„Wenn viele geben, wird Unglaubliches möglich“ | Verein Little Flower unterstützt Leprakranke und ihre Familien in Indien

„Wenn viele geben, wird Unglaubliches möglich“ – mit diesen Worten bedanken sich Claudia Wilanek und Waltraud Martius namens des Vorstands des Vereins „Little Flower“ für großzügige Spenden. Einem Aufruf folgend wurden innerhalb eines Monats 21.200,00 € an Corona – Hilfe für die Leprakranken und ihre Familien in Indien gespendet. „Wir konnten damit vieles bewirken und den dringlichsten Bedarf an Grundnahrungsmittel und Hygienemaßnahmen in den Dörfern abdecken. Die Bilder, die mich aus den Kolonien erreichen, sind wirklich erschütternd. Kaum zu glauben, dass es heute noch Menschen geben muss, die in so viel Armut und verlassen von der Welt leben müssen.“ So die beiden im einem Dankesschreiben. Die Aktivitäten des Vereins „Little Flower“ werden auch vom Land Salzburg unterstützt.

Mehr zur Arbeit von Little Flower gibt es auf Videos: https://youtu.be/hg2X8V_G72k und https://youtu.be/k-Zyv2iyXtU).
Foto: Verein Little Flower

Erster Zwischenbericht: Integrierte Gemeindeentwicklung in Borana, Äthiopien

Eines der Projekte des Länderschwerpunkts „Äthiopien“ der Salzburger Entwicklungszusammenarbeit wird von der „Sei so frei“ und „SCORE“ umgesetzt. Nun gibt es einen ersten Zwischenbericht des Vorhabens „Integrierte Gem4eindeentwicklung in Borana“. Hier die deutschsprachige Kurzfassung:

„Das Projekt ging am 1. Juli 2020 inmitten der ersten Welle der COVID19 Pandemie in die Umsetzung. Von den kriegerischen Unruhen in der nördlichen Provinz Tigray, über die auch in Österreich in den Medien richtet wurde, ist das Projekt nicht betroffen. Der Projektpartner SCORE hatte im Borana Distrikt in den Jahren zuvor bereits Vorarbeiten geleistet. So wurden in den Bezirken Yabello, Dubluq, Gomole, Elwaye und Dillo erfolgreich zwei Nothilfeprojekte zu Bekämpfung der Dürre durchgeführt. Diese Projekte verfolgten hauptsächlich „Cash-for-Work“ Aktivitäten
zur Sanierung von Weideland und von Dämmen.

Aufbauend auf diese Nothilfeprojekte geht SCORE nun zunehmend zu langfristigen Entwicklungsmaßnahmen über – das gegenständliche Projekt, das vom Land Salzburg und von SEI SO FREI Salzburg finanziert wird, ist eine solche langfristige Maßnahme. Die Hauptkomponenten des Projekts zielen auf die Erhöhung des Familieneinkommens, die
Verbesserung der gemeindebasierten Gesundheitsversorgung, die Erweiterung der Bildungsmöglichkeiten und die Verbesserung von Stabilität und Sicherheit durch friedensstiftende Maßnahmen ab.

Das Projekt begann am 1. Juli 2020 in Äthiopien während des ersten Lockdowns. Alle Aktivitäten mussten rasch an die COVID19 Realität angepasst werden – so konnte nur mit kleinen Gruppen gearbeitet werden, große Meetings und Veranstaltungen konnten nicht stattfinden, weiters konnte die unter Resultat 2 geplanten Aktivitäten nicht umgesetzt werden. In den ersten sechs Monaten wurde das Projektteam rekrutiert, die Dorfgemeinschaften über die Projektinhalte informiert und die Daten aktualisiert. Weiters wurden erste Gruppen und Kooperativen aufgebaut und erste Maßnahmen umgesetzt:

Resultat 1: Reduktion der Armut durch Erhöhung des Familieneinkommens in 1.170 Haushalten 59 von geplanten 200 Haushalten wurden in Gruppen organisiert und 20 Zuchtbullen bereitgestellt. In der Ziegenzucht wurden einer Pilotgruppe von 15 Frauen 30 Ziegen zur Verfügung gestellt. Aufbauend auf diese Pilotgruppen werden die Aktivitäten sukzessive ausgeweitet.

