Vom 21. Oktober bis 10. November 2024 waren Dario Baniwa und Janete Figueredo Alves, die frisch gewählten Präsident:innen der Klimabündnispartnerorganisation FOIRN sowie Ana Letícia Pastore Trindade, Lieferketten-Expertin vom ISA – Instituto Socioambiental in Österreich auf Besuch, um über die aktuellsten Entwicklungen am Amazonas zu berichten. Eingeladen wurden sie vom Klimabündnis Österreich.
Neben hochrangigen Treffen mit politischen Vertreter:innen auf Landes- und Gemeindeebene standen auch Vorträge, Regionaltreffen, feierliche Eröffnungen sowie Besuche in Klimabündnis-Schulen und -Betrieben auf dem Programm. Rund 35 verschiedene Termine und Formate wurden in drei intensiven Wochen genutzt, um direkten Austausch und tiefe Einblicke zu fördern. Da der Besuch im Vorfeld der COP29 in Azerbaijan stattfand, waren die vielfältigen Herausforderungen und Lösungsstrategien im Zusammenhang mit der Klimakrise und ihren Folgen für die indigene Bevölkerung am Rio Negro zentrales Thema vieler Diskussionen, berichtet das Klimabündnis auf seiner Homepage.
Am 6. November war die Delegation auf Einladung von Jean-Marie Krier bei den Grünen 50+ im Salzburger Brunauerzentrum zu Gast. Als Probleme wurden der Rückgang der Rechte indigener Völker durch einen neuen Gesetzesentwurf, Drogenhandel, illegale Rodungen, Zerstörungen durch Bergbau, v.a. Goldschlürferei sowie die Zunahme von Waldbränden und Brandstiftung genannt. Zudem spüren die Indigenas die Klimakrise immer stärker, wozu auch die Waldrodungen beitragen, weil damit eine wichtige CO2-Senke wegfällt.
Zwischen 1985 und 2023 haben die Amazonasländer nach Angaben von MapBiomas mehr als 88 Millionen Hektar Wald, das entspricht 12,5 Prozent der gesamten Waldfläche, verloren, wurde berichtet. Solidarität mit den NGOs, die sich für den Erhalt des Regenwaldes und der Lebensräume der Indigenas einsetzen, ist weiterhin gefragt.

Dario Baniwa und Janete Figueredo Alves, die frisch gewählten Präsident:innen der Klimabündnispartnerorganisation FOIRN sowie Ana Letícia Pastore Trindade, Lieferketten-Expertin vom ISA Instituto Socioambiental, mit der Übersetzerin. Stehend Jean-Marie Krier bei der Begrüssung