(Ein)Treten für Klima und fairen Handel | Biketour „Fit für 2050“ | Abschluss im Schloss Mirabell 16.9. 16.30

Zehn Tage ist die Seekirchnerin Karin Hörmanseder als Botschafterin für Klimaschutz und fairen Handel mit ihrem Lastenrad unterwegs. Auf verschiedenen Stationen baut sie die mitgeradelte Kaffeemaschine auf und motiviert Menschen, sich in Ihrer Gemeinde für Klimaschutz und Fairen Handel einzusetzen. Die 2. Biketour dieses Jahres führt Hörmanseder bis nach Krimml und wieder zurück in die Stadt Salzburg. Sie endet am 16. September am Robert-Jungk-Platz mit Infoständen von Partnerorganisationen der Biketour. Danach wird ins Schloss Mirabell geradelt, wo es eine Abschlussfeier mit LHStv. Heinrich Schellhorn und Bürgermeister Harald Preuner mit der Stadt Salzburg als „Faire Gemeinde“ gibt.  16.30 Uhr. Ihr seid alle herzlich eingeladen!  Mehr in dieser Presseaussendung

Anmeldung via Mail: karin.hoermanseder@biofairconnection.at

Wer ist und was macht die AG Globale Verantwortung?

Die Globale Verantwortung, Arbeitsgemeinschaft für Entwicklung und Humanitäre Hilfe, vertritt als Dachorganisation national und international die Interessen von 34 österreichischen Nichtregierungsorganisationen, die in den Bereichen Entwicklungszusammenarbeit, entwicklungspolitische Inlandsarbeit, Humanitäre Hilfe sowie nachhaltige globale wirtschaftliche, soziale und ökologische Entwicklung tätig sind.

Auf der Homepage findet man die Mitglieder, aktuelle Projekte und Stellungnahmen sowie einen Link zum informativen wöchentlichen Newsletter, der über Projekte, Veranstaltungen, Jobausschreibungen u.a.m. berichtet. Hier zu bestellen: https://www.globaleverantwortung.at/woechentlicher-newsletter

Mit Appellen tritt die AG Globale Verantwortung an die Öffentlichkeit sowie die politischen Entscheidungsträger:innen. Zuletzt wurde etwa ein Appell „Wir sind erst sicher, wenn alle sicher sind. COVID-19 global bekämpfen: Impfen“ an die österreichische Bundesregierung veröffentlicht.

Interessant ist auch die Projektlandkarte, die sämtliche aktuellen Projekte der Entwicklungszusammenarbeit der Mitgliedsorganisationen enthält.

Mit GofairSalzburg verfolgen wir das Ziel, die über 60 Initiativen der Entwicklungszusammenarbeit in Salzburg zu vernetzen.

Entwicklung wohin? Kontinuitäten unterbrechen – Nord-Süd verbinden – Neues verhandeln | 18. Entwicklungspolitische Hochschulwochen 8.-30.11

Vom 8.-30.11.2021 finden die 18. Entwicklungspolitischen Hochschulwochen in Salzburg statt. Diese bewährte Kooperation zwischen Südwind und der Universität lädt zu einer spannenden Veranstaltungsreihe unter dem Titel Entwicklung wohin? Kontinuitäten unterbrechen – Nord-Süd verbinden – Neues verhandeln ein. In Anbetracht aktueller Krisen diskutieren wir aus unterschiedlichen Perspektiven – sozial, kulturell, ökologisch, wirtschaftlich, politisch, richten den Blick richten auch auf den globalen Süden und führen einen Diskurs zu Alternativen – in Österreich und anderswo. Ein Vorgeschmack zu unseren Gästen: Boniface Mabanza (Literaturwissenschaftler, Philospoh, Theologe), Payal Arora (digitale Anthropologin), Michael Braungart (Mitbegründer von Cradle to Cradle), Nina Hansen (Sozial- und Kulturpsychologin).

Das Programm ist noch in Planung, wird aber hier https://www.suedwind.at/salzburg/angebote/schwerpunktwochen/schwerpunktwochen-2021/ zu finden sein.

Frauen in den Alpen & Frauen im Himalaya. Eine Ausstellung von Erika und Irmtraud Hubatschek

Das Bhutan-Netzwerk lädt zu einer Fotoausstellung im Lungau „Frauen in den Alpen & Frauen im Himalaya“ ein. 16.8.-27.8.2021 im Gemeindehaus in Tamsweg.

Was haben nun Frauen in den Alpen und Frauen im Himalaya gemeinsam? Vielleicht mehr, als man auf den ersten Blick glauben könnte…

Quer durch beide Kulturkreise – den katholisch geprägten alpinen und den buddhistisch geprägten des Himalaya – ziehen sich zeit- und ortsversetzte Parallelen, die gerade in der bildlichen Gegenüberstellung förmlich ins Auge springen.

