Schwester Margaretha Moises aus dem Pongau ist seit 67 Jahren in Kolumbien engagiert | Bericht im RUPERTUSBLATT

Margaretha Moises hat seit 67 Jahren in Kolumbien eigentlich permanent Krisen erlebt. Jahrzehntelang forderte der Bürgerkrieg Opfer. Der jetzige Frieden ist brüchig und Armut sowie soziale Spannungen allgegenwärtig. „Nun macht Corona die Lage noch schlimmer“, sagt die gebürtige Bad Hofgasteinerin. Sie selbst lebt seit mehr als 120 Tagen in Quarantäne. „Wir Älteren müssen noch bis August daheim bleiben. Das hat die Regierung so angeordnet.“ Ihre Kontakte in alle Welt hält sie trotzdem aufrecht. Dabei ist die 88-Jährige auf der Höhe der Zeit.

Margaretha Moises wurde am 14. März 1932 in einer kinderreichen Bauernfamilie in Bad Hofgastein geboren. „Wir haben täglich den Rosenkranz gebetet. Wenn im Hochsommer die meiste Arbeit war und keine Zeit blieb, war es der Engel des Herrn“, erinnert sich Margaretha. Sie besuchte die Volks- und Hauptschule in Bad Hofgastein und danach die Haushaltungsschule in der Stadt Salzburg. 1950 tritt sie bei den Franziskaner Missionsschwestern ein. Nach zweijähriger Vorbereitung reist sie im Jänner 1953 in die Mission aus. In Le Havre in Frankreich ging sie an Bord eines Frachtschiffes, drei Wochen dauert die Ozeanüberquerung. Mit 21 Jahren kam sie in Kolumbien an. Seither prägt der Einsatz für soziale Gerechtigkeit und Frieden ihr Leben. In Kolumbien studiert sie Erziehungswissenschaften und Theologie. Anschließend ist sie in der Jugendarbeit in besondes benachteiligten und abgelegenen ländlichen Gebieten tätig. 1980 gründet sie ihre eigene Organisation CEDAL (Zentrum für Bildung & Kommunikation) mit Sitz in Bogotá. Sie kümmerte sich seit dem Tod ihrer Schwester Maria Herlinde 2006 auch um die „Mutter Herlinde Moises Stiftung“. Sei So Frei unterstützt den Einsatz der „Moises-Schwestern“ für die Armen seit Jahrzehnten. 1998 wurde Margaretha mit dem Romero-Preis der Katholischen Männerbewegung ausgezeichnet und 2012 mit dem Rupert- und Virgilorden in Großgold der Erzdiözese Salzburg.

Schwester Moises kooperiert mit ihrer Organisation CEDAL (Zentrum für Bildung & Kommunikation) mit  „Sei so frei“, der entwicklungspolitischen Aktion der Katholischen Männerbewegung. Ihre Projekte wurden bereits mehrmals vom Land Salzburg unterstützt. Nun ist ein sehr schöner, würdigender Bericht im Rupertusblatt erschienen, verfasst von Ingrid Burgstaller.

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