Ausschreibung: Stipendienprogramm für Eine Welt

Im Rahmen des AAI-Stipendienprogrammes werden Master- und PhD-Studierende aus Entwicklungsländern mit Teilstipendien unterstützt. Voraussetzung für die Förderung ist eine entwicklungspolitisch relevante Schwerpunktsetzung im Studium bzw. im Rahmen der Abschlussarbeit. Bitte um Weiterleitung an interessierte Studierende. Die Bewerbungsfrist endet am 31. Juli 2019.

Weitere Details zum Stipendienprogramm finden Sie hier.

 

„Konsumkritischer Spaziergang“ von Salzburger NGOs als Highlight der Österreichischen Aktionstage Nachhaltigkeit ausgezeichnet

Ein konsumkritischer Stadtspaziergang ist ein informativer und interaktiver Rundgang durch Salzburg, der fairen und nachhaltigen Konsum in den Mittelpunkt stellt. Anhand von verschiedenen Stationen erfahren die TeilnehmerInnen mehr über die Produktionsschritte von Waren und wo man in Salzburg ‚anders‘ essen, einkaufen und ‚selber machen‘ kann. Die konsumkritischen Spaziergänge werden von Südwind Salzburg, Afroasiatisches Institut und Intersol organisiert. Das Projekt wurde als Highligt 2019 der Österreichischen Aktionstage ausgezeichnet. Wir gratulieren herzlich! mehr

Global Citizenship Education – Politische Bildung für die Weltgesellschaft | Neuer Lehrgang startet

Global Citizenship Education (GCED) ist – kurz gefasst – Politische Bildung, die den Erfordernissen einer sich globalisierenden Welt Rechnung trägt. Ausgangspunkt ist nicht mehr der „methodische Nationalismus“, der Politik aus der Sicht des Nationalstaats betrachtet, sondern die weltbürgerliche Sicht. Dabei geht es besonders darum, die komplexen Zusammenhänge zwischen dem Lokalen, dem Nationalen und dem Globalen zu erkennen und zu berücksichtigen.

GCED setzt sich zum Ziel, Lernende mit Fragen der globalen Gerechtigkeit, einer nachhaltigen Wirtschafts- und Lebensweise sowie eines friedlichen Zusammenlebens in Gleichberechtigung zu befassen und sie zu einer lösungsorientierten wissenschaftlichen Auseinandersetzung damit zu befähigen. GCED ist ein konstitutiver Bestandteil der Bildungsaufgaben innerhalb der Sustainable Development Goals (SDGs), der Nachhaltigen Entwicklungsziele der UNO.

Der Universitätslehrgang (ULG) der Alpen-Adria-Universität Klagenfurt findet in Kooperation mit KommEnt und Pädagogischer Hochschule Kärnten statt und wird durch das BMFWF und ADA gefördert. Der ULG bietet im Sinne eines „Train the Trainer“-Programmes eine theoriebasierte Weiterbildung zu Global Citizenship Education (GCED) mit Master-Abschluss. mehr

Projekte in 15 Ländern gefördert | Schwerpunkt Syrien | Bildungsarbeit im Inland ebenfalls wichtig

Das Land Salzburg hat 2019 seine Mittel für Entwicklungszusammenarbeit auf eine Million Euro erhöht, was einer Verdreifachung gegenüber 2018 entspricht. Dies schlug sich auch in der Anzahl der eingereichten Projekte wieder. 43 Projektansuchen – so viele wie nie zuvor – hatte der Entwicklungspolitische Beirat in seiner Sitzung am 18. März 2019 zu begutachten. 33 Projekte wurden nach ausführlicher Beratung dem Land Salzburg zur Förderung vorgeschlagen: 21 Auslandsprojekte in insgesamt 15 Ländern und 10 Inlandsprojekte zur Förderung von Bewusstseinsbildung und Globalem Lernen. Zudem wurden Mittel für die Evaluierung der Regionalkooperation mit San Vicente sowie für das Jubiläum 25 Jahre Regionalkooperationen reserviert.

Das Schwerpunktprojekt 2019 mit 500.000 € wurde vom Land Salzburg an das Rote Kreuz für ein Trinkwasseraufbereitungsprojekt nahe Damaskus in Syrien  vergeben. Die Regionalkooperationen mit Singida in Tansania und San Vicente in El Salvador erhielten jeweils 70.000 €. Diese drei Ländern führen die Vergabestatistik an (s. Grafik).

