Klausur des Entwicklungspolitischen Beirats der Salzburger Landesregierung

Der Entwicklungspolitische Beirat ist ein ehrenamtliches Gremium, das die Salzburger Landesregierung im Bereich Entwicklungszusammenarbeit berät. In einer Klausur am 16. September 2022 wurden Fragen wie Kriterien für Projekte der Entwicklungszusammenarbeit, die zunehmende Bedeutung der Klimakrise für Entwicklungsprojekte, die Kommunikation des Beirats mit dem Land Salzburg und der Öffentlichkeit oder die Kooperation von Entwicklungszusammenarbeit und Unternehmen bearbeitet. Die als Open Space angelegte Klausur wurde bestens moderiert von Gerd Haslinger, selbst Mitglied des Beirats.

Fotos: Hans Holzinger

MethodenAkademie mit Workshops zu Medienarbeit richtig gemacht, Digitalen Beteiligungsformaten u. a.

Die vom Salzburger Bildungswerk, der Robert-Jungk-Bibliothek u.a. durchgeführte MethodenAkademie bietet spannende Workshops, die auch für Initiativen der Entwicklungszusammenarbeit sowie der entwicklungspolitischen Bildungsarbeit interessant sein können. Etwa der Workshop „Medien- und Öffentlichkeitsarbeit. Tipps aus der Redaktion“ (11.11.2022) oder „Digitale Beteiligungsformate“ (2.12.2022) mehr

ADA – Austrian Development Agency: Änderungen der Einreichfrist zur Förderung von Einzelprojekten

Die ADA hat ihre Einreichfrist für Kofinanzierungsprojekte in Entwicklungsländern des Südens („Einzelprojekte Süd“), die der direkten Armutsbekämpfung, dem Aufbau von Selbsthilfekapazitäten der Begünstigten sowie der Stärkung lokaler Institutionen und der Zivilgesellschaft dienen, auf den 20.03.2023 verschoben. Die ursprüngliche Frist vom 20.09. 2022 gilt nicht.
Für diese Einreichrunde stellt die ADA insgesamt 1,2 Mio. Euro zur Verfügung. Ab 2023 finden einmal jährlich Runden abwechselnd für die Regionen Süd und Ost statt. Da die ADA derzeit ihre Formatvorlagen überarbeitet, bittet sie darum, die Vorlage direkt via zivilgesellschaft-international@ada.gv.at anzufordern. Details

KAUFEN OHNE ENDE? Konsumkritische Stadtspaziergänge | 20.5. und 10.6.

Ein konsumkritischer Stadtspaziergang ist ein informativer und interaktiver Rundgang durch Salzburg, der fairen und nachhaltigen Konsum in den Mittelpunkt stellt. Anhand von verschiedenen Stationen erfahren die Teilnehmer*innen mehr über die Produktionsschritte von Waren und wo man in Salzburg „anders“ essen, einkaufen und „selber machen“ kann.

1. Termin:  Freitag, 20. Mai 2022, 13 – 15 Uhr
Themen:
 FoodCoops, Bekleidung, Mobilität, Fairtrade Stadt Salzburg

2. Termin:  Freitag, 10. Juni 2022, 15 – 17 Uhr
Themen:
 Kaffee und Kakao in Salzburg, Macht der Konzerne & Fleischkonsum, Bekleidung, Fairer Handel 

Dauer: ca. 2 Stunden. Kostenlos!
Ausgangspunkt: Stadt Salzburg, genauer Treffpunkt wird noch bekannt gegeben
Anmeldung erforderlich:
 office@aai-salzburg.at, 0662/841413-13

Veranstalter: A3W, INTERSOL, Referat für Weltkirche, Südwind
In Kooperation mit: EZA Fairer Handel, FAIRTRADE Stadt Salzburg, FoodCoops, Salzburg Museum

Gemeinsam gegen Menschenhandel | Ausstellung 2.-27. 3. und Informationsabend 10.3. 18:30 in der KHG / Kollegienkirche

Entgegen der Vorstellung vieler ist Menschenhandel ein immer noch existentes Phänomen. Vor allem das schmutzige Geschäft im Zusammenhang mit Kinderhandel, sexuelle Ausbeutung, Zwangsheirat und der unwürdigen Generierung von Arbeitskräften ist dabei prägend. Die Wanderausstellung „Ware Mensch“ in Begleitung eines Informationsabends und einer Medienstation vermitteln Grundlegendes über diese menschenrechtswidrigen Phänomene. Weiters schärfen sie das Bewusstsein darüber, wie Menschenhandel mit unserem alltäglichen Leben zusammenhängt. Die Veranstaltungsreihe gibt den Besucher*innen praktische Tipps, um (auch im Alltag) gegen Praktiken des Menschenhandels vorzugehen.