Resultat 2: 2.400 Kinder an 4 Schulen und 150 Erwachsene haben Zugang zu qualitätsvoller Bildung Im Rahmen dieses Resultates wurde vorbereitente Erhebungen und Abstimmungen mit den Schulen vorgenommen. Aufgrund der durchgängigen Schulschließungen konnten die Maßnahmen bislang nicht umgesetzt werden.

Resultat 3: Verbesserte Gesundheitsversorgung von 2.500 Haushalte durch Zugang zu präventiven und kurativen Gesundheitsdiensten sowie Gewährleistung der Wasserversorgung für 125 Haushalte. Hier wurden neben der Aktualisierung der Bedarfsermittlung zur Renovierung von fünf Gesundheitsposten eine Bewusstseinsbildungskampagnen („Open Defactation Free“) zur Sensibilisierung der Bevölkerung zu Hygienemaßnahmen in zwei Gemeinden des Bezirks Dillo, nämlich in Bilala und Kancharo, durchgeführt.

Resultat 4: Die Häufigkeit von Konflikten nimmt ab und das friedliche Zusammenleben zwischen Dorfgemeinschaften wird gestärkt Im Rahmen der Komponente Friedensbildung und Förderung der Koexistenz wurde ein Forum zur Konfliktbeilegung zwischen zwei verfeindeten Gruppen im Grenzgebiet zwischen Äthiopien und Kenia
eingerichtet. Darüber hinaus nahmen insgesamt 2.500 Menschen an „Community Conversations“ teil. Im Rahmen dieser Maßnahme wurden auch Schilder und Plakate mit Friedensbotschaften aufgestellt.“

Rückfragen gerne an Wolfgang Heindl.

„Eine Erde für uns alle. Gaisberg 1287 Klimasschutz-Challenge“ | Angebot an Schulen, Bildungsprojekte einzureichen

„Eine Erde für uns alle“ -unter diesem Motto wurde vor kurzem die Aktion „Gaisberg 1287 Klimaschutz-Callenge“ gestartet, die zu Klimaschutzaktivitäten und globaler Solidarität im Schuljahr 2021/22 aufruft. Den Start machte die Private Mittelschule Goldenstein, die ein Semester lang zum Thema gearbeitet hat und am 29. Juni die Aktion mit ihrer „Gaisbergwanderung“ eröffnet. Hier einige Projektergebnisse.

Wir laden Schulen ein, sich an der Aktion zu beteiligen. Möglich sind Workshops mit Südwind zu Nord-Süd-Themen und/oder Klimabündnis Salzburg zu Klimagerechtigkeit sowie ein Workshop mit dem Initiator der Aktion Willi Schwarzenbacher,  Arzt und Betreuer der Streuwiesen am Gaisberg, in der Schule zum Thema  „Wie geht demokratische Mitbestimmung?“ z. B. Anfrage, Brief an politische Funktionsträger, Demonstration, Klimaklage, oder im Rahmen einer Wanderung auf den Gaisberg zu Wiederaufforstung u.a. Hans Holzinger von der Robert Jungk-Bibliothek steht für einen Vortrag „Zero Emission. Wie wir die Klimawende schaffen und wer was hierfür zu tun hat“ zur Verfügung. Teil des Unterrichtsprojekts könnten Benefizaktionen für  ein Wiederaufforstungsprojekt in Äthiopien von Menschen für Menschen sowie für das Projekt Kindern eine Chance in Uganda sein. Mehr dazu weiß auch Willi Schwarzenbacher. 

