Gratulation an die neue Fairtrade-Stadt Seekirchen | Festakt am 8.10.2021

Von Fair Trade Österreich und dem Land Salzburg wurde im Rahmen einer coronabedingt kleinen aber herzlichen Feier erst kürzlich die Ernennungsurkunde an Frau Vizebgm Judith Simmerstatter übergeben und SEEKIRCHEN damit zur FAIRTRADE-STADT ernannt.

Seekirchen ist damit offiziell in den weltweiten Kreis der Fair Trade-Gemeinden aufgenommen. Durch das Eintreten der Stadt für die Unterstützung von fairen Bedingungen und Entlohnung für produzierende Bauern- und Arbeiterfamilien wird ein Beitrag zur nachhaltigen Entwicklung in Entwicklungsländern geleistet werden. Die bereits seit einigen Jahren um Frau Susanne Nobis bestehende Aktionsgruppe wird sich darum bemühen, das Thema Fairtrade in Seekirchen mit Informationsarbeit und Bewusstseinsbildung weiter aufzubereiten. Zur Feier wurde von einer Klasse des BG Seekirchen eine „interaktive Karte“ erstellt, die alle Anlaufstellen zum Erwerb von fair gehandelten Waren in Seekirchen zeigt, wobei von den Schülerinnen/ Schüler ein überraschend großes Angebot präsentiert werden konnte. Es zeigte sich, dass sich nicht nur das Stadtamt und viele Bürgerinnen /Bürger sondern auch zahlreiche Betriebe, sei es im Warenangebot oder im eigenen Verbrauch mit Fairtrade befasst haben.
In Statements zeigten Karin Hörmanseder von FAITRADE Österreich, Hans Holzinger, Entwicklungspolitischer Beitrat des Landes und Anton Wintersteller, EZA Wegbereiter, das Anliegen und die Möglichkeiten auf, etwas Konkretes im Alltag zu tun.

In der Ausstellung „Bittersüße Bohne“, die im Anschluss an die Präsentation im Stadtamt im Gymnasium Seekirchen gezeigt wird, wurde der Weg der Kaffee- und Kakaobohne vom Anbau bis zum Genuss mit den sozialen Aspekten des Anbaues und Handels gezeigt. Musikalisch wurde die Feier durch den jungen Musiker Florian Ausweger auf der Steirischen Ziehharmonika begleitet.
Ein Fest des Dankes und der Ermutigung, die Welt etwas sozialer, ökologischer, gerechter zu gestalten: FAIRTRADE.

Bilder: Eva Moser-Reitsamer

Petition! Wir fordern Klimagerechtigkeit für ALLE!

Menschen in wirtschaftlich schwachen Ländern tragen kaum zur Klimakrise bei und sind dennoch stark von ihr betroffen. Die Klimakrise ist auch eine soziale Krise. Die Erhitzung des Klimas führt zu gesundheitlichen Problemen, sowie Schäden an Land und Eigentum und heute schon zu Verschuldung, finanzieller Abhängigkeit und zu weiterer Ausbeutung. Kämpfen wir gemeinsam für eine gerechte Welt – für alle Menschen.
Petition unterschreiben!

Solidarität in der globalen Gesellschaft – Dialog und Befreiung in einer digitalen Zukunft. Tagung an der Universität Salzburg zu 100 Jahre Paulo Freire

Die Tagung „100 Jahre Paulo Freire. Solidarität in der globalen Gesellschaft. Dialog und Befreiung in einer digitalen Zukunft“ findet von Donnerstag, 14.10.2021 bis Samstag, 16.10.2021 an der Universität Salzburg statt.

Das vollständige Tagungsprogramm als pdf-Datei können Sie hier einsehen.

Im Rahmen der Tagung erwarten wir prominente Keynote-Vorträge:

FREITAG, 15. 10. 2021

10:00 – 10:45 Uhr Keynote I – Walter Omar Kohan (Rio de Janeiro): Paulo Freire more than (n)ever?