Die geförderten Projekte und die Höhe der Projektsumme sind hier einzusehen. 

Die Vereine, die bisher Projektförderungen des Landes erhalten haben, finden Sie hier.

Antragsrekord bei Entwicklungszusammenarbeit | Schwerpunkt Syrien

(LK) Die Landesregierung hat heuer das Budget für die Entwicklungszusammenarbeit auf eine Million Euro verdreifacht. 500.000 Euro davon sichern die Trinkwasserversorgung für 30.000 Menschen in der Nähe von Damaskus in Syrien. Welche Projekte mit der restlichen Summe gefördert werden, entscheidet sich demnächst. 42 Anträge sind eingelangt, fast doppelt so viele wie 2018.

„Ich freue mich besonders darüber, dass die Zahl der Einreichungen so stark gestiegen ist. Das zeigt, wie viele Initiativen es bereits in Salzburg gibt und wie dringend das Geld gebraucht wird“, betont Landesrätin Andrea Klambauer. Die halbe Million Euro für das Syrien-Projekt kommt über eine bereits erfolgte öffentliche Ausschreibung des Entwicklungspolitischen Beirats zur Vergabe. Bis Ende März ist mit einer Entscheidung über die restliche Zuteilung des Jahres 2019 zu rechnen.

Foto: v.l. Anton Holzer (Rotes Kreuz), LH Wilfried Haslauer, Sabine Kornberger-Scheuch (Rotes Kreuz), LR Andrea Klambauer, Amelie Höring (Entwicklungspolitischer Beirat) und Saleh Kaddura. Foto: Land Salzburg Franz Neumayr 21.2.2019

Salzburger Landeskorrespondenz, 18.03.2019
Hier geht es zur Langfassung der Aussendung

 

Entwicklungspolitische Bildungsarbeit stärken

Was kann entwicklungspolitische Bildungsarbeit bewirken? Dieser Frage wurde gestern bei der Präsentation der Studie „Entwicklung für den Norden. Wirkungsorientierung in der entwicklungspolitischen Inlandsarbeit“ aus Deutschland nachgegangen. „Die Ergebnisse sollen nun auch für die Arbeit in Salzburg genützt werden“, betont Landesrätin Andrea Klambauer.

„Die Gelder für die Entwicklungszusammenarbeit wurden heuer im Land Salzburg verdreifacht, nämlich auf eine Million Euro pro Jahr. Die geförderten Initiativen und Projekte zeigen eindrucksvoll, wieviel Entwicklung mit diesem Geld ermöglicht und in Gang gebracht wird. Ergänzend dazu wird auch Bildungsarbeit in Salzburg geleistet. Aktuelle Forschungsergebnisse aus Deutschland zeigen auf, welche Wirkungen sich durch Informationsarbeit erwarten lassen. Daraus wurde abgeleitet, wie die Wirkungsorientierung in der entwicklungspolitischen Bildungsarbeit in Salzburg gestärkt werden kann“, so Klambauer weiter.

Initiativen zur Bewusstseinsbildung

Entwicklungspolitische Bildungsarbeit – auch Globales Lernen genannt – informiert über Ursachen ungleicher Entwicklung, über global faire Arbeitsbedingen und Handelsbeziehungen. Es geht etwa um den sozialen und ökologischen Fußabdruck unserer Produkte. In Salzburg tragen Einrichtungen wie Südwind oder das Afro-asiatische Institut mit Vorträgen, Workshops und Aktionen zur Bewusstseinsbildung bei.

Salzburger Landeskorrespondenz, 13.03.2019

Wie lässt sich die Wirkung von entwicklungspolitischer Bildung erfassen? Präsentation einer deutschen Studie

In Salzburg gibt es ein breites Engagement für Entwicklungszusammenarbeit. Über 60 Initiativen sind auf der Homepage Gofair.Salzburg verzeichnet. Und was sehr erfreulich ist: Das Land Salzburg hat die Mittel für Entwicklungszusammenarbeit 2019 deutlich erhöht. Es geht aber nicht nur um „Hilfe in den Ländern des Südens“, sondern auch um „Entwicklung für den Norden“. NGOs fördern in diesem Sinne mit Workshops, Vorträgen und Aktionen wie konsumkritischen Spaziergängen die Entwicklung eines Bewusstseins für eine faire Welt. Doch lässt sich die Wirkung solcher Maßnahmen feststellen und messen?

