Salzburg und die afrikanische Stadt Singida liegen 6.200 Kilometer voneinander entfernt, trotzdem sind sie eng miteinander verbunden, denn seit über 30 Jahren gibt es eine Städtepartnerschaft. Ziel ist, die Dorfentwicklung und die Gesundheit der Menschen vor Ort zu fördern. Mehr dazu in diesem ORF-Beitrag
Die feierliche Einweihung von gleich drei von der ICO finanzierter Projekte in der Schule St. Vinzenz der Schwestern von Besançon in Baskinta im Libanongebirge am 18. Oktober war ein überaus freudiges und angesichts der so überaus schwierigen Lage im Land Hoffnung gebendes Ereignis. Oberin Sr. Marie Harika konnte zu diesem Anlass nicht nur ICO-Projektkoordinator Stefan Maier, sondern auch den österreichischen Botschafter im Libanon, Dr. René Paul Amry, sowie zahlreiche weitere Ehrengäste willkommen heißen. Die Feier begann mit einem fröhlichen Fest im Festsaal der Schule. Die Kinder hatten in den nur wenigen Tagen seit Schulbeginn ein bemerkenswertes Programm mit Tänzen, darunter natürlich auch der libanesische Nationaltanz Dabké, vorbereitet.
Stefan Maier und Botschafter Amry sprachen einige Worte, während namens des Ordens Sr. Pascal, die Provinzialin im Nahen Osten, der ICO und Österreich für die wertvolle Unterstützung dankte. Im Anschluss besuchten die Festgäste zunächst mehrere Klassen der Volksschule, die von der ICO mit neuen Schulmöbeln ausgestattet worden waren. Danach wurden die vollständig renovierte und erneuerte Schulbibliothek sowie der modernisierte Saal für den Naturkunde-Unterricht (Biologie, Physik und Chemie) eingeweiht und jeweils Gedenktafeln enthüllt. Auf dem Weg zum Speisesaal besichtigten die Gäste auch den von der ICO vollständig renovierten Kindergarten – dieses Projekt war bereits im vergangenen Dezember von Botschafter Amry eingeweiht worden. Den Abschluss der Feier bildete ein gemeinsames Mittagessen, das von den Schülerinnen und Schülern der Hotelfachschule zubereitet worden war. Für die neuen Schulmöbel für 6 Schulklassen wurde ein Betrag von 28.000 € zur Verfügung gestellt, während die Sanierung und Modernisierung der beiden Säle 28.540 € kostete. Dazu trug die überaus aktive Initiative „Zukunft für den Libanon“ aus der Pfarre Koppl/Salzburg 15.000 € bei, während die verbleibenden 13.540 € eine Kofinanzierung der Salzburger Landesregierung waren. Die ICO dankt allen Sponsoren sehr herzlich!
Neuigkeiten aus der Stadt und Region Singida von Stadträtin und Obfrau Martina Berthold und den ProgrammleiterInnen Andrea Rainer und Dieter Rachbauer bietet dieses Kamingespräch. In den letzten beiden Jahren ist viel passiert, vieles gelungen und manches wurde auf den Weg gebracht. Darüber wird an diesem Abend bei Brötchen und Getränken berichtet.
Äthiopien ist seit 2020 ein Schwerpunktland der Salzburger Entwicklungszusammenarbeit und gilt als wirtschaftlich aufstrebende Macht in der Region Ostafrika mit starken Wachstumsraten der Wirtschaft. Die Hauptstadt Addis Abeba zählt zu den größten Metropolen Afrikas. In dieser Veranstaltung beleuchten Experten und Expertinnen die aktuelle Lage in Äthiopien sowie die Bedingungen und Erfahrungen mit Entwicklungszusammenarbeit in diesem mit über 100 Millionen EinwohnerInnen bevölkerungsreichen Land. Danach werden die von Salzburg aktuell geförderten Projekte vor- und zur Diskussion gestellt. Eine Kooperation der JBZ mit dem Entwicklungspolitischen Beirat des Landes Salzburg. Wir freuen uns über / Deine Teilnahme!
Bildung die inspiriert, befreit und verändert. Paulo Freires Pädagogik heute in Schule, Erwachsenenbildung, Sozialarbeit und internationaler Solidarität
Paulo Freire, der Bildungsrevolutionär wird 100 Jahre alt. Das ist Grund genug für uns, dies gebührend zu würdigen.
Wir laden Sie herzlich ein, am 6. November von 10:00 – 18:30 in die Strubergasse 26, 5020 Salzburg zu kommen und mit uns spannende Vorträge und Diskussionen zu erleben.
Die Städtepartnerschaft zwischen Salzburg und Singida besteht seit 1984. Zehn Jahre später, 1994, wurden die Aktivitäten auf die Region Singida ausgedehnt. Seither besteht die Regionalkooperation Salzburg-Singida, die vom Land Salzburg gefördert wird. Vor kurzem ist der Tätigkeitsbericht 2020/21 erschienen, der allen Interessierten Infos über die aktuellen Projekte bietet.
Der Genderaspekt sowie die spezielle Förderung von Frauenprojekten gilt als ein wichtiges Kriterium des Entwicklungspolitischen Beirats der Salzburger Landesregierung in der Beurteilung von eingereichten Projekten. Warum dies wichtig ist und welche Gender-Erfahrungen es in der Entwicklungszusammenarbeit gibt, ist Thema dieser Projekte des Wandels-Veranstaltung mit Mag.a Gudrun Hagen und Mag.a Amelie Höring in Kooperation mit dem Entwicklungspolitischen Beirat des Landes. Die Veranstaltung dient der Würdigung der 25-jährigen Arbeit von Ekando Kumer und dessen Gründerin.