16:30 – 17:15 Uhr Keynote II – Christel Adick (Bochum): Paulo Freires Pädagogik im Zeitalter der Nachhaltigkeitsagenda (Sustainable Development Goals) der Vereinten Nationen

17:15 – 18:00 Uhr Keynote III – Joachim Schroeder (Hamburg): ¿Hundert Jahre Einsamkeit? Das Narrativ der Befreiung und die Verstrickungen postkolonialer Pädagogik


SAMSTAG, 16.10.2021

9:30 – 10:30 Uhr Keynote IV – Rita Braches-Chyrek (Bamberg): Kindheit und kritische Soziale Arbeit

14:30 – 15:30 Uhr Keynote V – Christine Zeuner (Hamburg): Aspekte einer gerechtigkeitsbewussten kritischen Erwachsenenbildung – Überlegungen im Anschluss an Oskar Negt


Weitere Programmpunkte und Sektionen der Tagung:


DONNERSTAG, 14.10.2021

13:00 – 14:00 Uhr Anmeldung

14:00 – 15:30 Uhr PANEL: 100 Jahre Paulo Freire im Kontext digitaler Lebenswelten

15:50 – 17:50 Uhr Workshop I: Das Forumtheater als Methode der politischen Erwachsenenbildung

18:00 – 19:30 Uhr Workshop II: STOP! Es geht auch anders! Theater macht Politik


FREITAG, 15.10.2021

11:00 – 16:00 Uhr Sektion I: Kritische Pädagogik und Befreiung

11:00 – 16:00 Uhr Sektion II: Diversität – Inklusion – Empowerment

11:00 – 16:00 Uhr Section III: School, Literacy, Equality


SAMSTAG, 16.10.2021

11:00 – 13:00 Uhr Sektion IV: Öko(theo)logie der Befreiung

11:00 – 13:00 Uhr Sektion V: Befreiungspädagogik

11:00 – 13:00 Uhr Sektion VI: Transformative und befreiende Soziale Arbeit

15:30 – 17:00 Uhr Sektion VII: Erwachsenenbildung: Digitalisierung und Lebenswelten

15:30 – 17:30 Uhr Sektion VIII: Solidarität in der globalen Migrationsgesellschaft

15:30 – 17:30 Uhr Sektion IX: Krisen und Routinen: Auswirkungen auf globale Solidarität

FRAUENRECHTSAKTIVISTIN ILSE HANAK ERHÄLT SÜDWIND-AUSZEICHNUNG „DIE SEGLERIN“

Mit der Auszeichnung „Die Seglerin“ prämiert die Menschenrechtsorganisation Südwind herausragende Persönlichkeiten der Entwicklungszusammenarbeit und ihr Engagement für eine bessere Welt. Der im Rahmen des Südwind Straßenfestes in Wien zum sechsten Mal verliehene Preis geht an Dr.in Ilse Hanak für ihr langjähriges Engagement  für Frauenrechte in Ländern des Globalen Südens. „Wir sind von Ilse Hanaks unermüdlichem Einsatz für die Menschenrechte und den globalen Dialog sehr beeindruckt. Es braucht Menschen wie sie, die Ungerechtigkeiten aufzeigen, Veränderung anstoßen und andere mobilisieren, sich für ein gutes Leben für alle stark zu machen“, sagte Lisa Kolb-Mzalouet, Obfrau von Südwind Wien bei der Preisverleihung.

Wir kennen Ilse Hanak seit vielen Jahren als politisch äußerst wache und engagierte Frau. Sie thematisiert Ungerechtigkeit, wo immer sie diese wahrnimmt, und mobilisiert zu Aktionen. So war sie kürzlich die treibende Kraft, um über WIDE weitere Organisationen zu erreichen und zu einer gemeinsamen Stellungnahme zu den frauenfeindlichen und rassistischen Sagern des (inzwischen suspendierten) Justiz-Sektionschefs Pilnacek in einem Chat über zwei weibliche Mitglieder des Verfassungsgerichts zu bewegen“, so WIDE-Koordinatorin Claudia Thallmayer bei der Preisverleihung.