Wir schlagen vor, dass sich Schulen bzw. Schulklassen ein Projektmenü aus den Angeboten zusammenstellen. Kontaktaufnahme jeweils über den Link. Möglich sind auch Exkursionen etwa zu Ernährung (Biobauern), Kreislaufwirtschaft (Siggerwiesen) oder Mobilität (z. B. Mooncity) Interessierte Schulen können für die Finanzierung der Workshops um Förderung beim Entwicklungspolitischen Beirat des Landes ansuchen. Einreichfrist für Herbst 2021 ist der 30. August 2021, für Frühjahr 2022 der 28. Februar 2022. Hier geht es zur Einreichung.

Förderung des Landes für Entwicklungszusammenarbeit 2021 | Ergebnisse des ersten Call

In der Sitzung am 22. März 2021 hat der Entwicklungspolitische Beirat der Salzburger Landesregierung über die eingebrachten Förderanträge für 2021 beraten. 30 der insgesamt 32 Anträge wurden als förderungswürdig empfunden und dem Land Salzburg zu Unterstützung empfohlen. Per Umlaufbeschluss wurde ein weiteres Projekt in Nepal zur Förderung empfohlen. Die Liste der geförderten Projekte findet man hier. 23 der empfohlenen Projekte beziehen sich auf Maßnahmen der Entwicklungszusammenarbeit, 6 Anträge auf entwicklungspolitische Bildungsarbeit in Salzburg, zwei auf die Vergabe von Stipendien. Mit der von Landesrätin Andrea Klambauer mittlerweile gutgeheißenen Empfehlung des Beirats konnten insgesamt an die 700.000 Euro an Mitteln vergeben werden. Darunter die beiden Regionalpartnerschaften Salzburgs mit Singida (Tansania) und San Vincente (El Salvador). Für den Länderschwerpunkt Äthiopien wurden vorerst zwei eingereichte Projekte genehmigt, über ein weiteres Projekt wird in der nächsten Sitzung des Beirats am 17. Juni 2021 beraten.

In einem zweiten Call für Inlandsarbeit können weitere Einreichungen erfolgen. Frist ist der 30. August 2021. Diese werden in der Sitzung des Beirats am 23. September beraten. Insbesondere laden wir auch Salzburg Schulen ein, Projekte einzureichen. Hier geht es zur Einreichung.

Ausstellung Made in Africa & Podiumsgespräch

Vom Laufschuh Enda aus Kenia zum Mara Phone aus Ruanda, von den farbenfrohen Afrisocks aus Ghana zum stylischen Modelabel Butterpudding aus Südafrika – Produkte aus unserem Nachbarkontinent machen immer häufiger von sich reden.

Dennoch liegt Afrikas Anteil am Welthandel immer noch bei marginalen zwei Prozent. Afrikanische Politiker*innen setzen daher ihre Hoffnung auf die Afrikanische Kontinentale Freihandelszone (AfCFTA), die mit 54 Ländern als größter Handelsblock der Welt gilt. Durch den Abbau von Zöllen und anderen Handelshemmnissen soll vor allem der innerafrikanische Handel forciert werden.

Die Veranstaltungsreihe „Made in Africa“ rückt die europäischen Handelsbeziehungen mit Afrika ins Zentrum. In der Ausstellung werden ausschließlich in Afrika endgefertigte Produkte präsentiert. Begleitet wird die Produkt-Messe durch die informative Online-Kampagne: madeinafrica.at

Auf Wunsch wird eine kostenfreie Führung angeboten.
Donnerstag 17. bis Sonntag 20. Juni 2021, jew. 10-14 Uhr
Afro-Asiatisches Institut, Philharmonikergasse 2, 5020 Salzburg
Anmeldung an office@aai-salzburg.at oder 0662/841413-13

Rahmenprogramm: Online Podiumsdiskussion Made in Africa – Chancen und Herausforderungen für afrikanische Marken in Europa

