KommEnt lädt mit den Kooperationspartnern Fair Styria/Land Steiermark und Entwicklungszusammenarbeit und Osthilfe/Land Vorarlberg herzlich zum Fortbildungsangebot: „Wirkungsorientierung und Selbstevaluation in der (entwicklungspolitischen) Bildung.“
Der Online-Workshop wird von Susanne Höck (eop München) durchgeführt, die seit vielen Jahren als Evaluatorin, Beraterin und Trainerin tätig ist. Sie ist Mitautorin der vielbeachteten Studie „Wirkungsorientierung in der entwicklungspolitischen Bildung“.
Termin: Donnerstag, 25. März 2021, 13.00.00-17.00 Uhr
Markus und Maria Huttegger aus Hüttschlag von „TUGENDE Zukunft geben“ berichten in ihrem Februar-Newsletter über den Baubeginn ihres „Red-Rose Health Centre“ in Uganda:
„Normalerweise wären wir in den ersten zwei Februarwochen in Uganda gewesen. Wir hoffen sehr, dass es bald wieder möglich sein wird zu reisen. Jetzt, Ende Februar war der Baubeginn unseres „Red-Rose Health Centre“. Es ist der angekündigte Aufbau der Infrastruktur unseres integrierten Cornerstone-Projekt: „Life for all“. In der Nähe unserer Schule entsteht eine Krankenstation für die Menschen, die in den umliegenden Dörfern leben, diese haben oft kaum, bis gar keinen Zugang zu medizinischer Versorgung (Behandlung verschiedener Krankheiten, Medikamentenausgabe, Aufklärung über verschiedene Krankheiten wie Corona, AIDS, Malaria, über Hygiene, Schwangerenberatung und Betreuung, usw., sind ein wesentlicher Teil dieses Projektes). Unser Manager Geofrey ist selber Mediziner und kann deshalb die Clinik betreuen und leiten. Er ist sehr verlässlich, kompetent und umsichtig.
Wie es zur Zeit aussieht beginnt die Schule für einige Klassen wieder Anfang März und wir hoffen sehr, dass so bald wie möglich der volle Schulbetrieb wieder einsetzt. Die Lehrerinnen sind schon die meisten vor Ort und bereiten alles gut vor und arbeiten sehr engagiert mit, weil sie selber froh sind, wenn sie wieder unterrichten können, außerdem haben sie sonst kein gutes Einkommen. Der Ausbau der Klassenräume geht auch gut voran. Unser Team, allen voran Manager Geofrey Ssemwanga, leisten vor Ort großartigen Einsatz! Wir sind mit Geofrey fast täglich in Kontakt und er versorgt uns mit Infos und Fotos.“
Seit 25 Jahren ist der Ekando Kumer in der Entwicklungszusammenarbeit im Sudan tätig. Eines der Ziele ist die Überwindung der Tradition der Genitalverstümmelung (FGM). In den Projektdörfern von Ekando Kumer wurde FMG erfolgreich beendet. Die Bevölkerung wurde durch ÄrztInnen und Hebammen aufgeklärt – unter Einbindung von Bürgermeister, Imam und Priester. Für Verzicht auf FGM wurde Mädchen Schulbildung angeboten.
Mag. Gudrun Hagen im aktuellen Newseltter des Vereins: „Die Hauptursache für die Fortdauer schädlicher Traditionen ist die ungeheure Armut und der dadurch bedingte Mangel an Schulbildung. Wer keine Ahnung hat vom Körper und seinen Funktionen, lässt sich leicht unsinnige Argumente für eine Genitalverstümmelung einreden. Eine nicht beschnittene Frau bekommt keinen Ehemann. Diesen braucht sie aber zum Überleben, wenn sie selbst ohne jegliche Ausbildung und Chance auf ein eigenes Einkommen ist. Wir bieten Schul- und Berufsausbildung an bei Verzicht auf Genitalverstümmelung – und fördern damit, neben dem Erhalt der Gesundheit, die eigenständige Existenzmöglichkeit und Unabhängigkeit der Frauen. Gebildete Frauen bekommen weniger Kinder und können diesen wieder Schulbildung ermöglichen. Wie soll eine eigenständige wirtschaftliche Entwicklung Afrikas möglich sein, wenn mehr als ein Drittel der Bevölkerung Analphabeten sind.“
Nach Ablauf der alten Funktionsperiode am 3.11.2020 wurde vom Land Salzburg ein neuer Entwicklungspolitischer Beirat bestellt. Ausgeschieden sind auf deren persönlichen Wunsch Jean Marie Krier, Joe Erbler und Claudia Schürz. Sie waren teilweise über lange Jahre im Beirat aktiv und haben ihre wertvolle Expertise eingebracht. Herzlichen Dank dafür. Als neue Mitglieder konnten Wolfgang Aschauer von der Universität Salzburg, Harald Werber, Lehrer am Musischen Gymnasium Salzburg, sowie Andrea Rainer von der Regionalpartnerschaft Salzburg – Singida (sie war bereits früher einmal Mitglied des Beirats) gewonnen werden. In der letzten Sitzung am 21.1.2021 wurde Amelie Höring erneut zur Beiratsvorsitzenden, Hans Holzinger wieder zu ihrem Stellvertreter gewählt. Mehr zu den Beiratsmitgliedern siehe hier.
