Umfangreicher Salzburger Band über „Theologie der Befreiung heute“ erschienen.

Ein von Franz Gmainer-Pranzl, Sandra Lassak und Birgit Weiler herausgegebener Band der Reihe „Salzburger Theologische Studien“ beleuchtet die vielfältigen Aspekte von Befreiungstheologie heute im Kontext von Politik und Gesellschaft, Kultur und Gender, Kirche und Pastoral sowie Theologie und Wissenschaft. Beiratsmitglied Hans Eder unterwirft in seinem Beitrag die klassische Entwicklungspolitik einer kritischen Analyse.

Einführung der Herausgeberinnen zu dem im Tyrlia-Verlag erschienenen Band:

Die „Theologie der Befreiung“ wird gegenwärtig von den einen für tot erklärt, von anderen mit einer gewissen Nostalgie hochgehalten, von vielen jedoch kaum wahr- und ernstgenommen. Der große Aufbruch der Befreiungstheologie, der spätestens seit der Dritten Generalversammlung der lateinamerikanischen Bischöfe 1968 in Medellín zu einer neuen Problemwahrnehmung in der kirchlichen Pastoral und in der theologischen Reflexion, vor allem aber zu einer neuen, befreienden Praxis der Glaubensverkündigung geführt hatte, scheint heute vergessen.

Die enormen gesellschaftlichen Umbrüche und globalen Transformationen ebenso wie kirchenpolitische Entwicklungen haben neue befreiungstheologische Praxen hervorgebracht, die bisher kaum in die theologische Reflexion eingeflossen sind. Außerdem entstanden Basisbewegungen, Initiativen und Aufbrüche jenseits traditioneller Kirchen- und Gemeindestrukturen, die das Potential befreiungstheologischen Denkens auf unterschiedliche Weise umsetzten und auch weiterentwickelten – innerhalb und außerhalb kirchlicher Kontexte. Dieses Buch, an dem AutorInnen aus Europa, Afrika und Lateinamerika mitwirkten, macht deutlich, inwiefern Anstöße der Befreiungstheologie in unterschiedlichste gesellschaftliche Bereiche hineinwirken und sich mit Fragen der Wirtschaft, der Politik, der Globalisierung und Urbanisierung, der Ökologie und der Situation der Frauen auf kritisch-kreative Weise auseinandersetzen.

mehr

 

 

Verleihung des Oscar Romero-Preises 2018 an Francisco San Martin

Erzbischof Oscar Arnulfo Romero von San Salvador wurde am 24. März 1980 wegen seines gesellschaftspolitischen Engagements für soziale Gerechtigkeit ermordet.
Der Preis wurde bei der Herbstkonferenz der KMBÖ 1980 in Würdigung dieses Engagements eingeführt.

Durch die Vergabe dieses Preises wird das gesellschaftspolitische und soziale Engagement des Preisträgers anerkannt und gestärkt. SEI SO FREI verleiht jährlich den wichtigsten Preis für Menschenrechte in Österreich, der mit 10.000 EURO dotiert ist.

Der Preisträger 2018 Dr. Francisco San Martín kommt aus Peru. Er wird für seinen Einsatz zur Armutsbekämpfung und Entwicklung ausgezeichnet – dort, wo vor 200 Jahren zu Weihnachten das erste Mal das Lied „Stille Nacht“ erklang.
Der FESTAKT MIT PREISVERLEIHUNG findet am 15. November 2018 19 Uhr, in der AULA DER SPORTMITTELSCHULE OBERNDORF „LEOPOLD KOHR“ statt.

mehr

50 Jahre Partnerdiözesen der Erzdiözese Salzburg | 30 Jahre Afro-Asiatisches Institut Salzburg | Wir gratulieren

Das Referat Weltkirche der Erzdiözese Salzburg feiert heuer 50 Jahre Partnerdiözesen. Aus diesem Anlass kommen vom 18. bis 24. September Delegationen aus den drei Partnerdiözesen Ziel ist, die Partnerschaft zu vertiefen und zugleich auf die Zukunft auszurichten. Aufbauend auf die persönlichen Kontakten, die seit Jahrzehnten von Salzburg aus bestanden, hat die Erzdiözese Salzburg bereits auf ihrer Diözesansynode 1968 beschlossen, partnerschaftlich mit den (Erz-) Diözesen Bokungu-Ikela in der Dem. Rep. Kongo, San Ignacio de Velasco in Bolivien und Daegu in Südkorea zusammenzuarbeiten. Im Austausch mit anderen Ortskirchen, vor allem mit unseren Partnerdiözesen, sollen Glaubens-, Solidar- und Lerngemeinschaften praktiziert werden. mehr

Das Afro-Asiatische Institut Salzburg besteht seit mittlerweile 30 Jahren. In Vorträgen, Workshops und Projekten wie den konsumkritischen Spaziergängen oder dem „Kompass für eine faire Welt“ setzt das AAI entwicklungspolitische Akzente. Bewährt haben sich die Stipendienprogramme für jungen Menschen aus Afrika und Asien, die auch vom Land Salzburg gefördert werden. mehr