Jean-Marie Krier von KommEnt Salzburg hat mit PartnerInnen eine umfangreiche Studie dazu für Deutschland verfasst. Zentrale Ergebnisse stellte er am 12. März 2019 in der JBZ-Reihe „Projekte des Wandels“ vor. Mit uns diskutierte die für Entwicklungszusammenarbeit zuständige Landesrätin Andrea Klambauer in dieser gemeinsamen Veranstaltung mit dem Entwicklungspolitischen Beirat des Landes Salzburg und dem Netzwerk Bildung für nachhaltige Entwicklung und Globales Lernen. (Titelbild: Referent Jean-Marie Krier mit Moderator Beiratsmitglied Hans Holzinger von der Robert-Jungk-Bibliothek.)

Angebote der entwicklungspolitischen Bildung wirken sowohl auf der Ebene des Wissens wie der Einstellungen und Haltungen, doch es gibt keine „unmittelbare Durchgriffslogik von Wissen auf Handeln“, so Studienautor Jean-Marie Krier. Als fördernde Bedingungen nannte er u.a. die Erfahrung von Selbstwirksamkeit, etwa wenn SchülerInnen bei der Umsetzung eines fairen Schulbuffets mitwirken können, die Freiwilligkeit der Teilnahme, was in Schulen etwa durch modulare Systeme erreicht werden könnte, in denen Freifächer gewählt werden können, sowie durch passende Lernorte. In Deutschland gibt es erste „globale Klassenzimmer“, in denen unterschiedliche Angebote vereint werden. Auch Projekte wie „Fairtrade-Schulen“, „Faire Schulen“ oder „Schulen gegen Rassismus“ können zur Bewusstseinsbildung beitragen.

In der anregenden Diskussion der präsentierten Studienergebnisse mit zahlreichen VertreterInnen entwicklungspolitischer Organisationen in Salzburg wurden u. a. das Verhältnis von Globalem Lernen und Politischer Bildung, die Ermöglichung von Selbstwirksamkeit – ein Beispiel sind die aktuellen Schulstreiks für eine wirksame Klimapolitik – sowie die Rolle der (Neuen) Medien und die Reflexion des Entwicklungsbegriffs angesprochen.

Die demnächst als Buch erscheinende Studie (Waxmann-Verlag) unterscheidet Wirkungen dreier Katergorien: Wirkungen 1. Ordnung: kognitiver Wissenserwerb, Interesse, verändertes Sensibilitätsniveau, Reflexion, Erfahrungen von Selbstwirksamkeit; Wirkungen 2. Ordnung: Persönliche Haltung / Überzeugung, handlungsleitende Orientierungen;
Wirkungen 3. Ordnung: verändertes Handeln , Breitenwirksamkeit. Zudem wird über unterschiedliche Methoden informiert, wie die Wirkung von Bildungsveranstaltungen gemessen werden kann. Ein Thema, das auch für Salzburg spannend ist, wie wohl auch die Grenzen der Messbarkeit von Wirkung anzuerkennen sind, wie Jean-Marie Krier einräumte.

Die Studie kann ab sofort unter www.waxmann.com/buch3923 in der Print-Version bestellt werden (ISBN 978-3-8309-3923-8, 34,90 €). Digital ist die Studie auch in Form einer pdf-Datei unter Open Access zugänglich: diese kann unter dem gleichen Link heruntergeladen werden.

Text: Hans Holzinger Fotos: Reinhard Geiger/JBZ

Freiwilligeneinsätze in der Entwicklungszusammenarbeit von VOLUNTARIS

Drei Monate oder auch länger in einem Projekt der Entwicklungszusammenarbeit mitarbeiten und eigene Fähigkeiten ein bringen, das ist das Ziel der von VOLUNTARIS vermittelten Freiwilligeneinsätze. Dabei geht es um ein Geben und Nehmen, wie Georg Primas von VOLUNTARIS in einem Infoabend in der Robert-Jungk-BIbliothek gemeinsam mit dem Salzburger Bildungswerk in der Reihe „Projekte des Wandels“ betonte. Die Innsbrucker Physiotherapeutin Doris Gerster (im Bild unten) berichtete eindrucksvoll von ihrem Einsatz in Tanzania und Kenia und vermittelte den an die 20 Interessierten anschaulich, wie solche Einsätze ablaufen. Die Freiwilligen werden von VOLUNTARIS betreut. Es gibt eine gute Vor- und Nachbereitung. Besten Dank an die Referierenden sowie an Christa Wieland vom SBW für die Kooperation. Mehr InfosWeltweit Erfahrung teilen, Infoabend Voluntaris, 21. Februar 2019

Salzburger Youth Education & Travel Fair im BRG Salzburg | 16.3.

