewirken und den dringlichsten Bedarf an Grundnahrungsmittel und Hygienemaßnahmen in den Dörfern abdecken. Die Bilder, die mich aus den Kolonien erreichen, sind wirklich erschütternd. Kaum zu glauben, dass es heute noch Menschen geben muss, die in so viel Armut und verlassen von der Welt leben müssen.“ So die beiden im einem Dankesschreiben. Die Aktivitäten des Vereins „Little Flower“ werden auch vom Land Salzburg unterstützt.

Mehr zur Arbeit von Little Flower gibt es auf Videos: https://youtu.be/hg2X8V_G72k und https://youtu.be/k-Zyv2iyXtU).
Foto: Verein Little Flower

Kaufen ohne Ende? Konsumkritische Stadtspaziergänge | Nächste Ausgabe am 25. Juni, 15-17 Uhr

Ein konsumkritischer Stadtspaziergang ist ein informativer und interaktiver Rundgang durch Salzburg, der fairen und nachhaltigen Konsum in den Mittelpunkt stellt. Anhand von verschiedenen Stationen erfahren die Teilnehmer*innen mehr über die Produktionsschritte von Waren und wo man in Salzburg „anders“ essen, einkaufen und „selber machen“ kann.


Themen: Elektronik, Macht der Konzerne & Fleischkonsum, Bekleidung, Fairer Handel 

Treffpunkt: ARGEkultur, Ulrike-Gschwandtner-Straße 5 (vorm Eingang), Ende: Weltladen Linzergasse

Dauer: ca. 2 Stunden. Kostenlos!
Anmeldung erforderlich: 0662/841413-­13, office@aai­salzburg.at

Für die Teilnahme ist die 3G-Regel und der 1m-Abstand einzuhalten

Veranstaltet vom Afro-Asiatischen Institut Salzburg, A3W, INTERSOL, Referat für Weltkirche, Südwind;

In Kooperation mit: EZA Fairer Handel