Diese für Schloss Kuenburg neu zusammengestellte Ausstellung von Erika und Irmtraud Hubatschek, möchte durch das dreifache Überkreuzen von Orts-, Zeit- und Kulturachse den Blick schärfen für die bergbäuerliche Lebenswelt der Frauen hier in den Alpen und auf 3000 bis 5000m Höhe im Himalaya.

Die Bilder von Erika Hubatschek (1917-2010) sind alle zwischen 1939 und 1959 entstanden; diejenigen von Irmtraud Hubatschek (*1960) zwischen 1984 und 2016 im indischen Himalaya (Ladakh, Spiti, Kinnaur, Lahaul, Kangra), in Nepal (Langtang, Kali Gandaki und Dolpo) sowie in Tibet.

„Wenn viele geben, wird Unglaubliches möglich“ | Verein Little Flower unterstützt Leprakranke und ihre Familien in Indien

„Wenn viele geben, wird Unglaubliches möglich“ – mit diesen Worten bedanken sich Claudia Wilanek und Waltraud Martius namens des Vorstands des Vereins „Little Flower“ für großzügige Spenden. Einem Aufruf folgend wurden innerhalb eines Monats 21.200,00 € an Corona – Hilfe für die Leprakranken und ihre Familien in Indien gespendet. „Wir konnten damit vieles bewirken und den dringlichsten Bedarf an Grundnahrungsmittel und Hygienemaßnahmen in den Dörfern abdecken. Die Bilder, die mich aus den Kolonien erreichen, sind wirklich erschütternd. Kaum zu glauben, dass es heute noch Menschen geben muss, die in so viel Armut und verlassen von der Welt leben müssen.“ So die beiden im einem Dankesschreiben. Die Aktivitäten des Vereins „Little Flower“ werden auch vom Land Salzburg unterstützt.

Mehr zur Arbeit von Little Flower gibt es auf Videos: https://youtu.be/hg2X8V_G72k und https://youtu.be/k-Zyv2iyXtU).
Foto: Verein Little Flower

Erster Zwischenbericht: Integrierte Gemeindeentwicklung in Borana, Äthiopien

Eines der Projekte des Länderschwerpunkts „Äthiopien“ der Salzburger Entwicklungszusammenarbeit wird von der „Sei so frei“ und „SCORE“ umgesetzt. Nun gibt es einen ersten Zwischenbericht des Vorhabens „Integrierte Gem4eindeentwicklung in Borana“. Hier die deutschsprachige Kurzfassung:

„Das Projekt ging am 1. Juli 2020 inmitten der ersten Welle der COVID19 Pandemie in die Umsetzung. Von den kriegerischen Unruhen in der nördlichen Provinz Tigray, über die auch in Österreich in den Medien richtet wurde, ist das Projekt nicht betroffen. Der Projektpartner SCORE hatte im Borana Distrikt in den Jahren zuvor bereits Vorarbeiten geleistet. So wurden in den Bezirken Yabello, Dubluq, Gomole, Elwaye und Dillo erfolgreich zwei Nothilfeprojekte zu Bekämpfung der Dürre durchgeführt. Diese Projekte verfolgten hauptsächlich „Cash-for-Work“ Aktivitäten
zur Sanierung von Weideland und von Dämmen.

Aufbauend auf diese Nothilfeprojekte geht SCORE nun zunehmend zu langfristigen Entwicklungsmaßnahmen über – das gegenständliche Projekt, das vom Land Salzburg und von SEI SO FREI Salzburg finanziert wird, ist eine solche langfristige Maßnahme. Die Hauptkomponenten des Projekts zielen auf die Erhöhung des Familieneinkommens, die
Verbesserung der gemeindebasierten Gesundheitsversorgung, die Erweiterung der Bildungsmöglichkeiten und die Verbesserung von Stabilität und Sicherheit durch friedensstiftende Maßnahmen ab.

Das Projekt begann am 1. Juli 2020 in Äthiopien während des ersten Lockdowns. Alle Aktivitäten mussten rasch an die COVID19 Realität angepasst werden – so konnte nur mit kleinen Gruppen gearbeitet werden, große Meetings und Veranstaltungen konnten nicht stattfinden, weiters konnte die unter Resultat 2 geplanten Aktivitäten nicht umgesetzt werden. In den ersten sechs Monaten wurde das Projektteam rekrutiert, die Dorfgemeinschaften über die Projektinhalte informiert und die Daten aktualisiert. Weiters wurden erste Gruppen und Kooperativen aufgebaut und erste Maßnahmen umgesetzt:

Resultat 1: Reduktion der Armut durch Erhöhung des Familieneinkommens in 1.170 Haushalten 59 von geplanten 200 Haushalten wurden in Gruppen organisiert und 20 Zuchtbullen bereitgestellt. In der Ziegenzucht wurden einer Pilotgruppe von 15 Frauen 30 Ziegen zur Verfügung gestellt. Aufbauend auf diese Pilotgruppen werden die Aktivitäten sukzessive ausgeweitet.