Welche Chancen bietet “Made in Africa” für afrikanische Produzent*innen? Und: Welche Herausforderungen sind in den Handelsbeziehungen zwischen der EU und afrikanischen Ländern zu bewältigen? Das sind nur zwei Fragen, die wir mit Expert*innen in unserem Online Talk diskutieren möchten. Afrikas Anteil am Welthandel liegt immer noch bei marginalen zwei Prozent. Afrikanische Politiker*innen setzen daher ihre Hoffnung auf die Afrikanische Kontinentale Freihandelszone (AfCFTA), die mit 54 Ländern als größter Handelsblock der Welt gilt. Durch den Abbau von Zöllen und anderen Handelshemmnissen soll vor allem der innerafrikanische Handel forciert werden.

Die Veranstaltungsreihe „Made in Africa“ rückt die europäischen Handelsbeziehungen mit Afrika ins Zentrum. In der Podiumsdiskussion diskutieren Expert*innen aus Wirtschaft und Entwicklungspolitik.

Donnerstag, 17. Juni 2021, 19 Uhr, AAI-Online-Raum, www.aai.plus/webinar/
Gesprächspartner*innen: Rita Isiba (Moderation), Gunter Schall (ADA), Alexandra Ngandeu (Manuyoo GmbH), Adiam Emnay (Dubaruba), Paul Schreilechner (BioTan), Andrea Reitinger (EZA Fairer Handel GmbH)

In Kooperation mit: afrika.info, Dubaruba, EZA Fairer Handel GmbH, KIKOI, Manuyoo GmbH

Förderung von Schulprojekten zu Klimagerechtigkeit und Nord-Süd-Kooperationen

Über den Entwicklungspolitischen Beirat des Landes Salzburg werden auch Bildungsprojekte von Schulen gefördert. Wenn eine Schule ein passendes Unterrichtsprojekt oder eine Schulpartnerschaft mit einer Schule in einem Land des Globalen Südens durchführt, kann hier um Projektförderung eingereicht werden. Die Einreichung müsste für 2021 bis spätestens 15.9. erfolgen (für 2022 bis 28. 2.2022).

Um Förderung angesucht werden könnte auch für die Mitwirkung an der Aktion „Gaisberg 1287 Klimaschutz-Callenge„, die zu Klimaschutzaktivitäten im Schuljahr 2021/22 aufruft. Möglich wären Workshops mit Südwind Salzburg (Kontakt:  sonja.schachner@suedwind.at ) und/oder Klimabündnis Salzburg (Kontakt:  brigitte.drabeck@klimabuendnis.at) sowie ein Workshop  im Rahmen einer Wanderung auf den Gaisberg mit Willi Schwarzenbacher, Arzt und Betreuer der Streuwiesen am Gaisberg (Kontakt: willi.schwarzenbacher@gmail.com). Hans Holzinger von der Robert Jungk-Bibliothek steht für einen Vortrag „Zero Emission. Wie wir die Klimawende schaffen und wer was hierfür zu tun hat“ zur Verfügung  (Kontakt: hans.holzinger@jungk-bibliothek.org). Teil des Unterrichtsprojekts könnten Benefizaktionen für  ein Wiederaufforstungsprojekt in Äthiopien von Menschen für Menschen sowie für das Projekt Kindern eine Chance in Uganda sein.

Zwei aktuelle Veranstaltungen des Afro-Asiatischen Instituts

Das bedingungslose Grundeinkommen. Eine Methode gegen die globale Armut?
Termine und Orte: Donnerstag 27. Mai 2021
Straßenaktion 15 Uhr / vor der Stadt:Bibliothek, Schumacherstraße 14,
Gesprächsabend 18:30 Uhr / https://aai.plus/webinar