Ilse Hanak zeigt sich erfreut über die Ehrung und ist überzeugt: „Wenn wir gesund und nachhaltig leben wollen, müssen wir alle Menschen auf der Welt mit ins Boot holen – gerade auch bei der Bekämpfung der heutigen Krisen!“

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Foto: Südwind

Karin Fischer: Die Welt von den Rändern her denken. Vortrag beim Katholischen Akademiker/innenverband 8.11.

Wir nehmen die Welt in der Regel so wahr, wie wir sie kennen. Globale Soziologie und kritische Entwicklungsforschung nehmen sich vor, das, was „an den Rändern“ gedacht und geforscht wird, ins Zentrum zu holen. Karin Fischer hat das Studium der Internationalen Entwicklung an der Universität Wien mitbegründet und war mehr als ein Jahrzehnt Obfrau des Mattersburger Kreises, der die Thematik „Globaler Süden/Globaler Norden“ an den Universitäten verankern will. Sie macht deutlich, dass monodisziplinäre, nationalstaatliche und eurozentrische Zugänge die Analyse gesellschaftlicher Entwicklungsprozesse behindern, und zeigt anhand konkreter Beispiele was es heißt, die Welt von den Rändern her zu denken.

Referentin: Mag. Dr. Karin Fischer, Leiterin des Arbeitsbereichs Globale Soziologie und Entwicklungsforschung am Institut für Soziologie, Johannes Kepler Universität Linz
Moderation: Univ.-Prof. DDr. Franz Gmainer-Pranzl

Termin: Montag, 8. Nov. 2021 | 19.30 Uhr
Ort: Hörsaal 107, Katholisch-Theologische Fakultät, Universität Salzburg, Universitätsplatz 7, Zugang über die Hofstallgasse und den Universitätsplatz

Anmeldung: Katholischer Akademiker/innenverband Salzburg, Tel. 0662 8047-7516, kav@bildungskirche.at

In Kooperation mit der Robert-Jungk-Bibliothek Salzburg

(Ein)Treten für Klima und fairen Handel | Biketour „Fit für 2050“ | Abschluss im Schloss Mirabell 16.9. 16.30

Zehn Tage ist die Seekirchnerin Karin Hörmanseder als Botschafterin für Klimaschutz und fairen Handel mit ihrem Lastenrad unterwegs. Auf verschiedenen Stationen baut sie die mitgeradelte Kaffeemaschine auf und motiviert Menschen, sich in Ihrer Gemeinde für Klimaschutz und Fairen Handel einzusetzen. Die 2. Biketour dieses Jahres führt Hörmanseder bis nach Krimml und wieder zurück in die Stadt Salzburg. Sie endet am 16. September am Robert-Jungk-Platz mit Infoständen von Partnerorganisationen der Biketour. Danach wird ins Schloss Mirabell geradelt, wo es eine Abschlussfeier mit LHStv. Heinrich Schellhorn und Bürgermeister Harald Preuner mit der Stadt Salzburg als „Faire Gemeinde“ gibt.  16.30 Uhr. Ihr seid alle herzlich eingeladen!  Mehr in dieser Presseaussendung

Anmeldung via Mail: karin.hoermanseder@biofairconnection.at

Wer ist und was macht die AG Globale Verantwortung?

Die Globale Verantwortung, Arbeitsgemeinschaft für Entwicklung und Humanitäre Hilfe, vertritt als Dachorganisation national und international die Interessen von 34 österreichischen Nichtregierungsorganisationen, die in den Bereichen Entwicklungszusammenarbeit, entwicklungspolitische Inlandsarbeit, Humanitäre Hilfe sowie nachhaltige globale wirtschaftliche, soziale und ökologische Entwicklung tätig sind.

