Antrittsbesuch des Entwicklungspolitischen Beirats bei LR Andrea Klambauer

In einem konstruktiven Gespräch informierten die Vorsitzenden des Entwicklungspolitischen Beirats der Salzburger Landesregierung Amelie Höring und Hans Holzinger sowie GF Franz Wasner die neue für Entwicklungszusammenarbeit zuständige Landesrätin Andrea Klambauer (NEOS) über die Arbeit des Beirats sowie das breite zivilgesellschaftliche Engagement, das es im Bereich Entwicklungszusammenarbeit in Salzburg gibt.

Betont wurde, dass mit den Regionalpartnerschaften zu San Vicente in El Salvador und Singida in Tansania seit vielen Jahren zwei Schwerpunktregionen gefördert werden, darüber hinaus aber auch die vielen zivilgesellschaftlichen Initiativen, die mit beträchtlichen Eigenmitteln Projekte fördern, unterstützt werden können. Hingewiesen wurde auch auf Salzburgs besondere Rolle im Bereich des fairen Handels sowie die Wichtigkeit von Bewusstseinsbildung, die durch verschiedene Vereine in Salzburg geleistet wird. Auch sie werden vom Land Salzburg gefördert. Über 60 EZA-Initiativen listet die Homepage GOFAIRSALZBURG mittlerweile auf.

Nicht zuletzt konnte erneut der Wunsch nach Erhöhung der EZA-Mittel durch die Landesregierung, wie im neuen Koalitionsvertrag vereinbart, angesprochen werden. Salzburg sollte wieder zu den anderen westlichen Bundesländern Tirol, Vorarlberg und Oberösterreich aufschließen. Die Verpflichtung auch der Länder und Gemeinden, zur Umsetzung der Sustainable Development Goals beizutragen, sollte dabei ein Ansporn sein.

LR Klambauer informierte darüber, dass ein erster Budgetvoranschlag vorliegt und dieser bis zum Herbst mit den einzelnen Ressorts abgestimmt werde. Ein am 27. Juni 2018 von den Grünen eingebrachter Landtagsantrag wurde dem Finanzausschuss zugewiesen, der im Herbst wieder tagen wird. Klambauer bekräftigte ihre Unterstützung für mehr EZA-Mittel, verwies aber zugleich darauf, dass ihr für den Bereich „Gesellschaft“ insgesamt nicht mehr Mittel zur Verfügung stünden. Wichtig sei daher auch, den größeren Regierungspartner ÖVP zu überzeugen.

In diesem Sinne ist bereits ein Gespräch mit Landeshauptmann Wilfried Haslauer vereinbart, das Anfang August stattfinden wird.

Regierungsübereinkommen verspricht Erhöhung der Mittel für Entwicklungszusammenarbeit

Salzburg ist in Bezug auf die Mittel für Entwicklungszusammenarbeit (EZA) vom einstigen Spitzenplatz ins Mittelfeld abgerutscht. Die Bundesländer Tirol, Vorarlberg und Oberösterreich berappen pro Kopf gerechnet ein Mehrfaches für  EZA wie Salzburg. Wir berichteten darüber. Die Gespräche des Entwicklungspolitischen Beirats mit VertreterInnen der Landtagsparteien vor der Landtagswahl dieses Frühjahr zeigten offensichtlich Wirkung. „Wir werden die Entwicklungshilfe auf neue Beine stellen und besser dotieren“ – so steht es im neuen Koalitionsvertrag 2018-2023. Und auch: „Wir treten dafür ein, dass der Anteil fair gehandelter Produkte im landeseigenen Bereich erhöht wird“. Kleine Erfolge im Engagement für Salzburgs Beitrag zu einer fairen Welt.

In einem per Mail ergangenen Schreiben an Finanzlandesrat Dr. Stöckl, LR Mag.a Klambauer sowie die LAbg. Mag.a Berthold und MBA Hirschbichler drückt die Vorsitzende des Entwicklungspolitischen Beirats, Mag.a Amelie Höring, die Freude darüber aus, dass die neue Landesregierung die Mittel für Entwicklungszusammenarbeit zu erhöhen gedenkt. Zudem informiert sie über die Arbeit des Beirats sowie über die bisherige Praxis der Mittelvergabe, die exakt den Wünschen des neuen Koalitionsvertrags entspricht.  SchreibenHöringzuKoalitionsvertrag

Salzburger Aktionstage für eine faire Welt

Salzburger Gemeinden anzuregen, sich mit Themen wie Fairer Handel, Entwicklungszusammenarbeit oder nachhaltige Entwicklung auseinanerzusetzen, ist Ziel der Salzburger Aktionstage für eine faire Welt.