Ein wichtiges Pilotprojekt zum Bedingungslosen Grundeinkommen (BGE) wurde 2008-2009 in Otjivero – Omitara, Namibia durchgeführt. Anhand dieses konkreten Beispiels sowie durch einen Überblick zu weiteren Projekten weltweit wird an diesem Abend gezeigt, wie das Bedingungslose Grundeinkommen Menschen dabei unterstützen kann, ihre wirtschaftliche Lage und ihr Leben zu verbessern. Den einführenden Überblick wird Georg Sorst vom Rundentisch Bedingungsloses Grundeinkommen Salzburg geben. Claudia und Dirk Haarmann werden anschließend über das Projekt in Namibia berichten. Sie haben das Projekt von Beginn an begleitet und können daher einen fundierten Einblick zu diesem Beispiel geben. Das viel diskutierte Konzept des Bedingungslosen Einkommens sorgt dafür, bisherige Wirtschafts- und Gesellschaftsmodelle in Frage zu stellen und revolutionäre Alternativen denkbar zu machen. Das sind Denkanstöße, die besonders in Krisenzeiten dazu anregen die Welt zukünftig gerechter zu gestalten.

Am frühen Nachmittag lädt eine informative und interaktive Straßenaktion vor der Stadt:Bibliothek dazu ein sich spielerisch mit dem Bedingungslosen Grundeinkommen auseinanderzusetzen.

Referierende: Claudia und Dirk Haarmann, Entwicklungssoziologie und Theologie, Deutschland; Georg Sorst, Runder Tisch Bedingungsloses Grundeinkommen Salzburg

Eine Veranstaltung des Afro-Asiatischen Instituts in Kooperation mit Runder Tisch Bedingungsloses Grundeinkommen Salzburg, Katholische Hochschulgemeinde

Deine Stimme zählt!

Bis Ende 2021 Unterstützungserklärungen für das österreichische Volksbegehren zum Grundeinkommen abgegeben werden. Auf EU Ebene können bis 25. März 2022 Stimmen für die Bürger*inneninitiative abgegeben werden.

Österreichische Volksbegehren zum BGE: www.volksbegehren-grundeinkommen.at

Europäische Bürger*innen-Initiative BGE: www.ebi-grundeinkommen.de

10. Empfang der Religionen: Daoismus. Religionsverbindendes Gebet und Festvortrag
Termin: Montag 31. Mai 2021, 18:15 Uhr
Ort: Kollegienkirche (Gebet), ab 19:30 Uhr  (Grußworte) und ab 20 Uhr (Festvortrag) Hörsaal 101 bzw. per Webex

Dieses Jahr feiert der Empfang der Religionen sein zehntes Jubiläum und stellt dabei den Daoismus in den Mittelpunkt. Alle Interessierten sowie Religionsvertreter*innen und -angehörige sind herzlich eingeladen. Der Arbeitskreis Interreligiöser Dialog eröffnet den Empfang mit einem religionsverbindenden Gebet in der Kollegienkirche. Den anschließenden Festvortrag hält Prof. Dr. Hans van Ess vom Institut für Sinologie der Ludwig Maximilians Universität München, dem Sie über Webex oder gestreamt im Hörsaal 101 beiwohnen können. Wir hoffen, dass das Schwerpunktthema uns zu etwas mehr Balance in diesen bewegten Zeiten führt.

Covid-19 Prävention: Maskenpflicht und 2m-Abstand; im Hörsaal 101 gilt zusätzlich die 3-G-Regel und eine Anmeldung ist erforderlich.

Anmeldung: Teilnahme in der Kollegienkirche ohne Anmeldung möglich. Anmeldung für den Besuch von Hörsaal 101 erforderlich unter 0662/8044-2750 oder marinapinheiro.teixeira@sbg.ac.at

Onlineübertragung des Gebets: http://aai.plus/dao

Link zum Festvortrag: https://uni-salzburg.webex.com/meet/martin.roetting

Eine Veranstaltung des Afro-Asiatischen Instituts in Kooperation mit der Theologischen Fakultät der Universität Salzburg, Erzdiözese Salzburg, Diözesankommission für den interreligiösen und interkulturellen Dialog (DKID), Katholischer Akademiker*innenverband (KAV), Katholische Hochschulgemeinde, Institut für Religionspädagogische Bildung Salzburg (IRPB), Chinazentrum der Universität Salzburg