Resultat 2: 2.400 Kinder an 4 Schulen und 150 Erwachsene haben Zugang zu qualitätsvoller Bildung Im Rahmen dieses Resultates wurde vorbereitente Erhebungen und Abstimmungen mit den Schulen vorgenommen. Aufgrund der durchgängigen Schulschließungen konnten die Maßnahmen bislang nicht umgesetzt werden.

Resultat 3: Verbesserte Gesundheitsversorgung von 2.500 Haushalte durch Zugang zu präventiven und kurativen Gesundheitsdiensten sowie Gewährleistung der Wasserversorgung für 125 Haushalte. Hier wurden neben der Aktualisierung der Bedarfsermittlung zur Renovierung von fünf Gesundheitsposten eine Bewusstseinsbildungskampagnen („Open Defactation Free“) zur Sensibilisierung der Bevölkerung zu Hygienemaßnahmen in zwei Gemeinden des Bezirks Dillo, nämlich in Bilala und Kancharo, durchgeführt.

Resultat 4: Die Häufigkeit von Konflikten nimmt ab und das friedliche Zusammenleben zwischen Dorfgemeinschaften wird gestärkt Im Rahmen der Komponente Friedensbildung und Förderung der Koexistenz wurde ein Forum zur Konfliktbeilegung zwischen zwei verfeindeten Gruppen im Grenzgebiet zwischen Äthiopien und Kenia
eingerichtet. Darüber hinaus nahmen insgesamt 2.500 Menschen an „Community Conversations“ teil. Im Rahmen dieser Maßnahme wurden auch Schilder und Plakate mit Friedensbotschaften aufgestellt.“

Rückfragen gerne an Wolfgang Heindl.

„Eine Erde für uns alle. Gaisberg 1287 Klimasschutz-Challenge“ | Angebot an Schulen, Bildungsprojekte einzureichen

„Eine Erde für uns alle“ -unter diesem Motto wurde vor kurzem die Aktion „Gaisberg 1287 Klimaschutz-Callenge“ gestartet, die zu Klimaschutzaktivitäten und globaler Solidarität im Schuljahr 2021/22 aufruft. Den Start machte die Private Mittelschule Goldenstein, die ein Semester lang zum Thema gearbeitet hat und am 29. Juni die Aktion mit ihrer „Gaisbergwanderung“ eröffnet. Hier einige Projektergebnisse.

Wir laden Schulen ein, sich an der Aktion zu beteiligen. Möglich sind Workshops mit Südwind zu Nord-Süd-Themen und/oder Klimabündnis Salzburg zu Klimagerechtigkeit sowie ein Workshop mit dem Initiator der Aktion Willi Schwarzenbacher,  Arzt und Betreuer der Streuwiesen am Gaisberg, in der Schule zum Thema  „Wie geht demokratische Mitbestimmung?“ z. B. Anfrage, Brief an politische Funktionsträger, Demonstration, Klimaklage, oder im Rahmen einer Wanderung auf den Gaisberg zu Wiederaufforstung u.a. Hans Holzinger von der Robert Jungk-Bibliothek steht für einen Vortrag „Zero Emission. Wie wir die Klimawende schaffen und wer was hierfür zu tun hat“ zur Verfügung. Teil des Unterrichtsprojekts könnten Benefizaktionen für  ein Wiederaufforstungsprojekt in Äthiopien von Menschen für Menschen sowie für das Projekt Kindern eine Chance in Uganda sein. Mehr dazu weiß auch Willi Schwarzenbacher. 

Wir schlagen vor, dass sich Schulen bzw. Schulklassen ein Projektmenü aus den Angeboten zusammenstellen. Kontaktaufnahme jeweils über den Link. Möglich sind auch Exkursionen etwa zu Ernährung (Biobauern), Kreislaufwirtschaft (Siggerwiesen) oder Mobilität (z. B. Mooncity) Interessierte Schulen können für die Finanzierung der Workshops um Förderung beim Entwicklungspolitischen Beirat des Landes ansuchen. Einreichfrist für Herbst 2021 ist der 30. August 2021, für Frühjahr 2022 der 28. Februar 2022. Hier geht es zur Einreichung.