Referierende: Sabrine Stevanovic (Wien) IBF – Interventionsstelle für Betroffene von Frauen*handel, LEFÖ – Beratung, Bildung und Begleitung für Migrantinnen*

Sprache der Ausstellung: Deutsch, Englisch

Termin: Ausstellung 2.-27. März 2022, Mo-So 10-19 Uhr, Informationsabend Donnerstag, 10. März 2022, 18:30 Uhr

Ort: Kollegienkirche (Ausstellung), AAI/KHG Clubraum (Informationsabend), Wiener-Philharmoniker-Gasse 2, 5020 Salzburg

In Kooperation mit: Friedensbüro, Katholische Hochschulgemeinde/Kollegienkirche, LEFÖ – Beratung, Bildung und Begleitung für Migrantinnen*, Plattform für Menschenrechte, Salvatorianische Familie Österreich

Wertvolle Infos gibt es auch auf dem Blog Anwalt.org

GABAR NOQO, MA EED BAA? – IST ES EIN VERBRECHEN, EIN MÄDCHEN ZU SEIN? | Somalisches Konzert 19.3.2022

In der somalischen Gesellschaft stellt die Musik ein verbindendes Element dar. Deshalb hat der Verein Talk Together das Musikprojekt zum Thema STOPP FGM – STOPP GEWALT AN FRAUEN zusammen mit dem in Deutschland lebenden Musiker Abdi Baadil Ibrahim ins Leben gerufen, der den Liedtext von Warsame Ahmed Amalle vertont hat und mit der Oud begleitet. Interpretiert wird das Lied von den Sängerinnen Maandeeq Nuur und Jamila Ridwan Ahmed. Diese Lied wird – zusammen mit anderen Liedern – im Rahmen eines Konzerts am 19. März 2022 in der ARGEkultur zu präsentieren. Die Veranstaltung wird auch vom Land Salzburg gefördert.

Somalisches Konzert mit Maandeeq Nuur, Jamila Ridwan Ahmed und Abdi Baadil Ibrahim
Samstag, 19.03.2022 um 18:00 Uhr

Anmeldung: https://www.argekultur.at/Event/16348/gabar-noqo-ma-eed-baa—ist-es-ein-verbrechen

Förderprojekte der Entwicklungspolitischen Kommunikation und Bildung in Österreich | Einreichfrist 4. Mai 2022

Die nächste Einreichfrist für Förderprojekte der Entwicklungspolitischen Kommunikation und Bildung in Österreich endet am 4. Mai 2022. Im Zentrum der Förderungen stehen die globalen Ziele für nachhaltige Entwicklung (SDGs) für mehr soziale Gerechtigkeit, nachhaltige Wirtschaft und Klimaschutz weltweit. Damit will die ADA – Austrian Development Agency weitere Impulse zur Diskussion und Umsetzung anregen, um konkrete Wege in eine ökologische und sozial gerechte Zukunft zu finden.

„Förderprojekte der Entwicklungspolitischen Kommunikation und Bildung in Österreich | Einreichfrist 4. Mai 2022“ weiterlesen →

Schwerpunkt Äthiopien: Partizipative Gemeindeentwicklung und Sicherung nachhaltiger Lebensgrundlagen in Oromia und im Süden Äthiopiens

Die Dreikönigsaktion der Katholischen Jungschar ist seit den 1980er-Jahren in Äthiopien tätig und arbeitet vor Ort mit kirchlichen Partnerorganisationen sowie NGOs zusammen, die die Projekte umsetzen. Enge Kooperationen gibt es auch mit Partnern wie HORIZONT 3000, dem österreichischen Sozialministerium oder der Stadt Wien. Schwerpunkte der Arbeit in Äthiopien sind landwirtschaftliche Entwicklung, Jugendprojekte, die Unterstützung von Minderheiten und marginalisierten Gruppen sowie die Förderung von Mädchen und Frauen. Herbert Kiennast stellte bei einer Tagung zu Äthiopien im November 2021 mit dem Entwicklungspolitischen Beirat ein vom Land Salzburg gefördertes Projekt vor, das die Verbesserung der Ernährungssicherheit in zwei häufig von Dürren bzw. dem Ausbleiben der Regenzeit betroffenen Regionen zum Ziel hat. Es werden landwirtschaftliche Arbeitsmittel und Saatgut zur Verfügung gestellt, Trainings zu einer naturnahen Bodenbewirtschaftung und Schädlingsbekämpfung („conservation agriculture“) sowie zu Ernte, Lagerung und Vermarktung durchgeführt. Der Aufbau von Gemüse- und Obstgärten soll die Ernährungssicherheit erhöhen. In einem Ziegenprojekt werden Trainings zur Tierhaltung und Viehzucht sowie Impfprogramme für Nutztiere durchgeführt. Neben den Dürren nannte Kiennast auch Überschwemmungen sowie verstärkt Heuschreckenplagen als verschärfende Probleme.

Teil des Projektes ist die wirtschaftliche, soziale und politische Stärkung von Frauen. Kiennast berichtete von gegründeten Frauen-Selbsthilfegruppen und deren Schulungen, von Trainings für weiblichen Führungspersonen sowie von Alphabetisierungsmaßnahmen. Als einkommensschaffende Aktivitäten werden Frauenprojekte im Bereich Viehzucht, Bienenzucht, Kleinhandel und Handwerk gefördert. Um der geschlechtsspezifischen Gewalt und schädlichen traditionellen Praktiken („harmful traditional practices“) entgegenzuwirken, werden Schulungen von Mädchen und Frauengruppen (sowie auch von Männern) zu Geschlechtergerechtigkeit, Frauenrechten und geschlechtsspezifischer Gewalt angeboten. Kiennast betont, dass es in Äthiopien eine reiche Kultur des Miteinanders gäbe, auf der bei den Projekten aufgebaut werden könne, und er hofft auf eine friedliche Lösung der aktuellen Konflikte.

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