2018 finden diese vom 1.-12. Oktober statt. Wir freuen uns über Aktivitäten in vielen Gemeinden. Bitte senden Sie diese über GOFAIRSALZBURG ein.

Das Salzburger Bildungswerk erstellte für die Gemeinden kostengünstige Angebote – von Filmen über Vorträge bis Workshops. Geplant ist auch eine Exkursion zur EZA Fairer Handel in Weng. Bio Fair-Connection ist ebenfalls Partner.

Infos: Mag. Christa Wieland, 0662-872691-17, christa.wieland@sbw.salzburg.at

Politische Gespräche zur Erhöhung der Salzburger EZA-Mittel

Laut Austria Development Agency (ADA) ist Salzburg im Bundesländervergleich stark zurückgefallen. Spitzenreiter sind Tirol  und Vorarlberg gefolgt von Oberösterreich.

Die Vorsitzende des Entwicklungspolitischen Beirats, Amelie Höring, hat gemeinsam mit weiteren Beirats-Mitgliedern in Gesprächen mit Landesfinanzreferent Josef Stöckl (ÖVP), der für die EZA zuständigen LR Martina Berthold (Grüne) sowie LAbg. Heidi Hirschbichler (SPÖ) und Marlene Svavek (FPÖ) eine Erhöhung der Landesmittel für EZA auf das Durchschnittsniveau der westlichen Bundesländer gefordert.

Zumindest sollen wir als wirtschaftlich stärkstes Bundesland in einem ersten Schritt wieder auf die früheren 0,9 € pro Kopf kommen – derzeit sind es 0,6 €/Kopf, was 0,001 Prozent des Landesbudgets entspricht. Nach der erfolgten Bildung der neuen Landesregierung werden weitere Gespräche – u.a. mit LH Wilfried Haslauer – folgen.

Geförderte Projekte 2018

27 Projektanträge wurden im Rahmen der Ausschreibung 2018 gestellt.  21 Anträge konnten auf Vorschlag der Sitzung des EPOL-Beirats vom 15.3.2018 mit den verfügbaren Mittel in Höhe von 324.900 € positiv beschieden werden.

Je 59.980 € gehen an die Regionalpartnerschaften mit Singida (Tansania) und San Vicente (El Salvador), 111.960 € konnten an Projekte in den Ländern Äthiopien, Bhutan, Ghana, Indien, Kenia, Peru, Senegal, Philippinen, Südsudan, Tansania und Uganda vergeben werden.

59.980 € wurden für Bildungs- und Informationsarbeit in Salzburg vergeben. 30.000 € schließlich ergehen an Stipendienprogramme der Tourismusschule Kleßheim sowie des Afro-Asiatischen Instituts.  Alle EZA-Projekte sind in Salzburg verankert und weisen beträchtliche Eigenmittel durch Spenden u.a. auf.

Hier können die genehmigten Projektanträge eingesehen werden.

Projektanträge für 2019 können bis 28.2.2019 hier gestellt werden.

Salzburger Kompass für eine bessere Welt

salzburger-kompass-fuer-eine-bessere-welt-1Das AAI Salzburg hat 2017 eine sehr praktische und hilfreiche Broschüre in Zusammenarbeit mit Studierenden herausgegeben, den Salzburger Kompass für eine bessere Welt‘.

Es handelt sich um eine Sammlung von Informationen, die sich mit den Themen Konsum und Lebensstil sowie den Auswirkungen des westlichen Konsumverhaltens im Globalen Süden näher auseinander setzt und Möglichkeiten aufzeigt, um selbst aktiv zu werden.

Der Kompass gliedert sich in verschiedene Bereiche und informiert über nachhaltige sowie soziale Projekte, Unternehmen und Betriebe in der Stadt Salzburg. Derzeit gibt es eine Druckversion und auch ein pdf zum download.