Kaufen ohne Ende? Konsumkritische Stadtspaziergänge. Ein Angebot der entwicklungspolitischen Plattform Salzburg

Die konsumkritischen Stadtspaziergänge sind informative & interaktive Rundgänge durch die Stadt. Seit 2015 werden sie von der entwicklungspolitischen Plattform des Landes Salzburg regelmäßig im Frühsommer angeboten. Sie stellen fairen & nachhaltigen Konsum in den Mittelpunkt. An Stationen erfahren die Teilnehmer*innen mehr über Produktion und Lieferketten, wo in Salzburg nachhaltig, fair und biologisch gegessen, eingekauft und wiederverwendet wird. Aktuell werden Spaziergänge zu Ernährung, Bekleidung, Mobilität, Elektronik, Macht der Konzerne, Fairer Handel und Fleischkonsum angeboten. Die Zielgruppe reicht von Interessierten bis hin zu Multiplikator*innen.

Aktuelle Termine 2021 geführte Spaziergänge „Kaufen ohne Ende?“

1. Termin: Freitag, 28. Mai 2021, 13 – 15 Uhr

Themen: FoodCoops, Bekleidung, Mobilität, Fairtrade Stadt Salzburg

Treffpunkt: Hans-Sachs-Gasse 14 (vor der Haustür), Ende: Mirabellplatz

2. Termin: Freitag, 25. Juni 2021, 15 – 17 Uhr

Themen: Elektronik, Macht der Konzerne & Fleischkonsum, Bekleidung, Fairer Handel

Treffpunkt: ARGEkultur, Ulrike-Gschwandtner-Straße 5 (vorm Eingang), Ende: Weltladen Linzergasse

Dauer jeweils: ca. 2 Stunden. Kostenlos!

Anmeldung erforderlich: 0662/841413-­13, office@aai­salzburg.at

Veranstalter*in: Entwicklungspolitische Plattform Salzburg (AAI Salzburg, A3W, INTERSOL, Referat für Weltkirche, Südwind)

In Kooperation mit: EZA Fairer Handel, FAIRTRADE Stadt Salzburg, FoodCoops

Digitaler Stadtrundgang Fleischgeschichte(n)

Im Jahr 2020 wurde der Spaziergang um eine digitale Variante erweitert. Dieser App-gestützte Rundgang (in Kooperation mit der Stadtmacherei) beschäftigt sich mit dem Thema Fleisch und verknüpft die kritische Auseinandersetzung mit historischen Plätzen und Orten in der Altstadt. Er richtet sich vor allem an ein Publikum zwischen 14 und 26 Jahren und darüber hinaus an alle, die Salzburg von einer konsumkritischen Seite kennenlernen wollen.

Hier geht es zu den Video Fleischgeschichten

Um die Tour zu absolvieren, müssen Sie die App „Stadtmacherei“ auf Ihrem Handy installieren. Die App ist sowohl für Android als auch für Apple verfügbar. Probieren Sie es einfach aus!

hier geht’s zur App

Dauer: 60 Min. Ort: Die Stationen befinden sich fußläufig in der Innenstadt.

Lernen abseits des Klassenzimmers: Das Arbeiten mit und zum Thema Fleischkonsum wird Schulklassen im Rahmen des Unterrichts mit der App gestützten interaktiven Tour unkompliziert möglich.

Über die entwicklungspolitische Plattform des Landes:

Die entwicklungspolitische Plattform des Landes Salzburg ist ein Zusammenschluss von Organisationen, welche für ihre jeweiligen Zielgruppen entwicklungspolitische Bildungs- und Informationsarbeit leisten. Beispiel für ein gelungenes gemeinsames Projekt sind die konsumkritischen Stadtspaziergänge.

