Grundsätze für Auslandsprojekte
- Durch das Projekt soll über die Befriedigung der Grundbedürfnisse hinaus ein Zugewinn an Möglichkeiten zur Lebensbewältigung sowie die politische, wirtschaftliche, soziale und kulturelle Eigenständigkeit der Bevölkerung gestärkt werden.
- Das Projekt soll vorrangig die Aktivitäten der Zivilgesellschaft vor Ort fördern, und zwar mit einem besonderen Blick auf die Förderung einer demokratischen, ökologischen und konfliktvermindernden Entwicklung.
Wichtig erscheinen in diesem Zusammenhang insbesondere folgende Aspekte:
2.1. Das Projekt soll daran mitwirken bestehenden Benachteiligungen von Mädchen und Frauen entgegenzuwirken, und so zu mehr Geschlechtergerechtigkeit beizutragen und die Situation vor Ort für die Betroffenen zu verbessern.
2.2. Maßnahmen zum aktiven Klimaschutz, Anpassungen an den Klimawandel sowie Projekte mit einem Fokus auf sozial-ökologische Nachhaltigkeit werden prioritär behandelt.
2.3. Durch seine Aktivitäten soll das Projekt dazu beitragen, lokale und regionale Wirtschaftskreisläufe und -akteure zu stärken.
Im Rahmen des Projektes ist regionale und lokale Zusammenarbeit mit Personen, Einrichtungen und Institutionen, die bereits Erfahrungen in der Projektumsetzung vor Ort vorweisen können, zentral. - Das Projekt soll im Einklang mit den internationalen Nachhaltigkeitszielen (UN-Ziele, Sustainable Development Goals SDGs) stehen und darüber hinaus von der Perspektive im Sinn des Gemeinwohls (Teilhabe, geteilte Verantwortung, gemeinsames Gut) geleitet sein.
- Bei Infrastrukturprojekten (wie z.B. Schulklassen, einzelne Gebäude von Krankenstationen) sind von Anfang an unterstützende Maßnahmen einzuplanen, die einen dauerhaften Betrieb auch über die reine Laufzeit hinaus wahrscheinlicher machen bzw. sicherstellen können (z.B. Einbindung in lokale Gegebenheiten, Ausbildung von Personal, Informations- / Aufklärungskampagnen, Stipendienprogramme, u.ä.).
- Das Projekt muss durch begleitende Informations- und /oder Bildungsaktivitäten auch einen Widerhall im Land Salzburg finden.
Grundsätze für Bildungs- und Informationsarbeit im Inland
- Förderung von Inhalten, die auf strukturelle Änderungen im Sinne einer nachhaltigen und fairen Entwicklung abzielen, vor alleinigen Appellen zur individuellen Verhaltensänderung
- demokratisches, dialogisches, partnerschaftliches, offenes Lernen vor frontalen Veranstaltungen
- zu Offenheit und Toleranz erziehendes Lernen mit Einbeziehung kontroversieller Standpunkte vor „der einen entwicklungspolitischen Wahrheit“
- zu kritischem, ganzheitlichem Denken anregendes Lernen vor moralisierender und appellierender Beeinflussung
- Einbettung von spezifischen Themen im allgemeinen entwicklungspolitischen Kontext
- prozesshaftes Lernen vor einmaligen Ereignissen
- längerfristige vor punktuellen Vorhaben
- vernetztes vor linearem Lernen
- aktivierendes Lernen vor reiner passiver Teilnahme
Diese Grundsätze orientieren sich an der „Strategie Global Citizenship Education / Globales Lernen“ der Strategiegruppe Globales Lernen.