Das Besondere des Salzburger Kompasses ist es, auf best practise Beispiele aufmerksam zu machen, und somit nicht nur Problemlagen offen zu legen, sondern auf Alternativen zu verweisen. Das macht praktisches nachhaltiges Handeln im eigenen Umfeld konkret möglich.

Die Broschüre ist kostenlos bei uns erhältlich (Afro-Asiatisches Institut, Wiener Philharmoniker Gasse 2, 5020 Salzburg). Sie kann auch unter office@aai-salzburg.at bestellt werden. Bis zu 20 Stück versenden wir kostenlos.

Salzburg liegt im Mittelfeld bei EZA-Förderung

EZAFörderung_BundesländerproKopf

Laut Austria Development Agency (ADA) liegt Salzburg im Bereich der Mittel für Entwicklungszusammenarbeit im Bundesländervergleich im Mittelfeld. Spitzenreiter sind Tirol mit 2,65 € und Vorarlberg mit 2,06 € pro Kopf gefolgt von Oberösterreich mit 1,47 € und Salzburg mit 0,61 € pro Kopf (Bezugsjahr 2016). Schlusslichter sind Burgenland und Kärnten, gefolgt von Wien, Steiermark und Niederösterreich (s. Grafik 1).

EZAFörderungBundesländerabsolut

Ähnlich ist die Reihung bei den Absolutbeträgen.  An erster Stelle liegt hier Oberösterreich vor Tirol und Vorarlberg, gefolgt von Niederösterreich, Wien, Steiermark und Salzburg. Schlusslichter sind wieder Kärnten und Burgenland (S. Grafik 2).

Quelle: ADA: ODA (Official Development Assistance) der Länder in EURO 2016.
Grafik: Holzinger/Entwicklungspolitischer Beirat des Landes Salzburg.
* Salzburg inkl. Sonderzahlungen durch LR Berthold

Entwicklungspolitischer Beirat

EP-Beirat

landsalzburgDer Entwicklungspolitische Beirat der  Salzburger Landesregierung  berät die Salzburger Landesregierung im Bereich Entwicklungszusammenarbeit. Er ist an der Schnittstelle zwischen der Salzburger Landesregierung, der Landesverwaltung und der Salzburger Zivilgesellschaft angesiedelt.

Die Arbeitsbereiche des Beirats umfassen die Projektförderung im Ausland, die Schwerpunktsetzung durch die Regionalkooperationen mit San Vicente in El Salvador und Singida in Tansania, die entwicklungspolitische Bildungsarbeit im Inland sowie solidarische Anwaltschaft und Lobbying.

Beim Land Salzburg eingereichte Anträge für Förderungen von Projekten der Entwicklungszusammenarbeit sowie von entwicklungspolitischer Bildung werden beraten und für die Landesregierung aufbereitet.

Der Beirat umfasst derzeit 14 Mitglieder (Funktionsperiode 2020-2023) – sieben Frauen und sieben Männer. Diese werden von der Salzburger Landesregierung bestellt.

Vorsitzende des Beirats ist Mag. Amelie Höring, stellvertretender Vorsitzender Mag. Hans Holzinger.
Geschäftsführer: Dr. Franz Wasner.
Die politische Zuständigkeit liegt bei LR Andrea Klambauer.

Salzburger Engagement für eine faire Welt

weltkugel-5099590Sichtbar zu machen, was es in Salzburg an Aktivitäten und Projekten im Bereich Entwicklungszusammenarbeit und Bewusstseinsbildung für eine faire Welt gibt, ist Ziel dieser Internet-Plattform. Wenn Sie in einer Initiative aktiv sind, ein Projekt oder eine Veranstaltung durchführen, teilen Sie uns dies bitte mit. Wie das geht, finden Sie im Text unten.

  „Ob als Schule oder Gemeinde, Unternehmen oder engagierte Gruppe – machen Sie mit  und setzen Sie Zeichen für eine gerechtere Welt“ . 
Mag.a Martina Berthold, Landesrätin für Entwicklungszusammenarbeit 

 

 

Projekt einreichen: Das Land Salzburg fördert Projekte der Entwicklungszusammenarbeit,  die im Bundesland Salzburg initiiert werden, Eigenmittel etwa durch Spenden und Benefizaktionen aufweisen und den Kriterien des Entwicklungspolitischen Beirates des Landes Salzburg entsprechen. Zudem können Bildungsprojekte, die in Salzburg stattfinden, eingereicht werden.  Hier geht es zur Einreichung.