Mitglieder sind: A3W- Aktionsgruppe 3. Welt, DKWE (Diözesankommission für Weltkirche und Entwicklungszusammenarbeit vertreten durch das AAI Salzburg und das Referat Weltkirche), Verein INTERSOL und Südwind Salzburg.

Corona in Partnerländern (16): Bericht von Little Flower über die dramatische Lage in Indien

.Wir kennen die Berichte aus den Medien über die Zuspitzung der Pandemie in Indien. Angesichts der stark steigenden Infektionszahlen, denen eine vergleichsweise schlechte medizinische Versorgung gegenübersteht, kann man ermessen, wer einmal mehr die Leidtragenden sind. – Natürlich die, die immer schon vergessen wurden, so Claudia Vilanek im aktuellen Newsletter von Little Flower, eine Hilfsorganisation aus Salzburg, die auch vom Land Salzburg unterstützt wird.
 
„Die Berichte in den Medien sind für uns Menschen ohne Namen.  In Little Flower bekommen die vielen für mich Namen und Gesichter, ich kenne ihre Geschichten, die Familien, ihre Freuden und ihr Leiden seit mehr als 30 Jahren“, so Vilanek weiter. Sie zitiert einen Bericht ihres Projektpartners Shiv Shanker den wir hier gerne wieder geben:

„…Ich leide seit Tagen an hohem Fieber und körperlichen Schmerzen, 80% der Dorfbevölkerung leidet an diesem Fieber, und viele davon haben sich mit Corona infiziert. Einige sind sehr krank, brauchen Sauerstoff und werden im Krankenhaus behandelt. Jeder Tag Spitalsaufenthalt kostet 9000 INR/ca. 100,00€, eine Summe, die sich keine Familie von uns leisten kann. 
In den Nachrichten hören wir die täglich steigenden Zahlen an Corona Infizierten in Indien. Ärzte und Pflegepersonal weinen vor den Regierungsbeamten und betteln um Medizin und Sauerstoff, es sind erschütternde Bilder, die Situation in unserem Land ist wirklich sehr, sehr schwierig für alle von uns!
Viele Colleges haben wieder geschlossen und unsere Studenten und Studentinnen kommen wieder nach Hause. Auch sie bräuchten dringend einen Test, denn einige haben hohes Fieber.“ 

„One world talk“: Facing the pandemic among other challenges in BOLIVIA

Seit Dezember 2020 veranstaltet r Verein INTERSOL regelmäßige Online-Dialoge mit Gesprächspartner*innen aus den Partnerländern in englischer Sprache. Am 29. April gibt es einen Dialog mit Maria Lohman aus Bolivien!

„One world talks“ is a dialogue series in English organized by INTERSOL with representatives of partners in the Global South. They give an insight into their first-hand experiences of current local and global challenges, especially Covid-19, for their societies and discuss political and social implications of these developments. Their input is followed by a discussion with participants. In April our dialogue partner will be Maria Lohman from Bolivia!

Thurdsay, 29th of April, 7-8:30 p.m (local time in Austria)

Dialogue partner: Maria Lohman from the foundation „Somos Sur“ in Cochabamba / Bolivia

Participation is free of charge. Participants will get the zoom-link after registration via E-Mail: office@intersol.at

About:
Maria Lohman grew up in the Netherlands and first worked there as a teacher. Her marriage to a Bolivian brought her to Cochabamba in Bolivia, where she is living since more than 50 years now. During these years, she has experienced several coups d’état, had a son and become a popular educator in rural, indigenous areas and a political and social activist, fighting first against the dictatorships and oppression of the indigenous population and then increasingly also against environmental destruction by agribusiness, gender-based violence and the again growing political authoritarianism. For her work in the countryside, she learned to speak the indigenous language Quetchua fluently. She is the founder of the documentation centre CEDIP and the foundation „Somos Sur“, which do independent reporting, education/training and activism to promote change regarding structural political, social and ecological issues.