Förderung des Landes für Entwicklungszusammenarbeit 2021 | Ergebnisse des ersten Call

In der Sitzung am 22. März 2021 hat der Entwicklungspolitische Beirat der Salzburger Landesregierung über die eingebrachten Förderanträge für 2021 beraten. 30 der insgesamt 32 Anträge wurden als förderungswürdig empfunden und dem Land Salzburg zu Unterstützung empfohlen. Per Umlaufbeschluss wurde ein weiteres Projekt in Nepal zur Förderung empfohlen. Die Liste der geförderten Projekte findet man hier. 23 der empfohlenen Projekte beziehen sich auf Maßnahmen der Entwicklungszusammenarbeit, 6 Anträge auf entwicklungspolitische Bildungsarbeit in Salzburg, zwei auf die Vergabe von Stipendien. Mit der von Landesrätin Andrea Klambauer mittlerweile gutgeheißenen Empfehlung des Beirats konnten insgesamt an die 700.000 Euro an Mitteln vergeben werden. Darunter die beiden Regionalpartnerschaften Salzburgs mit Singida (Tansania) und San Vincente (El Salvador). Für den Länderschwerpunkt Äthiopien wurden vorerst zwei eingereichte Projekte genehmigt, über ein weiteres Projekt wird in der nächsten Sitzung des Beirats am 17. Juni 2021 beraten.

In einem zweiten Call für Inlandsarbeit können weitere Einreichungen erfolgen. Frist ist der 30. August 2021. Diese werden in der Sitzung des Beirats am 23. September beraten. Insbesondere laden wir auch Salzburg Schulen ein, Projekte einzureichen. Hier geht es zur Einreichung.

Ausstellung Made in Africa & Podiumsgespräch

Vom Laufschuh Enda aus Kenia zum Mara Phone aus Ruanda, von den farbenfrohen Afrisocks aus Ghana zum stylischen Modelabel Butterpudding aus Südafrika – Produkte aus unserem Nachbarkontinent machen immer häufiger von sich reden.

Dennoch liegt Afrikas Anteil am Welthandel immer noch bei marginalen zwei Prozent. Afrikanische Politiker*innen setzen daher ihre Hoffnung auf die Afrikanische Kontinentale Freihandelszone (AfCFTA), die mit 54 Ländern als größter Handelsblock der Welt gilt. Durch den Abbau von Zöllen und anderen Handelshemmnissen soll vor allem der innerafrikanische Handel forciert werden.

Die Veranstaltungsreihe „Made in Africa“ rückt die europäischen Handelsbeziehungen mit Afrika ins Zentrum. In der Ausstellung werden ausschließlich in Afrika endgefertigte Produkte präsentiert. Begleitet wird die Produkt-Messe durch die informative Online-Kampagne: madeinafrica.at

Auf Wunsch wird eine kostenfreie Führung angeboten.
Donnerstag 17. bis Sonntag 20. Juni 2021, jew. 10-14 Uhr
Afro-Asiatisches Institut, Philharmonikergasse 2, 5020 Salzburg
Anmeldung an office@aai-salzburg.at oder 0662/841413-13

Rahmenprogramm: Online Podiumsdiskussion Made in Africa – Chancen und Herausforderungen für afrikanische Marken in Europa

Welche Chancen bietet “Made in Africa” für afrikanische Produzent*innen? Und: Welche Herausforderungen sind in den Handelsbeziehungen zwischen der EU und afrikanischen Ländern zu bewältigen? Das sind nur zwei Fragen, die wir mit Expert*innen in unserem Online Talk diskutieren möchten. Afrikas Anteil am Welthandel liegt immer noch bei marginalen zwei Prozent. Afrikanische Politiker*innen setzen daher ihre Hoffnung auf die Afrikanische Kontinentale Freihandelszone (AfCFTA), die mit 54 Ländern als größter Handelsblock der Welt gilt. Durch den Abbau von Zöllen und anderen Handelshemmnissen soll vor allem der innerafrikanische Handel forciert werden.

Die Veranstaltungsreihe „Made in Africa“ rückt die europäischen Handelsbeziehungen mit Afrika ins Zentrum. In der Podiumsdiskussion diskutieren Expert*innen aus Wirtschaft und Entwicklungspolitik.

Donnerstag, 17. Juni 2021, 19 Uhr, AAI-Online-Raum, www.aai.plus/webinar/
Gesprächspartner*innen: Rita Isiba (Moderation), Gunter Schall (ADA), Alexandra Ngandeu (Manuyoo GmbH), Adiam Emnay (Dubaruba), Paul Schreilechner (BioTan), Andrea Reitinger (EZA Fairer Handel GmbH)

In Kooperation mit: afrika.info, Dubaruba, EZA Fairer Handel GmbH, KIKOI, Manuyoo GmbH