Auf der Homepage findet man die Mitglieder, aktuelle Projekte und Stellungnahmen sowie einen Link zum informativen wöchentlichen Newsletter, der über Projekte, Veranstaltungen, Jobausschreibungen u.a.m. berichtet. Hier zu bestellen: https://www.globaleverantwortung.at/woechentlicher-newsletter

Mit Appellen tritt die AG Globale Verantwortung an die Öffentlichkeit sowie die politischen Entscheidungsträger:innen. Zuletzt wurde etwa ein Appell „Wir sind erst sicher, wenn alle sicher sind. COVID-19 global bekämpfen: Impfen“ an die österreichische Bundesregierung veröffentlicht.

Interessant ist auch die Projektlandkarte, die sämtliche aktuellen Projekte der Entwicklungszusammenarbeit der Mitgliedsorganisationen enthält.

Mit GofairSalzburg verfolgen wir das Ziel, die über 60 Initiativen der Entwicklungszusammenarbeit in Salzburg zu vernetzen.

Entwicklung wohin? Kontinuitäten unterbrechen – Nord-Süd verbinden – Neues verhandeln | 18. Entwicklungspolitische Hochschulwochen 8.-30.11

Vom 8.-30.11.2021 finden die 18. Entwicklungspolitischen Hochschulwochen in Salzburg statt. Diese bewährte Kooperation zwischen Südwind und der Universität lädt zu einer spannenden Veranstaltungsreihe unter dem Titel Entwicklung wohin? Kontinuitäten unterbrechen – Nord-Süd verbinden – Neues verhandeln ein. In Anbetracht aktueller Krisen diskutieren wir aus unterschiedlichen Perspektiven – sozial, kulturell, ökologisch, wirtschaftlich, politisch, richten den Blick richten auch auf den globalen Süden und führen einen Diskurs zu Alternativen – in Österreich und anderswo. Ein Vorgeschmack zu unseren Gästen: Boniface Mabanza (Literaturwissenschaftler, Philospoh, Theologe), Payal Arora (digitale Anthropologin), Michael Braungart (Mitbegründer von Cradle to Cradle), Nina Hansen (Sozial- und Kulturpsychologin).

Das umfangreiche und spannende Programm ist im Link aufzurufen.

Frauen in den Alpen & Frauen im Himalaya. Eine Ausstellung von Erika und Irmtraud Hubatschek

Das Bhutan-Netzwerk lädt zu einer Fotoausstellung im Lungau „Frauen in den Alpen & Frauen im Himalaya“ ein. 16.8.-27.8.2021 im Gemeindehaus in Tamsweg.

Was haben nun Frauen in den Alpen und Frauen im Himalaya gemeinsam? Vielleicht mehr, als man auf den ersten Blick glauben könnte…

Quer durch beide Kulturkreise – den katholisch geprägten alpinen und den buddhistisch geprägten des Himalaya – ziehen sich zeit- und ortsversetzte Parallelen, die gerade in der bildlichen Gegenüberstellung förmlich ins Auge springen.

Diese für Schloss Kuenburg neu zusammengestellte Ausstellung von Erika und Irmtraud Hubatschek, möchte durch das dreifache Überkreuzen von Orts-, Zeit- und Kulturachse den Blick schärfen für die bergbäuerliche Lebenswelt der Frauen hier in den Alpen und auf 3000 bis 5000m Höhe im Himalaya.

Die Bilder von Erika Hubatschek (1917-2010) sind alle zwischen 1939 und 1959 entstanden; diejenigen von Irmtraud Hubatschek (*1960) zwischen 1984 und 2016 im indischen Himalaya (Ladakh, Spiti, Kinnaur, Lahaul, Kangra), in Nepal (Langtang, Kali Gandaki und Dolpo) sowie in Tibet.