Vom 5-6. November findet die Bundestagung Globales Lernen“ 2021 statt. Im Zentrum stehen die SDGs 16 und 17. Mit „Globale Agenda 2030: Wo geht’s hier zum Frieden?“ wird der Blick einerseits auf aktuelle Fragen des Friedens gelenkt, z. B. mit Diskussionen zu Frieden und Nachhaltigkeit, wo mit Prof. Dr. Jürgen Scheffran ein Experte für Klimarisiken, Umweltmigration und Frieden. In einem weiteren Diskussionspanel steht das Thema Frieden, Frauen und Sicherheit im Mittelpunkt, engagierte Friedens- und Menschenrechtsaktivistinnen diskutieren über friedensbildende Maßnahmen, die Beteiligung von Frauen an Friedensprozessen und -projekten in Afghanistan, Palästina und Georgien.
Und nicht zuletzt geht es um die wichtige Rolle von Bildung. Dazu sprechen der renommierte Friedenspädagoge Dr. Uli Jäger von der Berghof-Foundation und Univ.Ass. Daniela Lehner vom Zentrum für Friedensforschung und Friedensbildung an der Universität Klagenfurt. Natürlich gibt es auch heuer praxisorientierte Workshops.
Das Land Salzburg unterstützt ein Kindergartenprojekt des Vereins Diamani Kouta im Senegal. Obfrau Eva Mück schreibt dazu im aktuellen Newsletter [Download hier]:
„Unser Herzensprojekt 2021– der Bau eines neuen, größeren Kindergartens für mindestens 280 Kinder, die dort auch täglich ein frisch gekochtes, nahrhaftes Essen, Obst, sauberes Wasser und medizinische Versorgung bekommen – wird bis zum Ende des Jahres abgeschlossen sein. Der alte Kindergarten von Kafountine ist in einem desolaten und viel zu kleinen Gebäude untergebracht. Wir haben zwar die dringendsten Reparaturen gemacht, aber nach wie vor fanden maximal 80 Kinder höchst beengten Platz – bei 23.000 Einwohnern! Der Besuch des Kindergartens ist jedoch Voraussetzung für den späteren Schulbesuch und Bildung ist die Voraussetzung für eine gelingende Zukunft im eigenen Land. Der Neubau war dringend erforderlich und deshalb sind wir glücklich über die großzügige Förderung des entwicklungspolitischen Beirates des Landes Salzburg, der Firma Biogena, XXX Lutz und privaten Spendern. Das Gebäude wird nach der Fertigstellung multifunktional genutzt werden – an den Nachmittagen wollen wir z.B. die Räume den Frauen der Region zur Verfügung stellen für berufsorientierte Ausbildung und Aufklärung. Wir freuen uns schon auf die Eröffnung, die im November geplant ist.“
Von Fair Trade Österreich und dem Land Salzburg wurde im Rahmen einer coronabedingt kleinen aber herzlichen Feier erst kürzlich die Ernennungsurkunde an Frau Vizebgm Judith Simmerstatter übergeben und SEEKIRCHEN damit zur FAIRTRADE-STADT ernannt.
Seekirchen ist damit offiziell in den weltweiten Kreis der Fair Trade-Gemeinden aufgenommen. Durch das Eintreten der Stadt für die Unterstützung von fairen Bedingungen und Entlohnung für produzierende Bauern- und Arbeiterfamilien wird ein Beitrag zur nachhaltigen Entwicklung in Entwicklungsländern geleistet werden. Die bereits seit einigen Jahren um Frau Susanne Nobis bestehende Aktionsgruppe wird sich darum bemühen, das Thema Fairtrade in Seekirchen mit Informationsarbeit und Bewusstseinsbildung weiter aufzubereiten. Zur Feier wurde von einer Klasse des BG Seekirchen eine „interaktive Karte“ erstellt, die alle Anlaufstellen zum Erwerb von fair gehandelten Waren in Seekirchen zeigt, wobei von den Schülerinnen/ Schüler ein überraschend großes Angebot präsentiert werden konnte. Es zeigte sich, dass sich nicht nur das Stadtamt und viele Bürgerinnen /Bürger sondern auch zahlreiche Betriebe, sei es im Warenangebot oder im eigenen Verbrauch mit Fairtrade befasst haben. In Statements zeigten Karin Hörmanseder von FAITRADE Österreich, Hans Holzinger, Entwicklungspolitischer Beitrat des Landes und Anton Wintersteller, EZA Wegbereiter, das Anliegen und die Möglichkeiten auf, etwas Konkretes im Alltag zu tun.
In der Ausstellung „Bittersüße Bohne“, die im Anschluss an die Präsentation im Stadtamt im Gymnasium Seekirchen gezeigt wird, wurde der Weg der Kaffee- und Kakaobohne vom Anbau bis zum Genuss mit den sozialen Aspekten des Anbaues und Handels gezeigt. Musikalisch wurde die Feier durch den jungen Musiker Florian Ausweger auf der Steirischen Ziehharmonika begleitet. Ein Fest des Dankes und der Ermutigung, die Welt etwas sozialer, ökologischer, gerechter zu gestalten: FAIRTRADE.