Noch bis 28. Februar 2021 können Projekt der Entwicklungszusammenarbeit beim Land Salzburg eingereicht werden. Als Kriterien sind zu beachten: der Verein/die Gruppe muss im Bundesland Salzburg verankert sein und neben der beantragten Förderung auch Eigenmittel, etwa aus Spenden, aufweisen. Die maximale Fördersumme beträgt 20.000 Euro pro Projekt. Zudem können kleinere Projekte für Informationsarbeit in Salzburg, etwa durch Schulen, eingereicht werden. mehr
Die Austrian Development Agency lädt bis 20. September 2021 Entwicklungsorganisationen mit Sitz in Österreich ein Kofinanzierungsprojekte in Entwicklungsländern des Südens einzureichen. Im Rahmen dieser Einreichrunde werden Projekte zum Schutz der Umwelt und der natürlichen Ressourcen sowie Projekte zur Förderung von spezifischen Umwelt- und Klimaschutzmaßnahmen zur Abfederung der negativen Auswirkungen des Klimawandels bevorzugt bewertet. mehr »
Das Projekt 1zu1-Initiativen des Vereins SOL richtet sich an eher kleinere Gruppen, die Entwicklungsprojekte durchführen. Nun sind zwei spannende Workshops mit dem Entwicklungsexperten Friedbert Ottacher ausgeschrieben, für die Interessierte sich in eine Doodle-Liste eintragen können:
Bananenernte aus der vom Verein „Diamani Kouta – New Generation“ unterstützten Permakulturanlage im Senegal
Eva Mück vom Verein „Diamani Kouta – New Generation“ berichtet über Erfolge ihrer mit Unterstützung des Landes Salzburg durchgeführten Projekte in Senegal:
„Wir haben mit 2 „Booten zum Bleiben“ und einem Gefrierwagen begonnen. Dieses ganze Projekt hat das Land Salzburg maßgeblich mitfinanziert. Danach kam das „Agrarland zum Bleiben“, das wir gemeinsam mit dem federführenden Lions Club Hohensalzburg, dem Lions Club International und dem entwicklungspolitischen Beirat erfolgreich auf die Beine gestellt haben. Beide Projekte tragen ihre Betriebs- und Instandhaltungskosten mittlerweile selbst. Vor eineinhalb Jahren habe ich persönlich eine Permakultur auf 1 ha Land als Pilotprojekt ermöglicht, das sich nach einer intensiven Bodenvorbereitung sehr positiv entwickelt. Zugleich habe ich mit einem Imker aus dem Dorf eine Kooperative zum Schutz der Bienen, der Natur, der Gesundheit und zum Zweck der Ausbildung junger Männer und Frauen gebildet. Sie haben voriges Jahr den Start des großartigen Imkerei-Konzeptes mit ermöglicht. Mit großen Anstrengungen und viel Fleiß meines Partners Nouha Diatta und seinem Team haben wir viele erfolgversprechende Schritte gemacht und eine gute Basis erarbeitet. Außerdem unterstützen wir eine noch kleine Natur-Seifenproduktion mit dem Ziel, bald eine Seife gegen Moskitos zu produzieren und wir starten mit dem Neubau eines Kindergartens mit 250-280 Plätzen. Dieser Kindergarten soll in den freien Zeiten auch für andere Bildungsmöglichkeiten von Frauen genützt werden.
Das Bienen-Projekt mit Nouha Diatta und was bisher geschah:
Mit der finanziellen Hilfe des entwicklungspolitischen Beirates wurden 350 Bienenhäuser aus Holz von 80 SchülernInnen aus 20 umliegenden Gemeinden und von den Inseln in einer provisorisch eingerichteten Lehrwerkstätte in Kafountine gebaut. Fast die Hälfte der Teilnehmer sind Frauen! Über 4 Wochen wurde täglich gearbeitet und gelernt. Am 5. Dezember gab es eine große Feier beim Rathaus, zu der der der Bürgermeister in die Gemeinde einlud und persönlich dieses wichtige Projekt vorstellte. Alle Dorfchefs, der Ältestenrat, und viele interessierte Menschen aus Kafountine und den umliegenden Gemeinden sind gekommen. Leider hat mir Corona die Möglichkeit genommen, auch dabei zu sein. Danach wurden die Bienenhäuser für die Gemeinden an kleine Schülerteams verteilt und dort in unterschiedlichen Pflanzenwelten platziert. Die hölzernen Bienenhäuser sind leichter zu transportieren und werden deshalb zum Anlocken der Bienenvölker verwendet. Zur Honigproduktion sollen jetzt Bienenhäuser aus Beton gemacht werden, die dann an den zugewiesenen Orten bleiben. Um umständliche und zu hohe Transport- und Taxikosten zu vermeiden, brauchen wir jetzt dringend einen Pickup jetzt dringend einen Pickup. Der Großteil der Finanzierung dafür ist gesichert. Die nächsten wichtigen Schritte sind jetzt die Herstellung von 440 Beton-Bienenhäusern und der Bau einer Lehrwerkstätte, die Platz auf unserem Permakultur-Grundstück bekommen soll. Dafür werde ich den Förderantrag stellen und um Unterstützung bitten.
Wir wollen mit der Vielfalt der Permakultur, den Tieren und den Bienen sowie mit dem fundierten Wissen und der Freude meiner Kooperationspartner den Kindern, Erwachsenen, Gästen, allen das Leben mit der Natur nahebringen. Sie sollen die Möglichkeit von spielerischem Entdecken, Schulungen, Bildung und auch Ausbildung bekommen.“
Am 6. Jänner 2021 hat das Referat Weltkirche der Erzdiözese Salzburg den Tag der Partnerdiözesen mit den Diözesen Daegu (Südkorea), Bokungu-Ikela (Dem. Rep. Kongo) und San Ignacio de Velasco (Bolivien) gefeiert und zu diesem Anlass ein Video mit Grußbotschaften über die Zusammenarbeit online gestellt. Gerne weisen wir darauf hin und wünschen alles Gute für die Projekte des neuen Jahres!