Veranstaltungen melden: Wir präsentieren öffentliche Veranstaltungen im Bundesland Salzburg, die sich mit Themen wie Fairer Handel, Globalisierung oder anderen Nord-Süd-Fragen beschäftigten. Besonders interessant finden wir auch Veranstaltungen mit Menschen aus Entwicklungsprojekten in Partnerländern. Wir bitten um Meldung Ihrer/Eurer Termine. Sie werden auf dieser Homepage veröffentlicht. Hier geht es zur Veranstaltungsmeldung.

Vortrag oder Workshop buchen und anbieten: Über unsere Vortrags- und Workshop-Börse können Themen zu entwicklungspolitischen Fragen angeboten und gebucht werden. Die Klärung von Details wie Termin, Kosten, Anfahrt u.a. erfolgt durch AngebotsinteressentInnen direkt mit den Referierenden. Hier geht es zur Buchung eines Angebots und hier zum Einreichen eines Themas.

Schulprojekte einreichen: An Salzburgs Schulen gibt es eine breite Auseinandersetzung mit Eine Welt-Themen und Fragen der Nord-Süd Gerechtigkeit. Diese öffentlich sichtbar zu machen war Ziel einer Projektausschreibung des Entwicklungspolitischen Beirates der Salzburger Landesregierung in Kooperation mit dem Salzburger Landesschulrat anlässlich des Europäischen Jahres für Entwicklung 2015.   Es können weiterhin Projekte eingesandt werden, diese werden auf der Homepape publiziert, sind jedoch nicht mehr Teil einer Prämierung. Hier geht es zur Projekteinreichung.

Vereine/Gruppen: Zahlreiche Vereine bzw. Gruppen in Salzburg führen Projekte der Entwicklungszusammenarbeit durch. In Benefizaktionen werden Spenden lukriert, in Veranstaltungen Informationen verbreitet. Auf diese Weise wird nicht nur konkret Hilfe geleistet, sondern auch Austausch auf gleicher Augenhöhe praktiziert. Bitte nennen Sie uns ihre Projekte.
Hier geht es zur Projektmeldung. 

Gemeindeprojekte: Auch in Salzburger Gemeinden gibt es Aktivitäten im Bereich Entwicklungszusammenarbeit & Bewusstseinsbildung. Beispielhaft seien die Klimabündnis- und Fairtrade-Gemeinden genannt. Wir bitten Gemeinden, ihre Aktivitäten einzureichen, um Sie auf der Homepage darstellen zu können. Hier geht es zur Projektemeldung.

Projekte von Unternehmen: Unternehmen können durch Technologietransfer oder den Vertrieb fair gehandelter Produkte im Bereich Entwicklungszusammenarbeit tätig werden. Klimabündnis-Betriebe tragen zum Klimaschutz  bei und unterstützen mit ihrem Mitgliedsbeitrag Projekte im Amazonas-Regenwald. Bitte nennen Sie unsere Ihre Projekte. Hier geht es zur Projektemeldung.

Zivilgesellschaftliche Initiativen: Insbesondere gibt es in Salzburg eine Vielzahl von Initiativen der Entwicklungszusammenarbeit und für globales Lernen aus der Zivilgesellschaft. Über 60 solcher Initiativen werden mittlerweile auf der Homepage des Landes Salzburg angeführt. Falls Sie noch nicht in der Liste aufscheinen, informieren Sie uns bitte über Ihre Initiative. Hier geht es zum Meldeformular.

Hinweis: Die Einsendung von Beiträgen bedeutet keine verpflichtende Veröffentlichung auf der Homepage.

ameliehöringRückfragen:
Mag.a Amelie Höring, Vorsitzende des Entwicklungspolitischen Beirats der Salzburger Landesregierung, Tel. 0650.7900793

 

IMG_0004Mag. Hans Holzinger, Stellvertretender Vorsitzender, Administrator der Homepage, Tel. 0699.11370178, hans.holzinger@jungk-bibliothek.org.

Impressum: Entwicklungspolitischer Beirat der Salzburger Landesregierung, Postfach 521, 5010 Salzburg. GF Dr. Franz Wasner, Tel. 0662.8042.2116.

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