YETF_Flyer_Salzburg_2019_A5Am Samstag, den 16. März 2019, findet die bereits siebte Salzburger Youth Education & Travel Fair im BRG Salzburg (Akademiestraße 19, 5020 Salzburg) statt. Von 10 bis 15 Uhr informieren über 20 internationale Veranstalter, Bildungsexperten und ehemalige Teilnehmer über Programme wie Schüleraustausch, Auslandsjahr, Gastfamilie werden, High School, Sprachaufenthalte, Freiwilligenarbeit, Work & Travel, Au-Pair, Praktika und Studium im Ausland. Die Youth Education & Travel Fair richtet sich an Schülerinnen und Schüler, ihre Eltern und Lehrer/-innen. Der Eintritt ist frei.

Mehr gibt es hier: www.youth-education-travel-fair.com

Entwicklung für den Norden. Wirkungsorientierung in der entwicklungspolitischen Inlandsarbeit | Studienpräsentation am 12.3.2019

Präsentation einer Studie von Susanne Höck (EOP, Freising bei München) und Jean-Marie Krier (KommEnt). 
Di. 12. März 2019 | 19 Uhr | Robert-Jungk-Bibliothek für Zukunftsfragen,
Strubergasse 18, 5020 Salzburg | Begrüßung: LR Andrea Klambauer
Moderation: Hans Holzinger, JBZ, Entwicklungspolitischer Beirat
Anmeldung erbeten

Download Einladung EntwicklungfürdenNorden_120319

Was kann entwicklungspolitische Informations- und Bildungsarbeit bewirken? Wie können wir uns dazu ein (besseres) Bild machen? Welche Wirkungen lassen sich realistischerweise erwarten? Mit welchen Methoden und Instrumenten können Wirkungen effizient erfasst werden?Diese und ähnliche Fragen beschäftigen entwicklungspolitische Akteure schon seit Längerem. Im Rahmen eines breit angelegten deutschen Forschungsvorhabens wurde diesen Fragen systematisch nachgegangen. Nun wird die Studie im Jänner 2019 beim Waxmann-Verlag (Münster-New York) publiziert. Wir stellen sie in Salzburg vor.

Die Ergebnisse und Erfahrungen, die in Deutschland gesammelt wurden, können auch für die Arbeit entwicklungspolitischer Inititaiven in Salzburg nutzbar gemacht werden. Die von einem 5-köpfigen Team erstellte Studie ist das Ergebnis einer engen Zusammenarbeit mit acht deutschen entwicklungspolitischen NRO über einen Zeitraum von anderthalb Jahren. Geplant und begleitet wurde das Forschungsvorhaben von einer Steuerungsgruppe bestehend aus dem zivilgesellschaftlichen Dachverband VENRO, dem deutschen Bundesministerium für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung (BMZ) sowie der Engagement Global gGmbH, finanziert durch BMZ.

Bei der Veranstaltung werden die wichtigsten Ergebnisse der Studie vorstellt. Anschließend soll diskutiert werden, wie Wirkungsorientierung in der entwicklungspolitischen Bildungsarbeit in Salzburg gestärkt werden kann.

Susanne Höck ist selbständige Evaluatorin, Beraterin und Trainerin in den Arbeitsfeldern Bildung für Nachhaltige Entwicklung, Globales Lernen, Fairer Handel und Entwicklungszusammenarbeit. Sie betreibt das U(nternehmen EOP – Evaluation, Organisationsentwicklung und Projektservice in Freising bei München. mehr

Jean-Marie Krier ist Projektreferent bei KommEnt – Gesellschaft für Kommunikation, Entwicklung und dialogische Bildung und in der Evaluierung von Entwicklungsprojekten tätig. Er ist Mitglied des Entwicklungspolitischen Beirats der Salzburger Landesregierung. mehr

Kooperationspartner: KommEnt, Entwicklungspolitischer Beirat der Salzburger Landesregierung, sabine – Salzburger Netzwerk Bildung für nachhaltige Entwicklung und globales Lernen.